War halt keiner dabei...
Denkbares Szenario - Züchterin bekommt einen Hund angeboten aus einer Linie, wo man sonst jahrelang auf einen Welpen wartet. Sie hat großes Interesse für ihre Zucht. Es gehen Infos hin und her, Kopien der Papier usw. Termin wird gemacht, Züchterin fährt ein paar Stunden hin.
Kommt an, nettes Hallo, Hund kommt ihr ruhig entgegen und der Züchter vor Ort erklärt freudestrahlend, dass sie einen langen Spaziergang gemacht haben, damit der Hund für die Heimreise müde ist und gut schläft im Auto.
Wie viele Käufer hätten nun sofort mit dem Schlimmsten gerechnet?
Der Hund zeigt sich ruhig und müde, läuft vielleicht sogar wackelig, aber mei - war halt anstrengend. Dass der mit Schmerzmitteln und Beruhigungsmitteln zugedröhnt ist - weiß doch der Käufer nicht. Der schaut die Papier an, alles wie besprochen. Chip noch auslesen: Ja, ist der richtige Hund aus der tollen Zucht.
Geldübergabe, Hund wird eingepackt. Heimfahrt. Wirkung der Mittel lässt nach.. böse Überraschung.
Daheim der Schock beim TA.
Und nun gibt es hier so viele tolle Besserwisser, denen das nie, nie, niemals hätte passieren können. Nie. Die Züchterin war dumm, doof und geldgierig. Selbst schuld. Weil bei Betrug ist man immer selbst schuld. Oder?
Und nun um sein Recht kämpfen zu wollen ist auch einfach nur schlecht. Und dumm. Und geldgierig. Es gibt ja keine Züchter, die eine Rasse aus Überzeugung züchten, 4000 Euro in so einem Fall zusammenkratzen, um einen tollen Zuchtrüden zu kaufen. Die sich schlicht und einfach betrügen lassen.
Man Leute - sowas passiert im realen Leben da draußen täglich!
Schaut euch mal bei den Reitern um - da ist das Alltag. Nicht umsonst wird bei der Ankaufsuntersuchung oft Blut abgenommen und eingefroren, um später Medis nachweisen zu können. Schmerzmittel, Beruhigungsmittel. Wer sowas durchzieht ist ein Betrüger und mit allen Wassern gewaschen.
Im Sinne des Hundes hoffe ich auf ein sehr schnelles Gutachten innerhalb weniger Tage. Da würde ich ansetzen und Druck machen. Dazu noch Schmerzmittel in den Hund und ihn verwöhnen, wo es nur geht. Und dann sofort erlösen, wenn TA und Gutachter das klar empfehlen.