Beiträge von PocoLoco

    Ich arbeite ja in einem Altenheim und dieses hat auch 2 Glasschiebetüren. Die innere steht eigentlich immer auf (für was sie die eingebaut haben...) und die hintere ist ab 20 Uhr geschlossen. Nun haben wir also Feierabend, Hund kennt die Türen und weiß, dass sie alleine auf gehen. Rast auf die Tür zu und ich rufe noch: "Langsam!" Hund interessiert das nicht weiter, denn er muss sich dringend lösen (wie es scheint). Rast weiter auf die Tür zu. Ich kann eh nichts mehr machen (ausser den Hund beim nächsten Mal lieber an die Leine zu nehmen). Er ist noch genau eine (seiner) Hundelängen von der Tür entfernt, als er feststellt, dass sie gar nicht aufgeht. Er hat eine Vollbremsung eingelegt (hätte er Gummi an den Pfoten, hätte er eine Bremsspur hinterlassen), merkt, dass es nicht reicht und schmeißt sich im letzten Moment rum, so das er nicht mit dem Kopf, sondern mit der Seite auf der Tür abprallt.

    Er ist NIE wieder durch diese Tür gerannt.


    Oder der Hund einer Gassibekannten. Wir laufen in unserer Truppe durch den Wald und Styna (so heißt sie) sieht im Wald eine Taube. Frauchen sagt noch: "Styna, nein!" aber Styna denkt sich: "Ich bin eh schneller und renne trotzdem!" Sie rast also in einem Affenzahn los, rein ins Gebüsch und fliegt beinahe in der gleichen Geschwindigkeit rückwärts raus aus dem Gebüsch. Woher sollte der Hund auch wissen, dass sich an der Stelle ein sehr grobmaschiger Maschendrahtzaun befindet, der sie aufgefangen hat und wie eine Flitsche wieder auf den Gehweg befördert hat.

    Muss ich erwähnen, dass Madame dort NICHT mehr lang läuft?

    Ich persönlich habe nur was auf die Wunde getan (kleinen Verband) wenn ich mit dem Hund raus bin. Im Haus blieb er ohne. Verheilte sehr schnell und gut. Er hatte sich an einer Scherbe ein Stückchen Ballen abgeschnitten. Ansonsten habe ich nur kontrolliert, ob die Wunde sauber aussieht und bei Bedarf etwas gerreinigt.

    AMY
    Ich nehme es an, dass es sich irgendwann eingeschlichen hat. Irgendwas muss ihm irgendwann mal gesagt haben, was ich damit meine. Ein Blick, eine Geste. Was auch immer. Aber es funktioniert. Und es ist so einfach, dass es erst Dritte braucht um uns darauf hinzuweisen.

    Das "Gib her" zum Beispiel wurde meinem Hund auf der Arbeit von einem sehr dementen Mann beigebracht, der mit meinem Hund Ball gespielt hat. Er, der Mann, meinte immer zu meinem Hund, wenn mein Hund den Ball abgelegt hat (wie er es bei mir gelernt hatte): "Da komm ich nicht dran! Gib her!" Der Mann saß (und sitzt immer noch) im Rollstuhl und konnte sich nicht so weit bücken. Irgendwann hat es bei meinem Hund geschnackelt und er hat den Ball dem Mann gleich in den Schoß gelegt. Das nenne ich lernen durch Versuch. Der Mann hat unbewusst (da er dazu nicht mehr in der Lage war) alles richtig gemacht. Ich habe diese Szene damals beobachtet und war sehr fasziniert.

    Mein Hund gehört nicht zu den großen oder kleinen Hunden, aber er ist ziemlich schwer (23kg auf ca 44 cm Höhe) und ich habe festgestellt, dass er ohne Probleme mit kleinen Welpen spielen kann, dabei auch sehr vorsichtig ist (er kannte Welpen als Junghund) und ich brauch mir keine Sorgen machen. Allerdings sieht das bei erwachsenen Kleinhunden schon anders aus. Die sind für ihn Hunde. Da nimmt er keine Rücksicht. Deswegen würde ich ihn nicht mit Minis wie Yorkies und Chis spielen lassen, weil er gern mit der Pfote nach seinen Spielpartnern tatscht und seine Pfoten mitunter größer sind als die Köpfe der Kleinen.

