Beiträge von PocoLoco

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    Es gibt so viele Hunde, die scheinbar ihre Spaziergänge nur auf diese Weise fristen müssen und dabei ist es doch schön, wenn man sieht, wie Hunde untereinander agieren/spielen!

    Den meisten Tieren wird ja aber gar nicht mal die Chance gelassen, Kontakt aufzubauen...

    Darf der Hund denn nichtmehr Hund sein???


    Wenn du mir über den Weg laufen würdest, könnte es durchaus passieren, dass ich so handeln würde, obwohl ich ganz nette Hunde habe. Gründe gibt es mannigfaltig. Der Hauptgrund bei uns: Ich habe kein Bock darauf meine Hunde mit unbekannten Hunden interagieren zu lassen, ich habe keine Zeit, meine Hunde arbeiten gerade etc. Aber nur weil es einmal vorkommt, heißt es nicht, dass ich immer so bin. Ich finde es immer schwierig auf die Hintergründe von handelnden Menschen zu schließen, wenn ich sie nicht weiter kenne. Ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht mehr, was andere Menschen mit ihren Hunden machen (es sei denn es findet eine offensichtliche Misshandlung statt, was ich aber noch nie gesehen habe). Denn ich weiß halt nichts über diese Personen und deren Hunden, ausser was ich in 5 Sekunden an einander vorbei gehen sehe und das ist echt nicht viel.

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    Und mir kann keiner erzählen, dass der Hund "genug" Kontakt hat... Bedenke man einfach mal die natürliche Lebensform von Hunden und ein Mensch kann einen Hund einfach nicht ersetzen!


    Um wieder auf mich zu kommen (ja bin ziemlich egoistisch). Könntest du mir und meinen Hunden ablesen, dass meine Hunde jeden Tag für ungefähr 2 Stunden mit ihren Freundeshunden spielen? :)

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    Oder seh ich das womöglich völlig falsch??


    Du siehst es womöglich falsch, weil du einfach gar nichts von den Hunden und deren Menschen weißt, die euch über den Weg laufen. Du triffst diese Leute für ein paar Sekunden, oder wenn es hoch kommt für eine Minute, du weißt ja gar nicht, was diese Menschen mit ihren Hunden machen, wenn sie nicht gerade auf euch treffen. :)

    Passt die schwarze/schleierverhangene Gestalt die meine Oma gesehen haben will auch dazu? Ich mein ich hätte es schon erzählt hier. Aber als eine Verwandte damals starb schlief am Tag der Beerdigung eine andere Verwandte bei meinen Großeltern. Meine Oma mit ihr zusammen im großen Bett im Schlafzimmer, mein Opa im Wohnzimmer auf der Couch. Die Frauen haben sich noch unterhalten und haben dann geschlafen und meine Oma schreckte auf und sah halt diese Gestalt im Schlafzimmer am Fuße des Bettes auf und ab gehen. Meine Oma schrie auf und weckte somit die Bekannte, die aber die Gestalt nicht mehr sah. Diese war verschwunden. Oma hat diese nie wieder gesehen (also die Gestalt). Sie beschrieb sie als schwarz, groß, wie mit Tüchern verhangen, ein Gesicht konnte sie nicht erkennen. Sehr gruselig also.

    Wenn sie schon dabei ist ihr Geschäft zu machen, ist es schon zu spät. :) Es geht auch nicht darum, dass der Hund unter allen Umständen so lange wie möglich einhalten soll, es geht nur darum das er lernt, dass es bestimmte Stellen gibt, auf denen es okay ist zu machen. Bei mir ist es folgendermaßen. Wenn wir aus dem Haus raus kommen, geht es rechts hoch, über die Straße. Dort ist eine Wiese, wo sie machen dürfen. Das heißt ich gehe mit den Hunden im Hier (ähnlich halt dem Fuß) aus dem Haus und bis zu der Wiese wo es dann mit dem Hörzeichen Okay das Los gibt. Das sind keine 2 Minuten in denen sie warten müssen. Würde ich zwischendrin stehen bleiben und ihnen Zeit zum Schnüffeln auf der Wiese direkt am Haus geben, würden sie auch dort hin machen. Mit der Zeit hat es jeder Hund bisher rausgehabt, dass an der Leine nur bei Okay Geschäfte erlaubt sind.

    Genauso wie mein Rüde unter keinen Umständen irgendwelche Häuser/Zäune/Laternen etc anzupinkeln hat. Mit Nein konnte ich diese Aktion bisher immer unterbrechen.

