Ich persönlich würde die Hunde auch nichts unter sich ausmachen lassen. Bis zu einem gewissen Grad lasse ich es noch zu, aber wenn der eine den anderen pisakt und der ist schon genervt, dann ist auch Schluss und ich interveniere.
Meine zwei Jungs haben sehr schnell gelernt, wer im Haus das sagen hat und wer nicht.
Ich halte auch nichts davon, das ich einen Hund bevorzuge und den anderen zurückstelle. Weil das bekanntlich eher Probleme schafft, als das es nützt. Besonders wenn sich in der Lebenssituation etwas ändert.
Was das kastrieren angeht, manchmal kann es helfen, den der immer eins auf die Mütze bekommt, also wirklich unten steht - das sollte man aber mit einem Therapeuten oder Trainer begutachten - kastrieren zu lassen, weil dieser dann seine Ansprüche etwas zurückschraubt und nicht mehr so auf seine Poition besteht. Aber das ist halt Geschmackssache.
Wenn der Hund meiner Freundin da ist - nicht kastriert - hat der trotzdem nichts zu sagen, sondern mein Kastrat. Das ist auch so, wenn wir bei meiner Freundin sind.
Zum anderen würde ich auch raten, das du mal schaust, wie du deine Position stärken kannst, manchmal reicht es völlig aus, den Hunden klar zu zeigen ich bin hier die Nummer 1 und diese Position ist nicht vakant also Ruhe auf den niedrigen Plätzen. Ich merke es zum Beispiel sehr deutlich an meinem Mann, der von mir auch immer wieder einen hinter die Löffel bekommt, weil er einfach sich mit den Hunden auf eine Position stellt. Die Jungs machen mit ihm was sie wollen und er macht sich zum Lurch. Gestern hatten wir wieder eine Situation, wo mein Mann nachgegeben hätte, wenn ich da nicht konsequent meinen Mann angemault hätte.
Ich habe zwei Rüden - gut beide kastriert - und keinerlei Probleme. Die kennen ihren Platz und es gibt unter den Beiden zwar einen "höheren" aber auch nicht so, das diese Führungsqualitäten hätte. Es gibt auch so keine Spannungen, wenn auch kleinere spielerische Raufereien.