Beiträge von dragonwog

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    Eine in Deutschland durchgeführte Studie, bei der Kotproben von 24.089 (meist privat gehaltener) Hunden untersucht wurden, ermittelte nur bei 47 (0,19%) der Tiere Oozysten, die eine N. caninum entsprechende Größe aufwiesen (d.h. 9-14 μm große Oozysten von Isospora- Typ) (Schares et al., eingereicht). Dieser Befund deckt sich zum Teil mit früheren Befunden anderer Autoren (Epe et al., 2004; Epe et al., 1993). Barutzki und Schaper (2003) ermittelten allerdings mit 1,7% eine deutlich höhere Prävalenz. Da in der Studie von Schares et al. (eingereicht) eine wesentlich größere Stichprobe untersucht worden war, wurde für Deutschland 0,2% als maximal mögliche Tagesprävalenz N. caninum-Oozysten- ausscheidender Hunde angenommen.

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    In der vorliegenden Risikobewertung galt es, ausschließlich das direkte Abortrisiko zu betrachten, dass mit dem Aufenthalt von Hunden auf einem Grünlandareal verbunden sein könnte. In einem auf realistischen Annahmen beruhenden, im Zweifelsfall aber immer Wertebereiche eines worst-case Szenarios einschließenden Simulationsmodell wurde ermittelt, dass erst ab einem regelmäßigen (dass heißt wöchentlich am häufigsten 2 mal, jedoch mindestens einmal und höchstens fünfmal) Aufenthalt von mindestens 87 Hunden während der Weidesaison auf einem Grünlandareal (Weide, Mähweide) ein geringes Abortrisiko besteht. Selbst wenn die angenommene Oozysten- Ausscheidung verzehnfacht wird, müssten nach diesem Simulationsmodell immer noch mindestens 14 Hunde während der gesamten Weidesaison dieses Areal regelmäßig aufsuchen um ein geringes Abortrisiko für den Rinderbestand darzustellen. Die Einbeziehung von worst- case Szenarien in diese Simulation berechtigt zu der Annahme, dass die Zahl von Hunden, die sich auf einem Grünlandareal aufhalten müssen, um mindestens einen N. caninum-bedingten Abort auszulösen, unterschätzt wird, sodass das reale Abortrisiko für Rinderherden, dass durch Hunde auf Grünlandarealen entsteht, noch geringer ist.
    Aufgrund der in den Rinderhaltungsregionen der Bundesrepublik bekannten Hundedichten wird davon ausgegangen, dass solche Begehungsintensitäten durch Hunde auf Grünlandarealen in der Regel nicht erreicht werden. Als Präventionsmaßnahmen hinsichtlich N.caninum-assoziierter Aborte in Rinderbeständen ist daher die Unterbindung des Zugang von Hunden, insbesondere von Hofhunden, zum Stall und den Futterlagerplätzen sowie die Vermeidung des Zukaufs infizierter Rinder wirksamer sein, als die Verhinderung des Zugangs von Hunden auf Gründlandareale.

    http://www.fli.bund.de/fileadmin/dam_…HUND_050726.pdf

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    Studien in der Schweiz und Deutschland haben gezeigt, dass die Ausscheidungsrate von N. caninum-Oozysten mit dem Hundekot deutlich unter 1 ‰ (also weniger als eine positive Probe auf 1000 Untersuchungen) liegen dürfte. Blickt man über den europäischen Raum hinaus, stellt man fest, dass es bisher weltweit nur in vereinzelten Fällen gelungen ist, bei Hunden eine natürliche Ausscheidung nachzuweisen

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    Das wird auch bestätigt durch die Tatsache, dass in der Schweiz nur in äusserst seltenen Fällen die N. caninum-bedingten Rinderaborte auf eine Ansteckung über das Futter zurückgeführt werden können. Weitaus häufiger erfolgt die Ansteckung während der Trächtigkeit von der Mutter auf das Kalb, das dann seinerseits den Parasiten weitergeben kann, wenn es später als Zuchttier eingesetzt wird.

    http://www.svk-asmpa.ch/hund/neospora/neopspora5.htm

    Panikmache...

