Eben in der Fußgängerzone. Ich habe ein Päckchen abgeholt und Poco wartete vor der Tür in seinem K9, auf dessen Seiten Julius K9 stand am Baum angebunden (wir haben gerade Volksfest, was ich Dösbattel vergessen hatte). Als ich raus kam, kam gerade ein Mann mit seinem Jack Russel an und der JR hatte richtig Hass auf meinen Poco, welcher nur ein wenig winselte. Und der Mann meinte dann nur: "Schau mal wie braaaaav der ist. Der..." schaut aufs K9 "Julius... K9?"
Ich musste mir echt ein Lachen verkneifen. Hab Poco dann losgebunden und meinte: "Komm Julius K9, wir müssen!"
Beiträge von PocoLoco
-
-
Poco heißt sowas wie Wenig oder Spärlich. Nicht sehr spannend.
-
Bei uns ist das auch so. Arbeitest du, hast du keine Zeit für den Hund. Arbeitest du nicht, hast du kein Geld. Hast du keinen Garten, bekommst du den Hund nicht. Hast du einen Garten, bekommst du den Hund nicht, weil der eventuell nachher im Garten landet und nicht im Haus. Wohnst du in einer Etagenwohnung, bekommst du keinen Hund weil er Treppen laufen muss. Wohnst du in einer Etagenwohnung mit Aufzug, bekommst du keinen Hund, weil du mit dem Aufzug fahren könntest. Bist du jung, bekommst du keinen Hund weil du weder Hunde- noch Lebenserfahrung haben kannst, ganz egal ob der Familienhund den du seit 13 Jahren hattest von dir betreut wurde oder nicht. Bist du alt, bekommst du keinen Hund, weil du dann eh schon mit einem Bein im Sarg und mit dem anderen im Altenheim stehst. Übrigens ist die Altersgrenze stark variabel und der Situation entsprechend anpassbar.
Ich glaube die Liste ist unendlich erweiterbar. Mal abgesehen davon, dass du dich in dem "Bewerbungsgespräch" um ein Tier vorkommst wie ein Bittsteller und die hohen Herrschaften des Tierschutzes um eine Spende anbettelst und dann entsprechend herabgewürdigt wirst, musst du sicherlich bald einen Offenbarungseid leisten, damit dich die hohen Herrschaften überhaupt auch nur ansatzweise als Adopteur in Betracht ziehen. Natürlich kann das TH den Erfolg verbuchen, dass vermittelte Tiere nicht wieder zurück gebracht werden.... es werden aber auch keine Tiere rausgelassen! Ab und zu verschwindet mal ein Hund von der Vermittlungsliste. Aber leider weiß man nicht, was mit dem Tier geschehen ist, da es zB auf der Internetseite keine "Zuhause gefunden" oä Seite gibt. Deswegen kann man mutmaßen was da mit dem Hund passiert ist. Und nein, ich möchte niemanden etwas ankreiden und behaupte sicher nicht, dass Tiere eingeschläfert werden oder so was. Aber WER kommt denn an einen Hund aus diesem Tierheim? Mitarbeiter? Freunde von Mitarbeitern? Ist das Tier eventuell an Altersschwäche von uns gegangen? Eine Regenbogenbrücken-Seite gibt es auch nicht. Immerhin sind viele der Hunde aus den Jahrgängen 1997 bis 2003. Überhaupt werden die Hund eher kalt angeboten. Als wolle man ein Auto verkaufen, aber nicht einen Hund aus dem Heim endlich in ein neues Zuhause bekommen.
