Beiträge von mollrops

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    Dass es nur drei Möglichkeiten gibt, wenn ein Hund ein Kommando bekommt: 1. der Hund gehorcht, 2. der Hund fällt tot um, 3. Der HF fällt tot um.

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    Ein Hund, der gebraucht wird, wird deswegen nicht schlechter gehalten. Auch wenn er aufgrund der (Gehorsams-)Leistungen, die er erbringen muss, anders ausgebildet wird.

    Ich picke mir jetzt diese für mich entscheidenen Sätze heraus. Es geht also darum, das der Mensch sich auf seinen triebigen Hund verlassen können MUSS. Um diesen Gehorsam erwirken zu können, wird der Gebrauchshund mittels Starkzwang in seiner Ausbildung auf Kommandos gedrillt - hört er während der Ausübung seines Jobs nicht, fällt ihm "der Himmel auf den Kopf" (nette Umschreibung für die Angst vor Schmerz).

    Jetzt frage ich mich, wieso diese Starkzwangtechniken nicht auch bei der Ausbildung von Blindenhunden genutzt werden. Denn auch hier geht es um das Leben von Menschen. Auch hier begibt sich der Mensch in die Hand des Hundes. Auch hier sprechen wir von speziell ausgebildeten Gebrauchshunden, die während ihres Dienstes kompromisslos "gehorchen" müssen.

    Die Leistungen, die diese Hunde erbringen müssen, sind mE grösser als die von Jagdhunden und werden ohne Starkzwang und herunterfallende Himmel erbracht.

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    mollrops

    Dann bräuchten wir dieses Forum nicht und die Diskussion darum. ich halte nicht jeden hier fähig, darüber zu urteilen. ich halte auch nichts davon über Dinge zu urteilen, die man aus eigener Anschauung nicht kennt. Ich glaube schon, dass die Erfahrung jagdlicher Arbeit ein entscheidendes Kriterium ist, sich mit solchen Dingen sachgerecht auseinanderzusetzen. ich weiß, dass wir da nicht zusammenkommen werden, da kann ich auch mit leben.


    Nur weil ich keinen Vorsteher in meinem Avatar habe, heisst es noch lange nicht, dass ich mich nicht "sachgerecht" mit der Jagdhundausbildung und vor allem mit den Starkzwangpraktiken auseinander gesetzt habe.

    Ansonsten gebe ich Deinem Post insofern recht, dass ich in der Regel auch nicht über Dinge urteile, von denen ich keine Ahnung habe.

    Abschliessend möchte ich sagen, dass meine Hunde mit meiner Einstellung gut leben.

    Ja, ich habe Lefax für meine Hunde. Lefax kann man nicht überdosieren, es wird nicht vom Körper aufgenommen, sondern komplett wieder über den Darm ausgeschieden.

    Für meinen 17 kg schweren Hund gebe ich 30 Tropfen pro Mahlzeit. Mit der Dosierung habe ich gute Erfahrungen gemacht. Für den Whippet 20 Tropfen bei 8 kg Körpergewicht.

    Hast Du das Pump-Lefax, gebe ich der Grossen zwei Hube, der Kleinen einen.

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    Nein, das muss man als Normalo-Hundehalter weder gut finden, noch befürworten. Dass man dazu einen gegensätzliche Position haben kann, ist sowohl legitim als auch verständlich. Dennoch: ohne die jagdliche Erfahrung redet man mehr oder weniger über Seifenblasen.

    Auch als Normalo-Hundehalter kann durchaus in der Lage sein, gute Ausbildungsmassnahmen des Hundes von schlechten (unter Starkzwang) zu unterscheiden.

    Dazu braucht man prinzipiell keine jagdliche Erfahrung.

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    Die Anwendung des Oberländers ist in Ordnung, wenns einer anwendet, der Ahnung davon hat, und weiß, was er tut und wann er es tun muss.

    Wann werden solche Jäger erkennen, dass Hunde keine Geräte sind, die ab einem gewissen Alter zu funktionieren haben ? Die Anwendung finde ich nicht in Ordnung, besonders deshalb, weil sie bereits bei Junghunden ab ca. 6 Monaten eingesetzt werden.

    Wenn ich Deine Einlassungen lese, kommt mir gleich Carl Tabel in den Sinn. Mit seinen Ausbildungspraktiken gehe ich jedenfalls nicht konform und mit Deinen Ansichten genauso wenig.

    Das heisst - beim Gebrauchshund ist die Anwendung eines Oberländer genauso legitim wie die Anwendung von Stromreizgeräten ? Was ist denn die übliche Zeitspanne, bis eine solche Ausbildung zur Brauchbarkeit des Gebrauchshundes führt?

    Sollte man in Zukunft solche Tierquälerei differenziert betrachten - beim Gebrauchshund ist es OK, beim Begleithund nicht ?