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1. Ich würde nicht unterstellen, dass ein Hund kognitiv in der Lage ist, zu begreifen, welche Beweggründe ein Mensch gerade hat, einem das Futter wieder wegzunehmen. Hunde sind klug, aber so viel traue ich ihnen dann doch nicht zu.
Echt nicht? Ich ja. Es ist doch was anderes ob ein Hund Futter von mir zu Hause gegeben bekommt, oder er es draußen im Gras irgendwo weit ab von mir findet. Ich denke schon, dass ein Hund lernen kann, dass die Dinge die ich ihm gebe okay sind wenn sie gefuttert werden und Dinge die er zufällig aufstöbert nicht okay sind. Mein Rüde "fragt" sogar zu Hause ob er zufällig gefundene Dinge fressen darf, indem er mir den Gegenstand zeigt (passiert mal mit einem ollen trockenen Brötchen, dass meine Kater runter geworfen haben). Genauso macht er es draußen, wobei er draußen alles liegen läßt, ausser Obst (bevorzugt Äpfel). Hunde lernen sehr wohl Ortgebunden (frag mal die Leute die immer sagen "Komisch, auf dem Platz in der Hundeschule kann er alle Kommandos und hier macht er gar nichts von dem was er gelernt hat"). :) Indem Sinne: Ja, sie unterscheiden, wenn man es ihnen beibringt, oder sie wollen.
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2. Es geht darum, dass man es üben soll, damit man es in einem Notfall (wenn der Hund etwas findet,dass nicht gut für ihn ist) wieder wegnehmen kann, ohne dass es größere Probleme gibt. Das ist doch, zumindest aus meiner Perspektive, der Sinn von dem ganzen, oder nicht?! Man übt sowas ja nicht einfach nur damit man es machen kann.
Und wie soll der Hund dieses "wegnehmen können" begreifen, wenn er beim Fressen in seiner sicheren Umgebung gestört wird? Wäre es da nicht besser ein gut sitzendes "Aus" "Pfui" oder "Nein" zu lernen, damit der Hund genau weiß was Sache ist und nicht nur einfach denkt, dass du den leckeren Knochen plötzlich doch wieder in Besitz nehmen willst? Denn wenn der Hund lernt, dass ein "Aus" kein Konkurenzgehabe von dir ist, hat er auch keinen Grund mehr dich anzuknurren. Aber es gibt halt leider Leute die meinen, dass sie immer auf Konfrontation gehen müssen und das finde ich eben schade.
Gegen das Üben an sich habe ich ja nichts. Ist auch völlig legitim. Nur ich habe was gegen das "Mein Hund muss sich jeder Zeit das Essen weg nehmen lassen und darf nicht knurren und das übe ich auch jeden Tag mit dem Futternapf". Ich bin fast schon davon überzeugt, dass die meisten knurrenden Hunde nur deswegen knurren, weil sie eben ständig beim Fressen gestört werden. 