Beiträge von Cerridwen

    So ich wurde gerade angerufen.
    Wir können morgen Vormittag den Hund haben. Ich muss ihn nur bis spätestens um 10 abgeliefert haben.
    Bedeutet, das wir von 8 Uhr an alle Zeit der Welt hätten.

    Ich würde sagen wir treffen uns am Ostkreuz und können dann gemeinsam hochgehen - ca. 15 Minuten Fußweg an der Rummelsburger Bucht entlang - und holen den Probanten und dann schauen wir mal.

    Schicke gleich noch mal eine Mail.

    Dein Hund rennt auf die Straße, unterschreitet die Individualdistanz des anderen und der soll das stillschweigend hinnehmen?
    Und du willst einem Menschen vorschreiben, wo dieser sich mit seinem Hund aufhalten soll?
    Würdest du das auch sagen, wenn es jetzt statt einem Neufi ein Jacki an der Leine gewesen wäre, der deinen ein paar über die Mütze gegeben hätte?

    Es geht doch gar nicht darum, ob ein Thema klar ist oder nicht.
    Die vielen Threads gibt es einfach, weil es immer noch in Hundeschulen, bei Züchtern, in Hundesportvereinen, bei TA und auch noch in vielen Büchern immer wieder gern "altes" Wissen verbreitet wird.

    Das liegt aber nicht an Studien, Verhaltensforschern, Literatur oder vielem anderen, sondern an jedem eigenen Hundehalter selbst.

    Zitat

    Das Interessante ist m.E. die Tatsache, daß hinter dieser Studie eine renommierte Universität steht. Also nicht nur einer der üblichen selbsternannten Hundeexperten. Dadurch bekommt die - zugegeben nicht ganz neue - Aussage mehr Gewicht. Damit kann man endlich mal wirklich wissenschaftlich fundiert den Dominanztheoretikern die Stirn bieten.

    Nun es ist doch aber nun auch nicht die erste Studie zu diesem Bereich und schon viele andere haben das schon in Literatur ihre Ergebnisse ausgewertet und man kann diese überall kaufen oder ausleihen.

    kurze Runde:
    Nur Leine und Tüten.


    Mittlere Runde mit Option vielleicht auf den HuPl zum Spielen zu gehen:
    Leine, Tüten, Leckerbeutel, Clicker und vielleicht ein Mot oder einen Ball


    Richtig große Runde oder Ausflug:
    Leine, Tüten, Wasser, Leckerliebeutel, Clicker, Ball, (Futter)dummy, Pfeife


    Im Auto:
    Erste Hilfe Set, Wasser, Bürsten,

    Immer dabei
    Schlüssel, Papiere, Handy´s,

    Zitat

    Cerridwen, wenn du Kunden hast, die ein jahrelang festgefahrenes Verhalten innerhalb von 2 Stunden erkennen und dauerhaft ändern, dann hast du aber die absoluten Ausnahmehundehalter ;-)

    Nun warum sollte es ein Ausnahmehundehalter sein, dem erklärt wird, was er machen soll und warum und warum es so ist und er das in 2 Stunden den Grund und die Bewandnis dahinter versteht? Was anderes wurde doch bei Diana auch nicht gemacht. Umsetzen muss sie es alleine, da steht doch auch niemand hinter und knallt mit der Peitsche, wenn es mal nicht der Fall ist.
    Nur das Diana nun eine Woche auf dieser Position belassen wird und halt eben dann irgendwann der 2 Schritt erfolgt.
    Warum also nicht schon direkt einen weiteren Schritt miteingebunden? Was ist denn mit der Körpersprache, was ist mit Aufmerksamkeit, was ist mit Kontakt?

    Im Umkehrschluss heißt es ja, das alle Menschen, Hundehalter, die eben eine Maßnahme nicht in einer Sitzung verstehen und es geht um das reine verstehen, denn Umsetzung macht der Hundehalter ja alleine, ja total "dumm" wären.
    Auch Diana muss ja nun nach 2 Stunden Einweisung das nicht beachten alleine umsetzen.

