Beiträge von PocoLoco

    Nun, es ist zwar schön wenn Hund einen Artgleichen Partner haben kann, allerdings ist es damit nicht getan.

    Je nach Mensch und Hund kann es anstrengend sein und ich persönlich war bei Zweithund eins und auch bei Zweithund zwei FROH das ich mich auf meinen Rüden draußen fast 100% verlassen kann. Das heißt ich kann bei ihm meine Aufmerksamkeit vernachlässigen. Er hält von sich aus Kontakt, achtet selber darauf den Anschluss nicht zu verlieren, jagt nicht, wildert nicht macht auch sonst keinen Unsinn. Allerdings ist er bei Begegnungen mit anderen Hunden jetzt etwas wählerischer geworden. Aber nichts, was man nicht im Griff hat.

    Warum ich froh bin? Mein erster Zweithund war sehr krank, hat viel nach Fressbaren draußen gesucht und auch weniger fressbares gefressen. Darüber hinaus hatte ich alle Hände voll zu tun sie vom Nachrennen hinter Joggern, vom Begrüßen aller Menschen die uns entgegen kamen und noch so andere Spirenzien abzugewöhnen. Das heißt der Hauptteil meiner Aufmerksamkeit lag bei ihr.

    Bei meiner jetzigen Zweithündin ist es ähnlich, nur das bei ihr das Hauptthema Jagen ist. Auch hier muss ich sehr oft meinen Rüden Aufmerksamkeitsmäßig vernachlässigen. Das liegt unter anderem auch daran, dass für mich der Freilauf der Hunde ein absolutes MUSS ist (ja, es gibt auch gute Gründe warum es nicht geht) und solange es für mich zu managen ist, möchte ich die Möglichkeit dazu bieten und deswegen habe ich mein Hauptaugenmerk auf meine Hündin.

    Es gibt desweiteren auch Unterschiede im Verhalten der Hunde untereinander. Meine erste Hündin wurde von meinem Rüden akzeptiert, man spielte miteinander und das war's. Meine jetzige Hündin ist unglaublich eng mit meinem Rüden verbunden. Man kann sagen: Da haben sich zwei gefunden. Die liegen zusammen, kuscheln, knutschen, putzen sich gegenseitig, nutzen sich gegenseitig als Kissen etc. Alles nicht denkbar mit der ersten Hündin. :) Es ist herzschmilzend den Beiden beim "sich lieb haben" zu zuschauen (vermenschlicht ausgedrückt) und ich bin froh, dass ich meinem Rüden das bieten kann.

    Desweiteren, und das ist euch eh schon klar nehme ich an, steigen die Kosten. Je nach Stadt die Steuern (bei uns bei 2 Hunden gleich das vierfache von dem was man für nur einen Hund zahlt), die Versicherungen, die Arztkosten, die Futterkosten, unter Umständen wie bei mir, die Stromkosten (denn was ich mit 2 Labrador-Mischlingen saugen muss ist der Hammer). Auch wird es schwieriger die Hunde mal eben los zu werden. Ein Hund wird von den meisten meiner Bekannten genommen, zwei Hunde eher nicht (wenn ich sie mal wegen irgendwas zwischenparken muss). Die Logistik ist eine völlig andere. Man neigt bei gut funtionierenden Mehrhundhaushalten dazu, diese Fakten zu vergessen. Aber sie sind nunmal da und ein Zweithund hat nicht nur Vorteile.

    Ein Nachteil den mein erster Zweithund hatte: Sie hat meinem Rüden das Allein sein abtrainiert.
    Vorteil meines zweiten Zweithundes: Sie hat meinem Rüden gezeigt, dass es okay ist mal allein zu bleiben.

    Man muss es abwiegen ob man für das Abenteuer bereit ist oder nicht. Wenn ja, kann ein Zweithund eine absolute Berreicherung sein.

    Meine jetzige Hündin ist aus der Türkei, kam als Pflegehund zu uns, aber sie ist so perfekt (ausser der kleinen Jagdmacke), dass ich sie nicht wieder her geben könnte. :)

    Ich persönlich würde es nicht tun. Ich sehe zu, dass ich die Spaziergänge möglichst in die kühleren Tageszeiten lege und das genügend Wasser in der Nähe ist, damit sie trinken und sich abkühlen können, wenn sie es wünschen.

