JAYDEE
Wenn dein Mann schon solange Jäger ist, sollte er auch wissen, dass solche Dressurhalsbänder in der Ausbildung von Schweisshunden auch gar nicht benutzt werden. Sondern vor allem zur Ausbildung der Vorstehhunde.
Die Anwendung des Oberländers (benannt nach dem "Oberländer" genannten Jäger Carl Rehfuß, der unter anderem 1904 das Buch "Die Dressur und Führung des Gebrauchshundes" herausbrachte, mehr ist unter der Seite eines freien Internetlexikons nachzulesen) läßt sich in fast jedem Ausbildungsbuch für Jagdhunde nachlesen. Also alleine das Wissen darum schon als Indiz dafür zu nehmen, dass jemand so etwas anwendet, ist reichlich albern.
In der klassischen Ausbildung des Jagdhundes nach Tabel, wird der Oberländer insbesondere in der Einarbeitung des "Downs" und des Apports bneutzt. Man arbeitet insgesamt in diesen Bereichen mit Zwang. Merke: ein guter Ausbilder eines Jagdhundes weiß, wann er Starkzwang anwenden muss, und wann nicht. Er weiß vor allem, WIE er ihn anwenden muss. Durch eine kurze, schmerzhafte Einwirkung wird der Hund dressiert z.B. noch in der Hetze kurz hinter einem Hasen ins DOWn zu gehen. Nein, der Oberländer wird nicht in dieser Hetzsituation angwendet, sondern zuvor im Einstudieren des DOWNS.
Ein Jäger hat nicht Ewigkeiten Zeit, seinen Hund per Schleppleinentraining ins DOWN zu pfeifen. Hunde sollen den anstrengenden Job der Jagd übernehmen, wenn sie noch jung sind und die Kraft und Ausdauer dazu haben.
Bevor man es nicht schafft, einen aus Leistungszucht stammenden und hochtriebigen Jagdhund, i.e.S. Vorstehhund innerhalb der üblichen Zeit zur Brauchbarkeit zu führen (und diese freilich auch zu bestehen), nützt es eigentlich nichts, sich zu ereifern. Einen Begleithund zu haben ist kein Vergleich mit einem Arbeitshund.
Binehund