Danke der Nachfrage, Ulli. Bei uns ist wieder alles gut. Hatten arg an Dagos Tod zu knabbern und obwohl wir immer gesagt haben "wir müssen täglich damit rechnen, denn er ist ja alt," (Dago wurde fast 16), kam sein Tod ganz plötzlich. Für ihn schön, denn er hatte keinen Leidensweg, für uns war es die Hölle, aber dann kam Faro........
Dann drücke ich Euch die Daumen und hoffe, Du sagst mal, wie es gelaufen ist.
Unser Faro ist ja aus einer Tötungsstation auf Mallorca und ein großer Schisser. Wir hatten Glück, eine Trainerin zu finden, die sich mit Angsthunden gut auskennt und ein dementsprechendes Training durch geführt hat. Es war darauf ausgerichtet, das Selbstvertrauen der Angsthasen zu stärken. Ich stelle mal ein paar Bilder hier ein,denn ich weiß nicht, ob Du für die Fotothreads freigeschaltet bist
Durch einen Reifen zu laufen , ist für Schisser schon eine Herausforderung, aber Faro traut mir und wagt es
. Gestern waren wir am Strand und es waren einfach zu viele Leute da. Auf dem weg dahin viele Kinder auf Fahrrädern, Rollern, Skater - er war zeitweise panisch und zog ins Gebüsch. Wie die Leute immer kucken, als ob ich ihn vermöbele.
Oh je, der arme Kerl. Osterferien, Jana und alle wollen mit Kind und Rind an die Ostsee. Gut, dass wir wieder zu Hause sind, denn Faro wäre da genau so wie Maverick
Zuhause wollte ich suchspiele mit den Hunden machen, Maverick sucht ein Leckerlie, spukt es aus, rennt in die Küche und zittert und war nicht mehr ins Wohnzimmer zu bewegen.
Jana, irgendetwas wird Marverick erschreckt haben oder er hatte noch Stress vom Strand
Ne, das "stellen" hier ist eher mit Schutztrieb verbunden, denke ich. Also hinrennen, Person anbellen, um sie zu vertreiben, bzw. wegtreiben und von mir bzw. von seinem Grund und Boden fern halten. Obwohl ich einen Hütehund habe, habe ich tatsächlich wenig Hüteverhalten bei ihm bisher gesehen (als Welpe noch, aber jetzt kaum).
Der Aussie in Deinem Candie hat ja Schutztrieb und ich würde Candie auch bei Sichtung fremder Menschen direkt abrufen. Wichtig wäre noch, seinen Aktionsradius klein zu halten, um besser eingreifen zu können
. Da gibt's (vereinfacht gesagt) unter anderem den Vorschlag, eine Mahlzeit pro Tag mit Kohlenhydraten und Gemüse zu bestreiten, um den Serotonin-Spiegel zu heben.
Unser Essen beeinflusst unsere Stimmung....ist so. KH machen glücklich Eine Mahlzeit mit reichlich KH und wenig Eiweiß lässt uns Menschen besser mit Stress umgehen und warum sollte das bei Hunden anders sein. Der Ansatz ist gut, Jadra, wäre ich gar nicht drauf gekommen und vielleicht ist das für unsere Schisser eine gute Option
Machen wir auch. Er hat ein paar großen Hunde die er gerne mag und mit denen er auch spielt aber ist blöd wenn immer wieder fremde einfach so auf ihn zu rennen dann wird das nicht besser
Da ist was dran und Dir bleibt kaum ein anderer Weg als den auf Dich zulaufenden Hund zu blocken und Deine Hündin auf den Arm zu nehmen. Wir treffen ja auf unseren Gassigängen häufig die gleichen Hundehalter und wenn das bei Dir auch der Fall sein sollte, sprich mit den Leuten, sage ihnen, dass Du das Verhalten ihrer Hunde nicht billigst
Ulli, schön von Euch zu lesen und noch schöner, dass es Kaya altersentsprechend gut geht. Mit den Höhen und Tiefen muss man lernen zu leben und Du machst das schon gut
Ach je, der arme Kerl. Hast Du die Möglichkeit, mit anderen Hundehaltern und ihren verträglichen Hunden spazieren zu gehen? Dabei würde dann Dein Hund merken, dass nicht alle großen Hunde blöd sind und ihm weh tun. Gemeinsame Gassigänge tun meist ängstlichen Hunden gut
Wie zeigt sich die Unsicherheit Deines Hundes und was genau ist passiert, dass sie überhaupt entstanden ist?
Fremde Hunde sollte man, wenn es geht, abblocken. Ich mache es ähnlich wie Du; werde groß, mache einen Schritt auf den fremden Hund zu und spreche mit tiefer Stimme "Haaauuuuu ab", in den meisten Fällen funktioniert das.
Sicherheit kannst Du Deinem Hund geben, in dem Du sein Selbstvertrauen etwas stärkst, z.B mit Arbeit, die dem Hund Spaß macht, doch dazu müsste man erst wissen, in welchen Situationen Dein Hund ängstlich ist
Kathrin, ich bin kein Freund von Salben bei Wunden, deren Ursache ich nicht kenne. Salben können trockene Wunden zum Nässen bringen und das was ich im Notfall einsetzen würde, wäre Calendulatinktur.
ich kann gut verstehen, was Du empfindest und dass Du Oskar gern helfen willst. Der kleine Kerl braucht erst einmal Zeit, sich an alles Neue zu gewöhnen. In Spanien hat er sicherlich nicht viel kennengelernt und das hemmt ihn heute natürlich in seinem Verhalten
Was ihn genau ängstigt, ist schwierig zu sagen. Eigentlich alles. Draußen sein ist einfach greulich...
Er kennt es nicht und hat daher Angst vor allen neuen Dingen und Geräuschen. Wir haben auch einen Hund aus einer span. Tötungsstation und Faro war ähnlich gestrickt wie Dein Oskar. Ihm hat es geholfen, dass wir viel mit ihm gespielt haben, denn das hat dazu beigetragen, dass er schnell eine sehr gute Bindung zu uns hatte.
Ja, ich muss lernen. Lernen, ruhiger mit Oskar umzugehen, ihm Souveränität zeigen, ihm Sicherheit geben. In meinem Charakter ist leider viel Ungeduld, da muss ich lernen, geduldiger zu sein und ihm Zeit zu geben
JA! Genau das ist der Punkt: Ruhe, Gelassenheit, Souveränität des Hundehaltes sind sehr wichtig für einen ängstlichen Hund.
Du schreibst, dass ein Hundetrainer sich Oskar ansieht. Frage bitte, ob der Trainer sich mit Angsthunden auskennt, denn das behaupten viele von sich, obwohl es nicht stimmt