Erfahrungsberichte (die ersten Punkte oben, habe ich mir nicht aus den Fingern gesogen, sondern sollen tatsächlich so passiert sein):
Fall 1
Eine Dame hatte sich um einen Welpen beworben. Hat sich den Kleinen angeschaut, mit ihm geschmust, gespielt etc. Vorkontrolle fand statt. Dame bekam die Anordnung zur Hauseigenen Hundeschule zu gehen, sollte sie denn den Welpen erhalten. Und gerade in der wichtigsten Zeit musste der Welpe im Tierheim verbringen, anstatt die Welt draußen zu erkunden. Okay, einen Schaden hat der Hund nun nicht davon getragen, jedenfalls keinen ersichtlichen. Hund wurde frühkastriert (darüber kann man sich nun streiten, ob nötig oder nicht). Jedenfalls wurde so ein Hickhack gemacht um die Vermittlung, dass die Interessentin kurz vor dem Absprung war, bevor sie die Zusagen doch noch erhielt. Seit dem gab es weder eine Nachfrage um den Hund, noch eine Nachkontrolle. Aus den Augen aus dem Sinn? Wie auch immer, der Hund hat es gut getroffen, mit Garten, Zweithund und täglichen Spaziergängen mit Freunden. Die Hundeschule besuchen sie immer noch.Fall 2
Eine Dame mit ihren 3 Töchtern (12, 15, 18 ) bewerben sich um einen Hund. Sie wohnen in einer Etagenwohnung am ersten Stock. Wenige Treppen, in der Nähe von weitläufigen Wiesen und Feldern. Die Dame hat Erfahrung mit Hunden, kennt viele kompetente Hundehalter. Alle in der Familie gehen arbeiten oder zur Schule, aber so versetzt, dass die Haupthalter (die Dame und die 18 Jährige Tochter) immer da sind. Gut, wurde vom Tierheim auch so akzeptiert und nichts groß zu gesagt. Der Hund für den sie sich interessieren wird ihnen einfach mal so ausgehändigt, ohne das sie was unterschreiben musste und ohne Infoblatt (etwas, dass sonst üblich ist). Familie macht einen ausgedehnten Spaziergang, ist begeistert und kehrt zum TH zurück. Dort hält die jüngste Tochter kurz den Hund um ihn zu streicheln. In dem Moment kommt eine Mitarbeiterin um die Ecke und schnautzt die Familie an, was ihnen denn da einfallen würde, dass das Kind den Hund an der Leine habe (wohlgemerkt, sie standen vor der Tür an welcher sie den Hund wieder abgeben wollten), ob sie denn nicht lesen könnte. Das stand doch alles in dem "Ausführvertrag" etc. Den, wie wir uns erinnern, die Dame nicht erhalten hat. Und als sie dieses zur Sprache bringt ist die Mitarbeiterin entsetzt.
Ab da wird die Familie Woche über Woche (insgesamt ungefähr 3) hingehalten, bis die Dame endlich was konkretes wissen möchte und erfährt, dass sie sich für jemand anderen entschieden hätten, da dieser einen Garten habe.
Hund sitzt in der Zwischenzeit IMMER noch im Tierheim. Die Dame hat kein Interesse mehr und schaut sich lieber in den Tierheimen in der Umgebung um.Fall 3
Dame interessiert sich für einen Hund und bewirbt sich um diesen. Dame geht arbeiten, hat allerdings einen Notfallplan. Entweder Hund mit zur Arbeit zu nehmen, oder einen Hundesitter. Beides wird vom gesprächsführenden Mitarbeiter "überhört" und die Dame mit den Worten, sie solle sich ein Stofftier anschaffen, dass kann so lange alleine bleiben, wieder davon geschickt.
Die Dame hat jetzt einen Vermehrerhund, ist glücklich, der Hund hat ein schönes Leben und der Hund um den sie sich beworben hat, sitzt immer noch im Tierheim.Unterm Strich braucht man sich nicht zu wundern, dass immer mehr Auslandshunde hier rein kommen und Vermehrerhunde angeschafft werden.
Edit: Man, was ein langer Text.
Sorry -
Ohne die aktuelle Größe und das Alter zu kennen, kann man nur wild mutmaßen. Die Endgröße anhand der Pfoten zu bestimmen ist ebenfalls wilde Spekulation. Mein Hund müsste mindestens Rottweiler-Größe haben, wenn man sich nur seine Pfoten anschaut und er liegt deutlich unter dieser Größe.
Was sagt denn die Orga zum Rassemix? Haben die eine Idee? Für mich persönlich sieht sie sehr nach Mischling aus.
