Beiträge von mollrops

    Wenn ein Hund Durchfall bekommt, passiert das ja wohl meist kurz nach dem Fressen (hat ja Durchfall so an sich). Also bekomme ich das spätestens abends mit. Und hat es ihn erwischt, kann ich mich nicht einfach ins Bett legen, sondern muss eben alle Stunde oder zwei mit ihm raus.

    Ohje - selbe Baustelle wie bei meiner Bambi.

    SIe hatte Demodex und leider auch Vaginitis. Die hat sich aber gegeben, nachdem sie das erste Mal läufig war.

    Ursächlich war aber ein angeschlagenes Immunsystem - ihre Darmflora war krankmachend. Sie litt unter Dysbakterien, die wurden erst vollständig mit Metronidazol eliminiert und anschliessend konnte mit Enzymen die Darmflora wieder neu aufgebaut werden. Mein Hund litt übrigens nie an Durchfall. Auffällig war bei ihr der Atemgeruch - wie nach Kaffee.

    Zitat

    mollrops: Der Hund macht doch nur in die Wohnung, wenn er DF hat. Das macht denke ich jeder Hund...

    Im Eingangspost hat sie das geschrieben:

    Zitat

    ich weiß dass sich das jetzt schlimm anhört und wohl jeder antworten wird, wir sollen sie halt im wohnzimmer oder bei uns schlafen lassen.
    aber das geht nicht. weil sie wie gesagt viel rein macht(groß...) und sie auch nicht freiwillig die treppe hoch geht und sie angst vorm tragen hat

    Da stand nix von Durchfall.

    Und selbst wenn ein Hund Durchfall hat, fände ich es nicht normal, wenn er in die Wohnung kackt.

    Das D.A.P - Halsband ist mE nicht das Wahre. Erstens stinkt es nach Gummi und die Wirkung war längst nicht so gut wie die vom Stecker.

    Zu dem Kotabsetzen in der Küche - dass ist für mich zumindest das Zeichen, dass der Hund viel zu wenig rauskommt. Weiterhin würde ich mir Gedanken über die Fütterung machen. Ein hochwertiges Futter vermindert das Kotvolumen, der Hund muss seltener Kot absetzen. Dazu solltest Du Dich durch die Futterthreads lesen.

    Am Besten, Ihr füttert den Hund 2 mal am Tag, die letzte Mahlzeit gegen 18.00 - 19-00 Uhr und geht abends lang genug mit ihm raus, bis er sich gelöst hat. Die Fütterungszeiten sollten immer eingehalten werden, genauso die Zeiten, zu denen der Hund ausgeführt wird. Daran kann sich ein Hund orientieren und dementsprechend auch einhalten.

    Da Hunde von Natur aus sehr saubere Tiere sind, die ungern ihr häusliches Umfeld verschmutzen, kann ich mir gut vorstellen, dass Euer Hund deshalb oft zittert. Wahrscheinlich verbindet er das Schimpfen über seine Hinterlassenschaften mit dem Aufenthalt in der Küche.

    Das allerwichtigste im Moment ist, Struktur in den Hundealltag zu bringen. Also feste Fütterungszeiten mit hochwertigem Futter, Gassigangzeiten, spät abends noch mal ein längerer Spaziergang. Den Aufenthalt in der Küche freundlich gestalten.

    Abklären würde ich auch, ob ein Wurmbefall vorliegt. Bei Verwurmung werden Hunde auch öfter unsauber.

    Ansonsten würde ich mir die Einstellung zu dem Hundchen und dessen Haltung nochmal genau vor Augen führen. Ein Hund fühlt sich ohne sein Rudel verlassen und einsam. Für ihn sind seine Menschen existenziell.

    Auch wenn der Hund nicht so toll wie Dein Verstorbender ist, solltest Du ihm Dein Herz öffnen. Leider kann ein Hundeleben viel zu schnell vorbei gehen. Mein persönliches Gefühl beim Lesen Deiner Posts sagt mir, dass sich Euer Hund sehr einsam und vor allem unverstanden fühlen muss.

    Deine Mutter sollte auch mal den Hintern hochbekommen und dem Hund geistige Auslastung schaffen, schliesslich ist sie den ganzen Tag zu Hause. Sie könnte ihm Tricks beibringen, vielleicht besorgt Ihr Euch mal ein Buch übers Clickern und stellt der Kleinen ein paar Aufgaben - damit schafft man auch eine Bindung und Euer Hund wird zufriedener und fühlt sich besser aufgehoben.

    Aus eigener Erfahrung muss ich zugeben, dass drei in der jetzigen Konstellation zu viel sind. Meine älteste Hündin braucht momentan eine umfassende Versorgung - tierärztlich und auch zeitlich. Und dadurch kommen die beiden jüngeren z.Z. definitiv zu kurz.

    Zwei Hunde sind für mich das Ende der Fahnenstange.

    Zitat

    susam: okay, das mag sein, dass das damals so war, aber heutzutage läuft das nicht mehr so. Ist natürlich furchtbar grausam und für mich unvorstellbar...da könnt ich den :zensur:

    Da bist Du leider falsch informiert. Im hessischen Wesenstest wird wie folgt bei dem Belastungstest vorgegangent:

    Zitat

    Der Hund ist in belastende Situationen zu bringen (Drohfixieren, angedeutete Schläge, nachgestellte Flucht des Angreifers, Streifen und Stolpern in unmittelbarer Nähe des Hundes).
    Nach einer Beruhigungsphase muss der Hund auf Beschwichtigungsgesten ohne Angriffsverhalten reagieren und ein Anfassen sollte - durch die die belastende Situation auslösende Person (i.d.R. die SV) - möglich sein. In Fällen, in denen ein Anfassen nicht möglich ist, ist das hierbei von dem Hund gezeigte Verhalten zu beschreiben und zu bewerten. Als weitere Belastungsprobe ist der Hund mit der Leine anzubinden und die Halterin oder der Halter entfernt sich von ihm außer Sichtweite. Der alleingelassene Hund muss dichtes Vorübergehen und ein Streifen ohne Anzeichen von nicht situationsangepasster Aggression tolerieren.
    In diesen Situationen ist ein artgerechtes Verhalten (Defensivverhalten, auch aggressives Verhalten wie beispielsweise ein Droh- und Imponierverhalten) zu akzeptieren.

    Auszug aus Wesensprüfung Hessen