Beiträge von PocoLoco

    Schon bemerkenswert, wenn man bedenkt wie lang ich gebraucht habe, folgende Situation zu verstehen.

    War mit den Hunden auf der Arbeit. 9 Stunden lang und anschließend noch gut 1 1/2 Stunden spazieren. Beide Hunde gingen anschließend eine gute Hundelänge an der Leine hinter mir her (was bedeutet, dass sie geschafft sind). Ich biege in unsere Straße ein, als plötzlich beide Hunde nochmal Gas geben und vor mir her tanzen. Nasen hoch in die Luft und gib ihm. Ich dachte erst: Och, die wissen das wir gleich zu Hause sind. Und es dauerte eine ganze Weile bis ich verstand: Vor uns ging ein Pärchen und besagtes Pärchen hatte sich kurz vorher an unserem schlesischen Wurstwagen Wurst gekauft. Diese war nur in dieses Papier gewickelt und schien gut genug zu duften, dass beide Hunde nochmal alle Kraft zusammen genommen haben.

    Aber sah schon urkomisch aus, wie beide mit hoch erhobenen Nasen so vor mir her getänzelt sind und ich mich unnötig gefreut habe, dass sich beide aufs Zuhause freuen... Ach ja. Aber es war nur die gute alte Wurst. Am liebsten hätte ich getestet was passiert wäre, wenn ich noch ein wenig näher am Paar dran gewesen wäre....

    Es gibt da einen Trend bei uns, der mir auffällt. Der nervt mich jetzt nicht so wirklich, verwundert mich jedoch und ich denke mir dann immer, warum die betreffenden Hundehalter nicht merken, dass es kontraproduktiv ist was sie da tun.

    Vor ein paar Wochen stand ich vor einem Büro draußen und wartete und mit dabei stand ein Mann mit Tochter (nehme ich an) und dem Freund der Tochter (nehme ich an) und einer recht hübschen JR Dame. Und der Mann hat konstant und dauernd auf seinen Hund eingeredet. Das kleine Ding kam gar nicht dazu runter zu fahren und zu entspannen, weil immer dann wenn sie sich mal setzte oder gar legte, der Mann sie wieder ansprach und sie natürlich sofort drauf ansprang.

    Heute dann war ich nach der Arbeit mit den Hunden unterwegs, beide haben in einem Bachlauf gespielt und es kam eine Dame mit einem Aussie vorbei. Der war recht imposant und erinnerte mich schon eher an einen Berner. Vielleicht war es auch ein Mix aus beidem. Und auch sie redete konstant auf den Hund ein. "Sammy komm! Na komm weiter. Sammy komm...!" und so ging das und sie selbst stand ebenfalls in der Gegend rum, während Sammy einen auf Macho machte und meinen Rüden damit versuchte zu imponieren, indem er alle Gebüsche im Umkreis von 3 Metern blattweise markierte. Mein Rüde schnüffelte einmal, schaute dann mich an und ging wieder ins Wasser.

    Ich musste schlussendlich hinter dem Gespann her (weil ich auch irgendwann heim wollte) und ich hörte die Besitzerin in einer Tour "Sammy, komm schon!" sagen.

    Nervt die das nicht irgendwann selbst?

    Ich rede schon recht viel mit den Hunden. So ist das nicht. Wenn Rosie durchs Wasser tobt und dann zu mir kommt, frage ich sie auch, ob sie Spaß hat. Aber bei sowas banalem wie ein einfaches Weitergehen, laber ich sie beide nicht ununterbrochen damit zu. Da wird einmal "Weiter!" oder "Komm!" gesagt und wer bummelt muss schauen wie er voran kommt, wenn er uns verliert. Genauso scheuche ich sie nicht andauernd auf wenn sie sich dann mal hinlegen (was bei meinem Rüden eh an ein Wunder grenzt) indem ich sie andauernd anspreche.

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    Hatte geplant, mir 3-4 Wochen Urlaub zu nehmen, um von Anfang an viel Zeit mit meinem Kleinen verbringen zu können. Eine Bindung aufbauen. Das alleine sein üben, usw...


    Du fragst ob das realistisch ist und ich kann nur sagen: Wohl eher nicht. Es gibt Hunde die beim Alleine bleiben Training ein Naturtalent sind, aber darauf das man einen solchen bekommt, sollte man sich nicht verlassen. Vorallem nicht in dem von dir angestrebten Alter.

    Du musst dir jetzt schon Gedanken machen, was wird, wenn dein Hund in der Zeit nicht lernt alleine zu bleiben. Das gilt für einen Welpen ebenso wie für einen erwachsenen Hund.
    Ausserdem musst du über Alternativen nachdenken, wenn du den Hund mal nicht zu Hause lassen kannst weil er zB krank ist, etwas im Haus gemacht wird, das Stress für den Hund bedeuten kann (war bei mir kürzlich als hier eine Wohnung renoviert wurde und es unheimlich laut war).
    Desweiteren kann es durchaus vorkommen, das du an manchen Tagen entweder nicht sofort nach Hause kannst, oder aber nochmal weg musst und wenn ein Hund dann schon so lang alleine war, wäre es ihm gegenüber unfair.

    Und dann muss man noch schauen, ob man dem Hund einen Gefallen damit tut, zwischendurch heim zu kommen und dann wieder zu gehen. Für meinen Rüden wäre das nämlich noch mehr Stress, als wenn er komplett allein bleibt.

    Grundsätzlich spricht nichts dagegen einen Hund auch allein zu lassen. Für mich persönlich sind 10 Stunden wirklich am Rande des Machbaren und da würde ich immer überlegen, ob man überhaupt was vom Hund hat, wenn man ihn solange nicht sieht.

    Ein Welpe allerdings ... hm. Das ist wie russisches Roulett. Da kann ganz schnell ein Schuss losgehen und zwar nach hinten.

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    Aber ich denke es wird genauso gewissenhafte Züchter geben, die genau darauf achten. Genauso wie bei Rassehundezüchter. Da gibt es auch solche und solche. Aber die Meisten hier sperren sich ja schon bei dem Gedanken, dass 2 Rassehunde absichtlich miteinander verpaart werden.


    Es wurde bereits von ein paar Usern geschrieben, dass eine Mix-Verpaarung um eine Leistungssteigerung bei Arbeitshunden zu erreichen durchaus sinnvoll ist. Keine Leistungssteigerung hat man zB bei der Verpaarung Aussie/Pudel. Da geht es rein ums Aussehen und zum Teil falsche Versprechungen und dagegen ist der Großteil der User hier.