Hallo Tina
ICh weiss so gut, wie Du fühlst. Jede Deiner Zeilen versetzt mich zurück.
Ich habe auch ein Jahr lang um meinen geliebten Hund gekämpft. Es war ein langes Jahr der Sorgen, und dann doch viel zu kurz.
Man ist fast ausschliesslich nur noch mit dem Gedanken bei seinem Liebling. Morgens der erste Blick, wie es ihr geht. Ist sie sehr unruhig, kommt die schnürende Angst im Hals. Ist sie zu ruhig, ist sie auch wieder da. Die Angst, aus dem Haus zu gehen und die Angst, nach Hause zu kommen. Das eigene Herz klopft bis zum Hals und man hofft, alles ist noch so, wie man gegangen ist.
Nachts schreckt man auf und fühlt nach der Wärme seines Hundes. Schlägt das Herz noch gleichmässig ? Atmet sie ruhig ? Wie wird der morgige Tag werden ? Was kann ich tun, damit es ihr morgen auch wieder gut geht ? Jedes stolpern beim Spazierengehen tut einem weh. Hat sie Schmerzen ? Mache ich alles richtig ? Bin ich egoistisch, weil ich ihr Leben nicht einfach beende ? Wie wird sie sterben ? Stirbt sie leise oder laut ? Schaffe ich es, einen Tierarzt zu holen ? Oder wartet sie damit, bis ich mal nicht da bin ? Will sie nicht gehen, weil ich sie nicht loslassen will ? Wie wird das Leben ohne sie sein ? Werde ich das überleben ? Warum muss ich sie bloss so lieben.
Ich kann Dich nicht trösten. Es wird so weh tun, aber Du hast all die Jahre so viel von Deiner Cimba geschenkt bekommen - diese Liebe zwischen Euch wird Dir helfen, mit dem Schmerz umzugehen. Sie wird immer bei Dir sein. Das ist ihr Geschenk an Dich.
Traurige Grüsse
Moni