Beiträge von mollrops

    Huch. Wo bitte habe ich Dich denn angegriffen ?

    Natürlich lasse ich jedem seine Meinung. Deine war pauschal- nämlich das man die ersten Läufigkeit nicht abwarten muss. Dazu muss man aber wissen, dass es nicht nur maligne Mammatumore, sondern noch beligne und nicht klassifizierte Tumore gibt. Genauso gibt es Mammatumore, die nicht durch Sexualzyklen beeinflusst werden. Wenn der Hund also richtig Pech hat, erkrankt er trotz Kastration an diesen.

    Ich sehe mich auch nicht als Prof oder gleichwertigen Veterinärmediziner, musste mich jedoch als Betroffene mit dieser Problematik auseinander setzen. Und da darf man doch auch anmerken, wenn man unbedingt kastrieren allen will, reicht es auch nach der ersten Läufigkeit. Und bis zu einem Alter von 2 Jahren ist die Gefahr der zyklusbedingten Tumorbildung nach einer Kastration immerhin noch 4 Mal kleiner als beim unkastrierten Hund.

    Und auch mal ein Klugsch****: Wir reden hier nicht von Mama - sondern von der Mamma - Bezeichnung des Gesäuges beim Tier.

    Zitat

    Hallo,

    also meine Freundin wollte ihre Hündin auch kastrieren lassen, daraufhin hab ich unsere TÄ gefragt wann es am günstigsten wäre und die meinte zu mir: "Man muss die erste Läufigkeit nicht abwarten. Das ist ein Irrglaube." Hatte sie dann auch nochmal gefragt bezüglich Milchleistentumore - da die Milchdrüsen auch schon während der ersten Läufigkeit anschwellen, ist das Risiko dann genauso hoch als wenn man die dritte oder zehnte abwartet.

    Besprich dich mit dem TA deines Vertrauens.

    LG gina_de

    Das was Du behauptest, stimmt leider nicht.

    Wenn man rein prophylaktisch Mammatumore verhindern will, kann man das auch nach der ersten Läufigkeit noch tun. Da liegt der Prozentsatz bei 8%, dass doch noch diese Art der Tumore sich entwickeln können. Zumindest ist der Hund zu dieser Zeit bereits erwachsen und kein "Kind" mehr.

    Vor der ersten Läufigkeit gleich Null - das stimmt in Bezug diese Art der Tumore. Weiterhin treten diese Tumore ja nicht bei jeder Hunderasse auf und auch innerhalb der gefährdeten Hunderassen heisst es nicht, dass jeder Hund auch welche entwickelt.

    Sind wir doch mal ehrlich - wie kommen denn die meisten an einen Mischlingshund ? Da wollen die Kinder einen, man sieht im Inserat nen süssen Welpen, Bekannte, Verwandte haben welche abzugeben.

    Die meisten haben doch im Ohr, dass Mischlinge viel gesünder seien als Rassehunde. Dann braucht doch ein Hund nicht viel zu kosten, im Gegenteil, oftmals bekommt man sie geschenkt oder für wenig Geld. In den meisten Fällen entscheidet dann die niedliche Optik. Was tatsächlich für Charakterzüge und genetische Defekte auf Grund der Abstimmung beider Elternteile im Hund schlummern, darüber denken doch die wenigsten nach.

    Von tatsächlichen Unfallwürfen mal abgesehen - viele wollen einfach mal Welpen haben, weil das alles so "süss" ist. Oder weil sie sich so den endlich verdienten Urlaub finanzieren wollen oder weil sie eine neue "Geschäftsidee" haben. Weil sie einen Nachkommen ihres tollen Hundes möchten oder Welpen bei anderen Leuten gesehen haben.

    Aber sicher nicht, eine Rasse zu "züchten", die gesünder als andere ist. Alles aus rein egoistischen Gründen.

