Meine Art zu Kommunizieren ist im Vergleich zum Menschen mit einem Hund anders.
Ich kann eine echte Quasselstrippe sein wenn ich unter Menschen bin (die ich kenne), aber ich rede mit meinen Hunden teilweise tagelang nicht (ausser vielleicht mal ein kleines Lob oder ein Hey). Eben weil meine Hunde da keinen Wert drauf legen. Klar, ich könnte ihnen mein Herz ausschütten, vielleicht würde der ein oder andere auch mal zuhören. Aber es ist nicht ausschlaggebend für unsere Beziehung. Da ist ein ausgedehntes Kontaktliegen, mit Pfoten und Nase unter mich drücken (aber bitte nicht den Arm umlegen) wichtiger für uns, als meine Monologe. 
Meine nonverbale Kommunikation ist auch unterschiedlich zu Mensch und Hund. Natürlich auch individuell, sofern ich es einschätzen kann, aber eben doch anders. Ich bin "menschlicher" mit den Mitmenschen und achte da auch auf ein richtiges Verhalten (nein, Mittelfinger rausstrecken ist kein richtiges Verhalten in einem netten Gespräch), bei den Hunden spielt es keine Rolle. Mein Verhalten ist also ein wenig freier. Weniger von Ettiquette und Normen geprägt. Den Hunden könnte ich den ganzen Tag den Mittelfinger zeigen, ihnen ist es egal. Während ihnen ein bestimmter Blick nicht egal ist, den meine Mitmenschen vielleicht nicht einmal wahrnehmen.
Respekt, die Wertschätzung des Individuums ist für mich auch nicht unbedingt an eine Spezies gebunden. Wobei ich zugebe, dass mein Respekt für eine Eintagsfliege sich in Grenzen hält. Hund und Mensch (sofern er sich nichts erlaubt, was meinen Respekt verfliegen läßt... denn ich bin kein Gläubiger der "Respekt muss man sich verdienen" Gemeinschaft) erhalten immer den nötigen Respekt.
Meine Hunde sind mir verdammt wichtig. Sie leben mit mir, sind ständig an meiner Seite und ertragen mich stinkiges Frauchen auch in den schlechtesten Momenten und das ist mehr, als so mancher Mensch für mich tun würde.
Allein deswegen gehört denen schon ein Orden erteilt.
Aber auf der anderen Seite: Was bleibt ihnen auch anderes übrig?
Und da sind wir dann beim Part mit dem Schauspielern. Meinen Hunden kann ich nichts vormachen. Bin ich gestresst, übellaunig, sauer, super happy, entspannt dann wissen die das. Ich spiele daher nie ein Theaterstück. So kann ich auch mal sauer werden wegen etwas, dass mich an guten Tagen nicht einmal ansatzweise irgendwie tangieren würde. Aber ich bin in meiner Wut dann auch authentisch. Ich tu dann nicht so, als sei alles okay. Ich brülle (nicht unbedingt wörtlich zu nehmen) und dann ist auch wieder gut.
Dem Menschen gegenüber hingegen, setze ich oft eine Maske auf. Der muss nicht immer alles von und über mich wissen. Bin ich sauer oder traurig, dann spielt sich vieles in meinem Kopf ab, die Aussenwelt ist davon nicht betroffen.
Ich weiß nicht, welche von beiden Seiten da die respektvollere ist. Das ich NICHT schauspieler, oder das ich NICHT meine Emotionen mein Verhalten beeinflussen lasse.
Himmel, das ist echt ein philosophisches Thema. Man muss echt aufpassen, dass man nicht abschweift. 