    Habe mal grad geschaut. Du hast eine Labrador-Dame. Die ist scheinbar sehr über die Nase orientiert. Meine Beagle-Mix Dame damals war das auch. Hatte aber an der Leine kaum Zeit und Gelegenheit dazu.

    Als ich meine Hündin bekam war die auch so. Alles war interessant und unbekannt. Und ich habe sie die erste Zeit auch schnüffeln lassen, eben die Welt erkunden lassen. Auch wenn es dann oft was länger gebraucht hat, aber wenn die Dinge um sie herum erstmal Alltag geworden sind, lenken sie nicht mehr ab und sie und auch ich können uns aufs wesentliche konzentrieren.

    Ich finde beim Unterscheiden zwischen "Interessant riech" und "Hinmachen wollen riech" bei einer Hündin deutlich einfacher als bei einem Rüden. Ich habe meinen beiden Hunden allerdings direkt bei gebracht: "Geschäft nur auf Okay an der Leine". Bedeutet das ich zu Beginn des Marsches eine Stelle aussuche wo sie dann mit einem Okay machen dürfen. Das beinhaltet das große und kleine Geschäft. Ansonsten ist das Geschäft erledigen an der Leine tabu. Eben damit es nicht zu diesen Unfällen kommt. Klar immer lassen sie sich nicht vermeiden, wenn es mal ganz dolle drückt, aber es minimiert das wilde "Machen" beträchtlich.

    Da ich häufig auch mit Sterbenden zu tun habe, bin ich da auch immer etwas gegruselt. Nicht jeder der im Sterben liegt, ist noch soweit bei Bewusstsein, dass er mir sagen kann was er gerade sieht, fühlt oder riecht. Aber was ich bisher gesagt bekommen habe, handelte sich nie um einen schwarzen Mann oder ähnliches, sondern bisher immer nur von bekannten Personen. Ein Fall weiß ich noch, weil es Heilig Abend war, es wurde bereits dämmerig und eine Dame von der wir wussten das sie stirbt sagte zu mir, dass sie es schön fände das Tante Klara (sie nannte einen anderen Namen, aber ich weiß ihn nicht mehr) auch da sei und deutete zum Fußende des Bettes, wo natürlich niemand stand. Ich hatte in dem Moment eine richtige Gänsehaut. Gut 1 Stunde später verstarb die Dame in meinem Beisein.

    Usedom... ja, damit verbinde ich auch meine eigenen Erinnerungen. Jugendfreizeit damals. Ich war... 11 oder 12 irgendwas um den Dreh. Da war ich mit meiner Schwester auf Jugendfreizeit in Usedom in einer Jugendherberge. Ich war mit meiner Schwester und einem weiteren Mädchen auf einem Zimmer und die Jungs erzählten uns immer von schwarzen Mann, der gern an die Fenster der Mädchenzimmer käme. Ich habe natürlich während des ganzen Aufenthaltes niemanden gesehen, aber meine kleine Schwester hatte so eine Panik, dass ich bei ihr im Bett schlafen musste. Besonders schlimm war es mal eines späten Abends als der Strom ausfiel. Das die mir keinen Herzkasper bekommen hat, war alles. Zumal alle Zimmer auf Erdgeschossebene lagen und man wunderbar von draußen rein sehen konnte, wenn man wollte.

    Deswegen sollte man die Calming Signals, oder Beschwichtigungssignale nicht einzeln sehen, sondern im Zusammenhang mit der kompletten Körpersprache und der aktuellen Situation. Gähnen ist auch nicht immer eine Beschwichtigung, denn passiert es kurz nach dem Aufwachen, würde ich nicht auf die Idee kommen zu denken, dass mein Hund gerade beschwichtigt. Genauso wenig wenn der Hund gerade nach dem Fressen/Saufen/Schnüffeln ist und sich die Nase leckt.

    Auch wenn er erst kurz da ist, finde ich einen so teilnahmslosen Welpen nicht wirklich normal. Und das Nachlaufen, dass eigentlich eine natürliche Sache ist, klappt bei dem Welpen ja nur wenn der andere Hund dabei ist.

    Wo kommt der Welpe denn her? Wie ist er aufgewachsen? Wie wurde er sozialisiert? Hatte er viel Menschenkontakt? Ist er vielleicht neben dem Durchfall und Erbrechen noch anderweitig krank? Wurde er mal richtig vom Arzt durchgecheckt?

    Ich rede auch sehr viel mit mir selber... wenn der Hund grad da ist (oder der Kater) werden die in das "Gespräch" mit einbezogen.

    Allerdings habe ich mir abgewöhnt meinem Rüden zu sagen, wenn wir Akima (die Hündin meiner Schwester) besuchen fahren. Der wird mir dann einfach zu nervös.