    Mir wurde schon anderes gesagt, aber ich denke das das Hundefell auch einen Zweck hat. Ob es nun gegen Kälte oder Hitze schützt. Bedenke auch, dass der natürliche Nässeschutz deines Hundes wegfallen wird und er dann Gefahr laufen kann an einem regnerischen Tag sich schneller eine Erkältung oder anderweitige Infektion einzusammeln.

    Meine Beiden haben unterschiedliches Fell. Mein Mädchen eine riiiiiiieeeeesen Menge an Unterwolle, die ich momentan mit Furmi und bevorzugt mit einer Drahtbürste raus hole. Mein Rüde hat weniger Unterwolle und dafür etwas drahtiges Fell. Der wird gar nicht behandelt, obwohl er stellenweise recht langes Fell entwickelt hat.

    Das erste Video ist der Hammer. Ich dachte zeitweise, dass das Video angehalten hat, weil der Hund sich ja gar nicht mehr bewegt hat. hehe

    Das zweite Video ist auch toll. Es zeigt eine tolle Freundschaft von Wesen, die eigentlich nichts mit einander gemein haben aber gleichzeitig doch wieder so gleich sind. Fr. Askani hingegen hat mir einen Dämpfer verpasst damals, als sie vor laufender Kamera einem der Wölfe den Flexileinen-Kasten ein/zweimal drüber gezogen hat. Aber vielleicht muss man Wölfe so behandeln, ich kenne mich nicht damit aus. :ka:

    Btw: Ich lese ständig "Hund TRITT Wolf" anstatt trifft. Furchtbar.

    Diese Ängste sind nicht von dir gemacht, sondern ein Sozialisierungsversäumnis des Züchters, was mich an einem seriösen und guten Züchter zweifeln läßt. Ich hoffe, dass dein Mops gesundheitlich wenigstens einigermaßen auf der Höhe ist.

    Das er dir in die Wohnung gemacht hat, kann ein Zeichen von Stress sein. Immerhin ist er erst ein paar Tage bei dir und realisiert wohl jetzt auch, dass er keinen Ausflug macht, sondern bei dir bleibt. Daraus resultiert neben der schlechten Sozialisierung noch das Problem, dass er noch gar nicht weiß das mit dir an seiner Seite ihm nichts passieren wird.

    Es wird nichts bringen den Hund den angstmachenden Situationen nicht mehr auszusetzen. Er muss lernen, dass alles in Ordnung ist. Mein Rüde hatte ein ähnliches Problem am Anfang. Er hatte Angst vor den Bussen und Laster die hier fahren (ist mir regelmäßig ins Gebüsch gesprungen), hatte Grusel vor fremden Menschen und anderen Alltagsgegenständen im Halbdunkeln oder Dunkeln. Ich habe ihn möglichst oft in diese Situationen gebracht und ihm die Zeit gelassen, sich den Angst machenden Objekten zu nähern und festzustellen, dass nichts schlimmes passiert (das gilt natürlich nicht für fahrende Autos und Busse ;) ). Je mehr sich unsere Bindung gefestigt hat umso weniger hatte mein Rüde Probleme draußen.

    Es gilt Geduld zu zeigen. Führe deinen Hund behutsam an die Dinge heran die ihm Angst machen. Mach die Dinge zu etwas positivem, in dem du ihn mit Futter belohnst oder was auch immer er als Belohnung besonders toll findet. Lasst euch Zeit, gib dir nicht die Schuld und vorallem bleib locker. Wenn du dich anspannst, merkt der Fiffi das sofort und ist selbst gleich noch mal so nervös. :)

    Ja, da hatten wir so um die 20 bis 25 Grad. Wir waren am See und das haben die Beiden ausgenutzt. Nur war meinem Rüden anschließend so kalt, dass er geschlottert hat und sich nass wie er war an mich drücken wollte. Ich habe die Wassertemperatur offenbar unterschätzt. :hust: