Beiträge von Theobroma

    Wirklich sicher wäre nur ein Gentest.

    Das dachte ich auch schon und es wäre das erste, was ich in Auftrag geben würde in der Situation.
    Wobei auch das einen nicht rettet, denn letztendlich wird man das Geld nicht wiederbekommen, solange der Verkäufer sich in Kanada aufhält.

    dann lass ich vorher alles nötige und unnötige testen/untersuchen etc.

    Was denn genau? Für die üblichen "offiziellen" Röntgenuntersuchungen ist es zu früh. Also was meinst Du konkret?

    Letztlich muss ich mich bei einem Welpen/Junghund vom Züchter genauso drauf verlassen, dass der "nichts" hat wie beim Ups-Wurf vom Bauernhof. Die Chancen bei zwei nachgewiesenermaßen gesunden Eltern stehen nur besser, dass es so ist.

    Aber wenn man für tausende von Euro einen Hund kauft, dann sollte man doch mehr als "Guten Tag und Tschüss" sagen, wenn man den Hund ohne vorherigen Besuch kauft, oder?

    Wenn Du mich fragst, sollte man das sogar, wenn man einen Hund für 100 kauft.
    Aber wenn das Szenario so ablief wie oben mal spekuliert - ich würde nie behaupten, dass man mich damit nicht auch betrogen hätte.

    Wenn der Hund dank "Drogen" relativ normal umhergelaufen ist, nicht wild oder gespielt, aber halt im Haus und sich dann hingelegt und geschlafen - warum sollte man da misstrauisch werden, wenn man gesagt bekommt, dass der Züchter ihn vorher für die Fahrt müde gemacht hat? Wir wissen es nicht, aber jeden Tag fallen viele Menschen im realen Leben auf Betrüger rein. Nicht nur, wenn es um Hunde geht...

    Nur mal so: Ein Hund der medikamentoes ruhig gestellt ist, der muss nicht auffaellig sein!

    Eben. Das muss auch ein Profi nicht sofort erkennen...

    Schlimm genug, wenn sowas passiert ist, aber dieses ewige "ist die blöd, die kann keine seriöse Züchterin sein, die ist doch selbst schuld und hat wohl eh zu viel Geld" finde ich absolut daneben. Anonymes Internet halt - alles hauen mal drauf und erzählen, wie toll sie selber sind.

    und falls Deutschland: vor welches Gericht soll es denn gehen? Zivilgericht oder Strafgericht?

    Betrug beim gewerblichen Handel - Strafgericht?

    Ich würde jedenfalls Amts-Vet und Gutachter nerven, damit das noch diese Woche voran geht.

    Da haette Sie sich schon mal wenigstens 1-2 Tage Zeit zur Begutachtung nehmen koennen.

    Weißt Du - mir wirft man vor, warum ich nicht einfach einen Hund in D kaufe. Ich könne doch vorher was ausmachen, in den Flieger steigen, 2 Stunden rüber fliegen, den Züchter am Flughafen treffen (ja, war der Vorschlag hier im DF!), den Hund nehmen und zurück fliegen!

    Unverständnis, weil ich das nicht möchte... würde ich es tun und würde reinfallen, wäre ich auch selbst schuld. Jeder biegt sich hier seine Moral zurecht, wie es gerade in den Kram passt... :fear:

    Züchterin 1 - kann ich nicht beurteilen, was die hätte wissen/erkennen müssen.
    Züchter 2 - ohne Worte.
    Züchterin 3 war naiv. Ja, naiv und gutgläubig. Könnte mir auch passieren. :ops:

    War halt keiner dabei...

    Denkbares Szenario - Züchterin bekommt einen Hund angeboten aus einer Linie, wo man sonst jahrelang auf einen Welpen wartet. Sie hat großes Interesse für ihre Zucht. Es gehen Infos hin und her, Kopien der Papier usw. Termin wird gemacht, Züchterin fährt ein paar Stunden hin.
    Kommt an, nettes Hallo, Hund kommt ihr ruhig entgegen und der Züchter vor Ort erklärt freudestrahlend, dass sie einen langen Spaziergang gemacht haben, damit der Hund für die Heimreise müde ist und gut schläft im Auto.
    Wie viele Käufer hätten nun sofort mit dem Schlimmsten gerechnet?
    Der Hund zeigt sich ruhig und müde, läuft vielleicht sogar wackelig, aber mei - war halt anstrengend. Dass der mit Schmerzmitteln und Beruhigungsmitteln zugedröhnt ist - weiß doch der Käufer nicht. Der schaut die Papier an, alles wie besprochen. Chip noch auslesen: Ja, ist der richtige Hund aus der tollen Zucht.
    Geldübergabe, Hund wird eingepackt. Heimfahrt. Wirkung der Mittel lässt nach.. böse Überraschung.
    Daheim der Schock beim TA.