    Ich habe jetzt mal nachgeschaut - allein im Bereich Frankfurt suchen aktuell 505 Hunde (nur aus einem Anzeigenblättchen entnommen !) neue Besitzer. Davon sind 2/3 Mischlinge. Während Rassehunde relativ teuer angepriesen werden, sind die Mischlinge meist weit unter 100 Euro (mit ein paar Ausnahmen) zu haben. Mehrfach entwurmt und besonders kinderlieb - so die Verkaufsdevise.

    Die Vermehrung von Hunden ist und bleibt unter dem Strich ein gutes Geschäft. Weil die meisten Vermehrer weder die Tiere auf genetisch basierende Erkrankungen untersuchen lassen, die Nachkommen auch grösstenteils gar nicht geimpft abgeben, sondern meist nach Absetzen von der Muttermilch abgeben. Da sind schliesslich die Kleinen noch am niedlichsten.

    Sie haben also i.d.R. KEINERLEI Kosten (wenn tatsächlich mal entwurmt wurde, kostet das ein paar Euros) und erhalten hierfür gutes und leichtes Geld für das Kotwegputzen. Sind doch nur 3 Wochen Arbeit - die anderen 3 Wochen kümmert sich die Mama ausschliesslich.

    Zitat

    "Im Gegensatz zur Kastration hat der Hund aber auch was von Turnieren,
    nämlich Spaß! "

    Ich glaube nicht, dass der Hund es toll findet, von A nach B zu fahren, um sich dort zu messen. Der Hund hat vielleicht Spaß am Sport, aber doch nicht an Turnieren.

    Ihr sagt ihr wollt keine unnötigen OP's. Ich finde eine OP am Gesäuge im Alter, bei der der Hund vielleicht drauf geht, total unnötig. Denn die ist vermeidbar. Und ich glaube es sterben deutlich mehr Hündinnen an dieser OP, als bei einer Kastration... :irre:

    Dem Hund ist es doch egal, ob er eine Trainingsrunde absolviert oder ein Tunier läuft.

    Meine Hündin ist weder während oder nach der OP ihrer Tumore gestorben. Pauschale Aussagen bringen uns so jedenfalls nicht weiter.

    Zitat

    Lieber Rollmops,

    ich lese schon richtig, du brauchst mir nicht erklären, was da steht.

    Dann wäre selbst das egoistisch, das man Turniere mit dem Hund machen will.
    Denn das möchte der Mensch machen, für ihr Ego oder Spaß. Ein Hund braucht doch keine Turniere...

    Auch das ist nicht korrekt.

    Wenn ich einen Hund habe, dem Agility liegt und somit genügend ausgelastet werden kann, ist dieser Sport sehr wohl im Sinne des Hundes - wenn man das Wohl des Hundes dabei jederzeit im Auge behält.

    Ich verstehe es einfach nicht, wenn nur wegen der Läufigkeiten eine Kastration in Erwägung gezogen wird.

    Meine älteste Hündin hat auch an Wettkämpfen teilgenommen. In der Zeit der Läufigkeit hatte sich das halt erledigt - wo ist da ein Problem ? Mir ging es nie darum, Pokale zu sammeln, sondern den Hund entsprechend seiner Rasse auszulassen. Niemals wäre ich auf den Gedanken gekommen, sie deshalb kastrieren zu lassen.

    Bei Deinem Post, Sevi fallen mir jetzt wieder nur die Worte Egoismus (Glücklichsein des Menschens) und Faulheit (Hund ist schwierig, also muss er weg) ein.

    Schwierige Hunde sind es nicht von sich aus, sondern weil etwas mit der Beziehung Hund und Mensch schiefgelaufen ist. Der Mensch agiert, der Hund reagiert.

    Die Probleme jedenfalls verschwinden nicht, indem man ihnen die Keimdrüsen wegnimmt.

    Zitat


    Über Egoismus zu sprechen, wenn mann eine Hündin Kastrieren lassen möchte, ist einfach nur Frech und nicht Korrekt.

    Dies wurde unter anderem von der Threaderstellerin in ihrem Eingangspost geschrieben:

    Zitat

    Außerdem möchte ich mit ihr je nach Eignung und Spaß in den Turniersport (Agilit) einsteigen. Da ist das mit der Läufigkeit zwei mal im Jahr auch so ein Problem.