Hübsch ist sie! -
Jupp. Erst kürzlich wieder. Da hat sich eine Bekannte von mir für einen Hund interessiert. Ist beraten worden, ging mit ihm spazieren. Ihre Kinder waren begeistert (schon recht große Kinder) und alles. Sie wurden 4 Wochen lang hingehalten mit "Wir haben uns noch nicht entschieden" über "Der Kollege ist gerade im Urlaub" und ähnliche Aussagen, bis sie am Ende gesagt bekommen hat, dass sie sich für einen anderen Interessenten entschieden haben. Das war vor gut einem Monat und der Hund sitzt noch immer im Tierheim. Meine Bekannte war enttäuscht. Wenn sie ihr wenigstens gesagt hätten warum sie sie ungeeignet fanden...
Nicht nur meine Bekannte wurde so behandelt, sondern viele andere auch. Eine die ich kenne, hat einen Hund bekommen von denen, aber wahrscheinlich nur, weil sie in der angeschlossenen Hundeschule war oder so. Und das ist nun fast 2 Jahre her. Niemand hat sich je wieder für den Hund interessiert. Es wird nicht gefragt, Nachkontrollen fanden auch nicht statt...
Ach die Liste ist lang. Viele wandern ab in die Tierheime in Köln und Umgebung. Ein Hund sitzt schon seit 1998 oder 1999 im TH und es ist KEIN Listenhund.
Davon ab wie teilweise die Gassigänger dort behandelt werden... Als würde man Geld von denen wollen und nicht den Hunden einen Gefallen tun...
Aber nun, ich schreibe mich nur in Rage...
-
Zitat
Schnell hat sich die Spreu vom Weizen getrennt, sehr positiv fiel mir auch das Leverkusener TSZ auf, sehr kompetent, mit Probetagen und Wochenenden und ohne wiedergebrachte Hund weil sie wirklich zuhören.
Anscheinend muss es noch ein zweites TH hier geben, von dem ich nichts weiß. Sei froh, dass ihr dort keinen Hund gefunden habt. Das hat euch eine Menge Nerven und vergeudete Zeit erspart. Die Hunde sitzen nicht ohne Grund teilweise seit Jahren in diesem. -
Na, da hat aber jemand nen guten Fang gemacht und Frauchen schaut in die Röhre.
Besser aufpassen beim nächsten Mal!

Weder das Hühnchen noch die Panade macht dem Hund irgendwas aus.

-
Zitat
Der Hund sieht dich nicht als Rudelfühter das ist das erste was du angehen solltest! Wiederholung der Grundgehorsamkeit ist das wichtigste auch wenn er es schon kann, täglich Trainieren!
Da muss ich fragen: Woran machst du deine Aussage fest? Und hilft es mir wirklich mittels "Wiederholungen des Grundgehorsames" (wie auch immer man ihn wiederholen soll) der "Rudelchef" zu werden? Wie soll der Hund daran lernen, dass ich die Situation im Griff habe? Ich kenne einen Hund der spult dir den Grundgehorsam aus dem ff ab und trotzdem ist der Besitzer nicht der "Rudelführer". Mich interessieren die Fragen ernsthaft. -
Poco hechelt, setzt sich neben mich und stubst mich an. Auch der Blick ist ein ganz anderer, so etwas verzweifelt. Allerdings macht er das nur, wenn mal dringend groß muss, zum Beispiel Dünnpfiff hat.
-
Einem 20jährigen kann genauso gut von heute auf morgen etwas passieren wie einer 70jährigen. Und wenn die ältere Dame noch fit ist, klar im Kopf und weiß was sie will, warum nicht? Ich nehme mal an, dass sie dann auch so weit denkt und sich einen Notfallplan gemacht hat. Auch ist es durchaus möglich, dass diese Dame noch locker 20 Jahre gesund und munter lebt und dieser Hund bis dahin auch nicht mehr so fit sein wird, wie heute (wenn er es denn so lange schafft). Ich finde es super, dass du geholfen hast eine ältere Dame glücklich zu machen (wenn alles klappt) und du brauchst dir nichts vorwerfen zu lassen!