    Hunde arbeiten nach dem Prinzip, ob sich ein Verhalten lohnt oder nicht. Wenn ich also ein nervendes Verhalten ignoriere, dann lohnt es sich nicht für den Hund und es wird weniger gezeigt. Aber woher soll der Hund denn ein lohnendes Verhalten erkennen, wenn er es nicht angezeigt bekommt?
    Mein Großer sagt dem Kleinen sehr wohl was er zu tun und zu lassen hat und der "belohnt" ihn auch, nämlich durch Körperkontakt oder durch Freigabe von Spielzeug. Auch gibt der Große dem kleinen Monster Signale durch seine Körpersprache, in den er ihm sagte, das er vorgehen kann oder hinter ihm bleiben soll, oder das er nun mit ihm spielen möchte.

    Noch einmal, ich halte das ignorieren als sehr effektiv, nur ist es für mich von der Zeitspanne zu lang, weil es meiner Meinung nach einfach effektiver ist, wenn man situationsbedingt ignoriert und damit doch eigentlich viel klarere Signale gibt und zum anderen, das man neben dem Ignorieren schon den nächsten Schritt hätte mit reinnehmen können.

    Nimmt man das Amichin Bonding. 4 Grundelemente und alle 4 werden gleichzeitig angewandt und haben genau den Effekt, der hier erzielt werden soll, nämlich, das man den Hunden die Führung abnimmt und selber die Führung übernimmt. Aber selbst dort wird von Belohnung für gutes Verhalten gesprochen, genauso wie von situationsbedingtem Ignorieren bis Hund sich entspannt oder sich etwas anderem zuwendet + eine gewissen Zeit länger.

    Zitat

    couchpotatoe hatte doch geschrieben, dass der Hund wieder abgeleint wird, wenn er sich entspannt hat. In dem Fall ist die Belohnung also "unangeleint" sein.

    Nun dann müsst aber der Hund genau beobachtet werden und genau in dem Punkt wieder abgeleint werden, wo die Entspannung einsetzt. Das macht aber die Entspannung wieder kaputt.

    Nun es ist ja auch völlig okay, wenn man nicht mit Futter oder Spiele bestätigt, aber wenn ich das hier alles richtig verstanden habe, bekommen die Hunde eine Woche lang gar keine Beachtung - sie sollen ja eine Woche lang ignoriert werden - und dem entsprechend keine Belohnung.

    Zitat

    Wer einen Hund möchte, der nur des Futters wegen neben einem hertrabt, der mag dies tun. Für mich macht eine Beziehung mehr aus, als Futter und Spielzeug ;-)

    Meine Hund lieben Futter und Spielzeug, aber sie traben nicht deswegen neben mir her.
    Richtiger Einsatz von Motivation und Lohn ist genauso sinnvoll, wie zum richtigen Zeitpunkt zu ignorieren.
    Das ist ja bei uns Menschen nicht anders oder geht hier irgendjemand ohne Lohn zur Arbeit? Oder lebt hier irgendjemand in einer Beziehung, wo man sich nicht mal gegenseitig motiviert, wie auch immer?

    Natürlich macht man einen Schritt nach dem anderen. Aber warum dauert der erste Schritt eine Woche? Gut wenn man sich nicht selber kontrolliert, dann kann es schon sein, das der Hund immer noch gewinnt, aber wenn man sich selbst unter Kontrolle und das Prinzip verstanden hat, ist der Drops für den Menschen schon nach 2 Stunden gelutscht und ich kann Schritt zwei erklären. Wenn ich das Prinzip nicht verstanden habe, dann nützt es auch nichts, wenn ich eine Woche meinen Hund nicht beachte. Natürlich ist dann die Beachtung wieder Lohn, aber wenn ich den Hund eine Woche nicht beachten darf, dann bekommt er ja auch eine Woche keinen Lohn und keine Bestätigung und wie soll der Hund denn dann wissen, das ruhiges und entspanntes Verhalten das richtige ist?

    Es werfe den ersten Stein, der einen "wildgewordenen" Hund mit einem normalen Gewicht zwischen 50 und 70 kg - Zug- und Fliegkräfte mal dazugerechnet.

    Da habe ich bei meinem 30 kg Hund schon arge Probleme und der mit 10 kg kann da auch ganz schön Kraft entwickeln.
    Ich würde keinen kennen, der einen so schweren Hund der aus dem Nichts losschießt noch halten kann.