    Wo ist das bitte nicht egoistisch ? Wo steht das Wohl des Hundes im Vordergrund ?

    Also - erst mal richtig lesen, bevor Du hier rummeckerst.

    Schutzdienst leisten auch potente Hunde und nehmen regelmässig an Wettkämpfen teil - da klappts doch auch mit vorhandenen Eierstöcken und Hoden ...

    :schockiert:

    Ich kriege richtig dicke Augen, was für Thesen hier aufgestellt werden.

    Ich möchte, das mein Hund auch ein Hund bleibt. Und nicht, das er durch Wegschnippeln von Körperteilen auf mich und meine Bedürfnisse im wahrsten Sinne des Wortes zurecht geschnitten wird.

    Ich finde es vermessen, zu sagen: Potente Tiere haben alle einen an der Klatsche und sind schwer händelbar. Das ist doch gar nicht wahr. Der Hund ist immer ein Spiegel seines Besitzers. Was der in der Prägungs-, Sozialisierungs- sowie Rangordnungsphase von der 4. bis 16. Lebenswoche des Hundes falsch gemacht hat, zeigt sich nach dem Erwachsenenwerdens des Hundes. DA sollte angesetzt werden und nicht an den Keimdrüsen. Warum muss ein Hund für die Unfähigkeit seines Besitzers büßen ?

    Meine potenten Hunde sind genauso gut abrufbar wie mein Schätzchen ohne ihre Eierstöcke. Meine jetzt 15 jährige Hündin hat nie unter ihrer Potenz gelitten. Sie hat keinem Rüden nachgehechelt. Ihr stellten auch keine Rüden nach. Ich hatte das noch nie bei meinen läufigen Hündinnen, dass sie von Rüden bedrängt wurde. ICH war da ja noch da.

    Mein erster und einziger Rüde durfte auch seine Eier behalten, die ihn beim Miteinander anderer Hunde nicht gestört haben. Und ich bin garantiert kein Hundehalter, der sämtliche Erziehungsbücher, Erziehungstile gepaukt hat. Auch sind meine Hunde keine besonderen Hunde. Ich gehe nur mit ihnen so um, wie ich es für richtig erachte und mir mein Gefühl es sagt.

    Auch wenn es nicht hierher passt - fragt doch mal Frauen, wie es ihnen geht, wenn ihnen nur die Gebärmutter entfernt werden muss. Diese Frauen leiden unter Depressionen. Niemand von uns weiss, wie ein "geschlechtsloser" Hund fühlt. Welche körperlichen Einschränkungen - für uns unsichtbar - in sich trägt. Wir können in unseren Hund nicht reinsehen, wir leben nicht in und mit seinem Körper.

    Kastration aufgrund medizinischer Indikation und bei aggressiver, hormonell übersteuerter Aggressivität: ja - ansonsten Finger weg von den Keimdrüsen unserer Hunde.

    Die Argumentation, die generelle Kastration würde Hundeleid in D verringern, stimmt nicht. Wer Nachwuchs will, kriegt ihn - wir leben nicht auf einer einsamen Insel.


    @ Yvonne&Bobby

    Dir geht es also nur sekundär um Deinen Hund. Wichtig ist für Dich die ungehinderte Teilnahme an Turnieren. Also reiner Egoismus auf Kosten Deines Hundes.

    Schade.

    Oh.

    Windhunde leiden oftmals unter Schilddrüsenunterfunktion. Das könnte auch die Leinenaggression bzw. die niedrige Reizschwelle erklären. Ich gehe davon aus, dass der Hund aus Spanien ist, von dort kommen einige mit schlechten Werten. Das sollte auf alle Fälle abgeklärt werden. Bei Werten an der untersten Grenze innerhalb der Reverenz sollte auf alle Fälle TSH, T4 und T3 durch einen weiteren Bluttest bestimmt werden. Nach richtiger Einstellung ist der LA - wenn sie auf eine SD-Unterfunktion basiert - sehr gut beizukommen.