    http://www.hundezeitung.de/content/5569-Neosporose

    Schön, dass du dich mit den Ursachen von Jugendkriminalität auseinandergesetzt hast.
    Dafür ist es übrigens nie zu spät: http://www.stiftung-jgsp.uni-mainz.de/Bilder_allgeme…ch_27.05.08.pdf

    Die Evidenzen sind recht eindeutig, dass nicht "antiautoritäre Erziehung" ( ich nehme jetzt auch einfach mal an, dass du gar nicht die Bedeutung dieses Begriffs kennst) zu kriminellem Verhalten führt, sondern Traumatisierungen und Gewalterfahrungen.

    Ich finde es auf jeden Fall schade, dass du Begriffe wie "Pack", "Vollidioten" und "Hirnamputierte" verwendest. Empathiemangel hat auch seine Ursachen..

    Oh je, muss jetzt erst wieder der Platon Text über die Jugend gezückt werden?
    Und ein Sündenbock wird auch schnell gefunden, die neuen Medien sind es mal wieder. Dank denen droht der Untergang des Abendlandes, verursacht durch Heerscharen sozial inkompetenter Jugendlicher :sleep:

    Regelmäßiges Zocken sorgt übrigens für vergrößerte Hirnarelae, die für Planung und Aufmerksamkeit zuständig sind :D . http://www.nature.com/tp/journal/v1/n11/full/tp201153a.html

    Neue Medien im Unterricht führen zu besserer Lesekompetenz http://iglu.ifs-dortmund.de/assets/files/i…z_erweitert.pdf

    Hier mal eine Statistik der Freizeitaktivitäten von Jugendlichen http://www.dotcomblog.de/wp-content/upl…-11.31.29.png...

    Ergebnisse der Sinusstudie: http://werkstatt.bpb.de/2012/04/tradit…gend-von-heute/

    Auch sehr interessant: http://www.cesifo-group.de/portal/page/po…d_2010_21_2.pdf

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    Unsere Studie liefert Evidenz dafür, dass das Internet (im Gegensatz zum Fernsehkonsum) Menschen verbindet und nicht aus ihnen kontaktarme Sonderlinge macht. Wir finden positive Effekte eines DSL-Anschlusses im Haushalt auf verschiedene sozialkapitalrelevante Variablen wie die Regelmäßigkeit des Besuchs von Theater, Ausstellungen, Kino, Konzerten, Bars, Restaurants und Sportveranstaltungen, die Anzahl der Freunde, ehrenamtliche Tätigkeiten und politisches Engagement. Eine damals nicht vorhersehbare technologische Unzulänglichkeit beim Ausbau des Telefonnetzes in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung ermöglicht es uns zu überprüfen, ob sich die Korrelationen auch kausal interpretieren lassen. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass das Internet tatsächlich einen ursächlichen positiven Effekt auf das Sozialkapital der Menschen hat und sie im Durchschnitt nicht zu kontaktarmen Sonderlingen macht. Bei keinem einzigen der zahlreichen Aspekte des gemessenen Sozialkapitals finden wir empirische Belege für negative Effekte des Internetzugangs auf das Sozialkapital.

    Leider zählen empirische Fakten oft nicht viel (Stichwort Lesekompetenz :pfeif: ), sondern eher die Meinungen der Bild-Redakteure und Günther Jauchs dieser Welt.

    Es wäre wesentlich sinnvoller, sich mit den Faktoren auseinanderzusetzen, die dazu führen, dass es Jugendliche "nötig" haben, Glasflaschen durch die Gegend zu werfen. Man könnte sogar aktiv an der Beseitigung der Ursachen arbeiten.

    Meckern und das Ordnunsamt anrufen ist natürlich viel viel einfacher...

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    Eben, und 55 cm!


    Vielen Dank! Ich habe ein abgeschlossenes Studium der Veterinärmedizin zu bieten, und Du?

    Und Du glaubst gar nicht, wieviele Labis ED bekommen, und das sind nicht die kleinen zierlichen...

    Entweder du bindest den Forenusern einen Bären auf oder vom Studium ist nicht viel hängengeblieben :hilfe: ....