Beiträge von PocoLoco

    Der Hund ist ein guter Erzieher, würde ich behaupten. :) Sie hat dich ganz gut im Griff und du springst.


    Hunde können tagelang hungern, ohne das sie Schaden nehmen. Flüssigkeit ist wichtig. Ansonsten wenn der Hund gesund ist, würde es das nicht bei mir geben. Wer nichts frisst, hat kein Hunger. Und damit wartet er bis zur Nächsten Fütterung. Und vorallem würde es nichts zusätzlich bei mir geben. Keine Leckerlies und nichts was der Hund später nicht als Hauptmahlzeit zu sich nehmen wird.

    Kein gesunder Hund verhungert vorm vollen Futternapf. Er erzieht sich höchstens seine Menschen zu Gourmetköchen. Es ist Sache des Menschen, ob er das mit sich machen läßt oder nicht. :)

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    aber wie gesagt, die alternative für die welpen, die ja nun mal da sind, ist keine alternative


    Die Alternative wird es aber nie geben, wenn es immer und immer wieder Leute gibt, die diese Hunde kaufen. Aber Warnungen und Hinsweise werden ja gerne auch mal bagatellisiert und klein geredet. Aus Angst, dass es diese Billigwelpen irgendwann nicht mehr gibt? Weil man sich Rassehunde nicht leisten kann und der Tierschutz einem aus irgendwelchen Gründen keine Hunde geben will?

    Ich verstehe nicht, warum Leid, Dummheit, fahrlässiges aufs Spiel setzen immer noch klein geredet wird? Warum wird in Kauf nehmen von Leid an der Mutterhündin, der bis zum Tod führen kann, als Tierliebe bezeichnet? Für mich ist es Liebe das Tier vor allem zu schützen vor was ich schützen kann und es nicht noch zu forcieren indem ich Nachbarslumpi über meine Hündin rutschen lasse und die Welpen (sofern alles gut geht) als Ups-Wurf oder Einmal Welpen haben weil das doch für die Hündin so toll ist an den nächstbesten Rosa-Brillen-Träger verschachere (übrigens die Grundimmunisierung ist nicht im Preis enthalten, machense dass mal lieber selbst).

    Ja, ich habe einen solchen Hund selber mal gekauft. Er kommt nicht mehr weg, aber ich würde es nie mehr tun. Da tun mir auch die vorhandenen Welpen nicht leid, denn solange gekauft wird, wird nett weiter produziert. Denn die Produzenten sch****n auf den Grund des Kaufes, solange das Geld fließt.

    Oh und Edit: Es wird auch auf Mitleid gesetzt. Denn bei Mitleid setzt bei manchen Menschen das Hirn aus.

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    Empfinde es halt nur als was anderes,
    - wenn ich ein TV-Gerät mit HD und 3D haben möchte und das dann danach aussuche und geliefert bekommen möchte - (ggf. auch unter dem Preis/Leistungs-Aspekt - und ja - ich kaufe da auch nicht das, was mir als "bestes", tollstes (und teuerstes) angepriesen wird, sondern gucke schon auch auf den Preis und ob es nicht auch das günstigere Gerät für meine Zwecke tut)
    - bzw. wenn ich mir einen Sozialpartner ins Haus hole, bei dem in erster Linie die "Chemie" stimmen sollte....


    Aber darum geht es doch! Gerade weil ich mir doch einen Sozialpartner ins Haus hole, muss ich mir doch im Vorfeld gewisse Gedanken darum machen, oder nicht? Oder hast du eines Tages entschieden: Heute hole ich nen Hund! und bist den erstbesten kaufen gegangen? Wohl eher nicht, nehme ich an. Aber es gibt Menschen die denken nicht an Auslastung, an Bedürfnisse des Hundes, an Beschäftigung mit und des Hundes. Das ist doch das was die ganze Zeit bemängelt wird. Es wird sich viel mehr über Pro und Cons bei Elektrogeräte informiert, als das Wesen und die Bedürfnisse eines neuen Lebenspartners. Was also ist daran verkehrt, dieses aufzuzeigen in einer Wegwerfgesellschaft, in der es darum geht was du hast und das deins besser ist als das des Nachbarn? :)

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    Ich denke, die Vergleiche vom Kauf eines Geräts, Autos etc., die hier immer wieder gebracht werden, hinken.