    Und nun gibt es hier so viele tolle Besserwisser, denen das nie, nie, niemals hätte passieren können. Nie. Die Züchterin war dumm, doof und geldgierig. Selbst schuld. Weil bei Betrug ist man immer selbst schuld. Oder?

    Und nun um sein Recht kämpfen zu wollen ist auch einfach nur schlecht. Und dumm. Und geldgierig. Es gibt ja keine Züchter, die eine Rasse aus Überzeugung züchten, 4000 Euro in so einem Fall zusammenkratzen, um einen tollen Zuchtrüden zu kaufen. Die sich schlicht und einfach betrügen lassen.

    Man Leute - sowas passiert im realen Leben da draußen täglich!
    Schaut euch mal bei den Reitern um - da ist das Alltag. Nicht umsonst wird bei der Ankaufsuntersuchung oft Blut abgenommen und eingefroren, um später Medis nachweisen zu können. Schmerzmittel, Beruhigungsmittel. Wer sowas durchzieht ist ein Betrüger und mit allen Wassern gewaschen.

    Im Sinne des Hundes hoffe ich auf ein sehr schnelles Gutachten innerhalb weniger Tage. Da würde ich ansetzen und Druck machen. Dazu noch Schmerzmittel in den Hund und ihn verwöhnen, wo es nur geht. Und dann sofort erlösen, wenn TA und Gutachter das klar empfehlen.

    Ich finde es ja interessant, wie viele Leute hier 4000 Euro einfach so verschmerzen können. Der Hund soll einem Gutachter vorgestellt werden - im Rahmen des TSG müsste schnellstmöglich passieren. Und dann muss der Gutachter auch eine klare Empfehlung aussprechen, was mit dem Hund passieren soll.
    Empfiehlt der das Einschläfern, dann sollte auch das sofort passieren. Es bleibt dann halt ein Restrisiko, dass der Verfahrensgegner ein Gegengutachten bestellen möchte. Wenn der Hund dann schon weg ist, kann es zum Nachteil werden.

    Aber: in diesem Fall stehen die Chance wegen der Auswanderung in eine Nicht-EU-Land eh denkbar schlecht. Ich würde mit einem Anwalt klären, ob das überhaupt realistische Chance bestehen und wenn nicht sofort nach dem Gutachten einschläfern. Was das Gutachten angeht kann man auch Druck machen und auf die Situation des Tieres verweisen. Der Amts-Vet ist da ein guter Ansprechpartner.

    Ich kenne ein paar Fälle im Pferdesektor, wo Tiere unter starker Schmerzmedikation ein paar Tage am Leben erhalten wurden bis das Gutachten stand. Jahrelang tut man das eigentlich nur, wenn die Situation für das Tier erträglich ist.

    Sollte sich alles so abgespielt haben, liegt ein klarer Fall von Betrug vor (es ist ja sogar naheliegend, dass der Hund vor der Abholung mit Schmerzmitteln fit gemacht wurde, damit die Käuferin es eben dort nicht direkt merkt!). Im Pferdesektor leider gerne praktiziert. Da würde ich auch um mein Geld kämpfen. Ist ja nun kein Portokassen-Betrag.

    Und wenn du Jamie bei jemand in Beritt gibst?
    Du hattest ja nur gesagt, in der näheren Umgebung ist keiner, der ihn nehmen würde.
    Aber weiter weg?
    Es wird doch welche geben?

    Ich hab ja leider keinen Hänger und bin da etwas "unflexibel". Aber ich bin da dran. Evtl. hab ich 2 Stunden nördlich von hier eine Trainerin gefunden, die ihn mit zu sich nehmen würde. Sie kommt evtl. nächste Woche mal und schaut ihn sich an.