Meine Hunde durften trotzdem nicht tun und lassen was sie wollten, auch wenn ich mich nicht 3 - 4 mal am Tag für 3 - 5 Minuten hingesetzt haben und sture UO wie Sitz und Platz mit denen gemacht habe.
Wenn sich mein Hund von sich aus hin gesetzt hat und mich an geschaut hat, habe ich Sitz gesagt und das bestätigt und wenn er sich hin gelegt hat und ich habe es gesehen, habe ich Platz gesagt und es bestätigt. Wenn mein Hund im Freilauf freudestrahlend auf mich zu gelaufen kam, habe ich Komm gerufen und ihn animiert noch schneller zu mir zu kommen und das belohnt und fertig.
In dem Alter standen bei uns Dinge wie Nein oder Pfui als Mantra gesprochen eher auf dem Plan und so haben wir den Knirpsen ihre Regeln erklärt.
Richtig angefangen zu üben habe ich auch erst mit 6 Monaten und trotzdem war mein Hund immer weiter als gleichaltrige.
Also lieber den Hund beobachten und das bestätigen, was er eh anbietet, als ihm Übungseinheiten vor zuschreiben.
Es ist ja auch nicht nur, das der Hund dann später hibbeliger sein kann oder ähnliches. das Problem ist einfach, wenn du nun schon 3 - 4 mal 3 - 5 Minuten verlangst, fordert der Hund in 3 - 4 Monaten vielleicht dann 10 - 15 Minuten und das vielleicht 6 - 8 mal am Tag und so weiter. So kann man sich auch einen "Profisportler" erziehen, den man nicht mehr vernünftig in den Tagesplan integriert bekommt, weil er eine 24/7 Bespassung will und gar nicht mehr zur Ruhe kommt. Wie gesagt kann, nicht muss. Manchmal ist weniger eben mehr.