    Ich glaube, du hast die Aussage nicht verstanden, kann es sein? Es geht darum, dass sich die Menschen sehr viel mehr Gedanken darüber machen was sie sich als nächstes, nicht lebendes Stück ins Haus holen. Aber um ein Lebewesen wird sich weit weniger Gedanken gemacht. Verglichen wird in dem Sinne nichts, sondern nur auf einen ziemlich traurigen Umstand hingewiesen.

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    Fragt ihr euren neuen, potentiellen Lebenspartner auch erstmal nach seiner Ahnentafel, seinen eventuellen Erbkrankheiten und schaut ihr ihm ins "Maul", bevor ich ihr euch bindet und evtl. minderwertigen Nachwuchs zeugt?


    Hätte der Vermehrer meiner ersten Hündin dies alles getan bei seinen Hunden, hätte ich keinen Hund gehabt, der mit 16 Monaten frühzeitig verstorben wäre. Nämlich an einer Erbkrankheit, die nicht nur eine Rasse des Mischlings mit sich trug, sondern gleich beide prädestiniert dafür sind. Sowas dann noch mit einander zu kreuzen ist schon fast fahrlässig.

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    Schaut ihr selbst, dass ihr euch auf Erbkrankheiten, Überbiß und psychische Anfälligkeiten untersuchen lasst, bevor ihr Kinder in die Welt setzt?


    Du wirst lachen, aber ja. Ich verzichte gezielt auf Kinder, um eben meine Erbkrankheiten nicht weiter zu geben. Da ich weiß wie es sich damit lebt, erspare ich es meinen nicht zur Welt kommenden Kinder.

    Ist das alles nicht auch Angebot und Nachfrage? Würden alle zukünftigen VDH-Hundebesitzer sich vor der Anschaffung etwas mehr in die Thematik einlesen und sich etwas mehr Gedanken machen und dann eben die Züchter aussuchen, die gesunde Hunde haben und es nicht rein am Optischen festmachen, dann würde es doch diese Diskussion gar nicht geben, oder?

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    Und je mehr ich hier lese schaue ich meinen Hund an und frage mich, wann er wohl entweder tot umfällt weil krank oder uns anfällt weil nicht wesensfest.


    Das ist bei meinem Mischling passiert. Sie lag morgens plötzlich tot neben mir und wurde nur 16 Monate alt. Warum? Weil jemand gedankenlos den Rüden Y über Hündin X juckeln hat lassen, ohne sich im klaren darüber zu sein, was es erbtechnisch vielleicht für die Nachkömmlinge bedeuten könnte. Bei meiner Hündin bedeutete das den Tod. Der so schnell kam, dass sie hoffentlich nichts davon gemerkt hat.

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    Aber ich käme (und genügend andere auch) niemals auf die Idee, mich über Erbkrankheiten oder dergleichen zu informieren. Wozu auch?


    Ich bin auf die Idee gekommen. Und zwar zu dem Zeitpunkt, als ich die Bücher der Rassen aufschlug, die mich interessiert haben und die Autoren auch das ein oder andere gesundheitliche Problem angesprochen haben. Und danach sind eine Menge Rassen aus meiner Wunschliste geflogen. Und letztendlich wurde es ein Mischling. Ein leicht gestörter noch dazu, der bis heute dank seiner nicht sachkenntnisgemäßen Sozialisierung Probleme haben darf. Gott sei Dank ist er aber zugänglich genug, als das ich an den Problemen bis heute arbeiten kann (er wird bald 6 Jahre alt).

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    Komischerweise trifft sowas nie auf Mischlinge aus dem Tierschutz zu. Die sind immer gut. Obwohl da auch nicht VDH drauf steht. Da wird über Mischline her gezogen weil die Elterntiere eben nicht auf Erbkrankheiten untersucht werden konnten, aber die Tierschutz-Mischlinge sind das auch nicht. Nur schreibt da keiner - ooooh, Vooorsicht, der könnte krank oder irre sein.


    Oh doch. Diese Bedenken werden immer und immer wieder geäussert. Sei es der Hinweis der Mittelmeerkrankheiten wenn sich jemand aus dem Auslandstierschutz was anschaffen möchte, oder aber auch der Hinweis bei bestimmten Rassemischungen dort vorsichtig zu sein.

    Zumal es ein himmelweiter Unterschied ist, ob ich einen Mischling der eh da ist und ein Zuhause braucht aus dem Tierschutz hole, oder ihn bei jemanden kaufe, der aus Spaß Nachbars Lumpi über seine Hündin hat rutschen lassen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, welche Konsiquenzen sowas für Mutterhündin und auch Nachwuchs haben kann.