
Ich kriege richtig dicke Augen, was für Thesen hier aufgestellt werden.
Ich möchte, das mein Hund auch ein Hund bleibt. Und nicht, das er durch Wegschnippeln von Körperteilen auf mich und meine Bedürfnisse im wahrsten Sinne des Wortes zurecht geschnitten wird.
Ich finde es vermessen, zu sagen: Potente Tiere haben alle einen an der Klatsche und sind schwer händelbar. Das ist doch gar nicht wahr. Der Hund ist immer ein Spiegel seines Besitzers. Was der in der Prägungs-, Sozialisierungs- sowie Rangordnungsphase von der 4. bis 16. Lebenswoche des Hundes falsch gemacht hat, zeigt sich nach dem Erwachsenenwerdens des Hundes. DA sollte angesetzt werden und nicht an den Keimdrüsen. Warum muss ein Hund für die Unfähigkeit seines Besitzers büßen ?
Meine potenten Hunde sind genauso gut abrufbar wie mein Schätzchen ohne ihre Eierstöcke. Meine jetzt 15 jährige Hündin hat nie unter ihrer Potenz gelitten. Sie hat keinem Rüden nachgehechelt. Ihr stellten auch keine Rüden nach. Ich hatte das noch nie bei meinen läufigen Hündinnen, dass sie von Rüden bedrängt wurde. ICH war da ja noch da.
Mein erster und einziger Rüde durfte auch seine Eier behalten, die ihn beim Miteinander anderer Hunde nicht gestört haben. Und ich bin garantiert kein Hundehalter, der sämtliche Erziehungsbücher, Erziehungstile gepaukt hat. Auch sind meine Hunde keine besonderen Hunde. Ich gehe nur mit ihnen so um, wie ich es für richtig erachte und mir mein Gefühl es sagt.
Auch wenn es nicht hierher passt - fragt doch mal Frauen, wie es ihnen geht, wenn ihnen nur die Gebärmutter entfernt werden muss. Diese Frauen leiden unter Depressionen. Niemand von uns weiss, wie ein "geschlechtsloser" Hund fühlt. Welche körperlichen Einschränkungen - für uns unsichtbar - in sich trägt. Wir können in unseren Hund nicht reinsehen, wir leben nicht in und mit seinem Körper.
Kastration aufgrund medizinischer Indikation und bei aggressiver, hormonell übersteuerter Aggressivität: ja - ansonsten Finger weg von den Keimdrüsen unserer Hunde.
Die Argumentation, die generelle Kastration würde Hundeleid in D verringern, stimmt nicht. Wer Nachwuchs will, kriegt ihn - wir leben nicht auf einer einsamen Insel.
@ Yvonne&Bobby
Dir geht es also nur sekundär um Deinen Hund. Wichtig ist für Dich die ungehinderte Teilnahme an Turnieren. Also reiner Egoismus auf Kosten Deines Hundes.
Schade.