    Mir ist ein Pflegehund angeboten wurden. Ein Coton de tulear (wenn ich es nun richtig geschrieben habe) und selbst bei dem ist es mir beinahe zu heikel. Denn wenn mein Hund rennt, dann rennt er. Auch wenn ein kleiner Hund im Weg steht. Deswegen heißt mein Wuff auch schon Dampfwalze.

    Was für eine schöne Geschichte! Ich glaube du warst es auch, die das tolle Bild von Hund und Tochter auf dem Liegestuhl mal eingestellt hat, stimmt das? Hunde und Kinder haben noch eine ganz andere Beziehung zueinander, als Hunde und Erwachsene. Leider gehen uns viele Instinkte im späteren Alter verloren...

    Wer stellt denn die Regel auf, dass Hundekontakte an der Leine nicht erlaubt sind. Meine persönlichen Regeln treffen nun mal nicht auf alle anderen zu. Mein Hund reagiert an der Leine auch anders als im Freilauf. Er ist schneller genervt. Deswegen gehe ich einfach weiter, auch wenn uns der andere Fiffi dann folgen sollte, oder der Hundehalter des anderen Fiffis enttäuscht ist.

    Hier siehst du eine milde lächelnde Rüdenbesitzerin, deren Hund schon lange aus der "Rüpelphase" raus ist. Die Dinge die du beschreibst haben in meinen Augen nichts mit Rüpelphase zu tun. Es hat seinen Grund warum mein Hund nicht mit Spielzeug rum läuft und warum er seine Stöcke ausgeben muss, wenn andere Hunde kommen. Es wird eben verteidigt was Seins (oder eher was er meint das seins ist) ist. Auch schlägt ein Hund einen anderen nie mit rüpelhafter Absicht einen Stock ins Gesicht. Die meisten Hundehalter springen sofort darauf an, wenn sie merken, dass ihr gegenüber absolut aufgeregt ist und sich selbst verrückt macht. ;)

    Die andere Sache hat ebenfalls nichts mit Rüpelphase zu tun, sondern mit etwas, das manche Hunde einfach nicht tolerieren. Ich würde die nächste Zeit darauf achten, dass sich niemand über den Hund lehnt. Der eine Hund bleibt dabei gelassen und der andere fühlt sich bedroht.

    Hat dein Hund Hundefreunde?

    Sowas gab es auch bei meinem Poco. Als er die Cookies-Vergiftung hatte. Wir waren beim Arzt und er stand auf dem Tisch, beziehungsweise krümmte sich auf dem Tisch und lehnte sich dabei ganz fest an mich. Das fand ich auch so einen Moment. Ich bin manchmal so ein A*sch zu ihm, weil ich so ein strenger Mensch bin und doch vetraut er mir fast blind.

    Aber so ein Erlebnis hatte ich auch mit meinem Eddy (Kater seineszeichens). Er hasst es auf den Arm genommen zu werden. Wir waren beim Tierarzt, weil er sich so oft übergeben musste und er wurde geröngt. Nach dem Röntgen ist er beim Bleischürzen-ausziehen entwischt und sprang hinter den Röntgentisch. Die Ärztin meinte noch: Och nö. Da bekommen wir sie immer so schlecht wieder raus! Doch ich habe mich nur hingehockt und meinte: "Komm her, Eddy!" und er kam. Mich hat das genauso erstaunt wie die Ärztin... Aber das hat mir auch so ein gutes Gefühl gegeben.

    Oder eine andere Situation war, als ich Poco letzten Montag bei einer Bekannten ließ, weil ich arbeiten musste. Bei der Bekannten leben zwei von Pocos besten Freunden. Und meine Bekannte erzählte mir dann, dass Poco leise angefangen hat zu fiepen als es anfing dunkel zu werden. Sie wartete dann mit dem Hund vor meiner Arbeitsstelle und als mich Poco sah, legte er sowas von los, dass er meine Bekannte nur noch hinter sich herzog (und sie ist nicht gerade eine leichte Frau und durchaus gewöhnt kräftige Hunde an der Leine zu haben). Seine Freude war so extrem, dass ich doch sehr gerührt war. Dabei wird er nie begrüßt wenn er so aufdreht.