Beiträge von dragonwog

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    Ja, mein A-Wurf wird im Jänner fallen. Aber was hat das damit zu tun? :ka:

    Ich denke, dann sollte man etwas besser über polygenetische Erbgänge und Hüftauswertungen (vor allen Dingen in klinischen Aspekten) Bescheid wissen. Musstest du keine Züchterseminare besuchen?

    Ein A-Hüften Hund, der vielleicht noch klinische Beschwerden hat, weil der Distraktionsgrad nicht ermittelt wurde, grottige Hüften an den Nachwuchs vererbt und gleichzeitig die genetische Breite der Population einengt, um die es bei dieser Rasse eh nicht so gut steht und damit gleichzeitig das Risiko von Epilepsie fördert, ist natürlich per Forenferndiagnose soooo viel besser geeignet :muede:

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    Vor 200 oder mehreren tausend Jahren (so lange existiert die Rasse im Übrigen) gab es keine Schutzwesten für Hunde. Hunde, die bei der Jagd auf Großwild getötet wurden, wurden so von selbst aus der jagdlichen Zuchtlinie herausselektiert.

    bordy der Dogo wird meines Wissens nach auf Wildschweine gesetzt. Hat der nicht Akita Größe? ;)

    Jap, das wird er...mit Weste und trotzdem als "Verbrauchshund". Nicht in Deutschland, aber in anderen Ländern, wo es nicht so eng gesehen wird, dass ein Hundi nach dem anderen geschlagen wird und lustig verblutet. Es gibt ja Nachschub :roll:

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    Er ist ein ursprünglicher Jagdhund, der erstrecht in der heutigen Zeit kaum Verwendung findet, da der Charakter des Akitas zu autonom ist.

    Die Stöberhunde bzw. Terrier und Bracken, die als solche verwendet werden, müssen vollkommen autonom im Umkreis mehrerer Kilometer jagen.

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    In manchen Ländern gibt es durchaus noch jagdlich aktive Akitas. In Japan auch. Dort gibt es auch jagdlich geführte Shikokus oder Hokkaidos.

    Wie gesagt, wenn einem der Hund eigentlich egal ist und genügend Nachschub besteht...

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    Aber ihr, die noch nie solch einen Hund bessessen habt, müsst die Rasse natürlich am besten kennen!

    Bei wie vielen ernsthaften Drückjagden hast du teilgenommen?

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    Das ist absoluter Unfug. Akitas wurden gezüchtet um Wildschweine und Bären selbstständig zu jagen und zu stellen. Nicht in der Meute, sondern zu zweit, Rüde und Hündin.
    American Akitas sind im Ernstfall so blitzschnell und besitzen für ihre Körpergröße und Masse eine absolut ungeahnte Gewandtheit. Solche Aussagen sind gefährlich.
    Ich habe es vor ein paar Wochen bei meiner eigenen Hündin gesehen, jeder Akitabesitzer bestätigt dir ihre Schnelligkeit.
    Hast du je einen Akita in Aktion gesehen?

    Das ist pure Physik. Bei großangelegten Drückjagden werden primär kleine Terrier und Bracken verwendet, die sind auch extrem wendig, wurden seit Ewigkeiten auf diese Aufgabe selektiert und werden trotzdem schwerverletzt. Allerdings fliegen sie bei Konfrontationen eben manchmal nur durch die Luft, während ein Hund mit mehr Masse stärker verletzt wird.

    Jeder, absolut jeder Jäger, der seinen Hund zur Drückjagd schnallt, weiß, dass der Hund durch Sauen getötet werden kann. Wozu denkst du, existieren Schutzwesten? Einfach einen Akita verwenden, dann werden keine Schutzwesten mehr benötigt :roll: .

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    Dem kann ich mich nur anschließen. Wildschweine gibt es viele und sie sind auch dort, wo man sie nicht erwartet. Und die Gefahr, die von ihnen ausgeht, ist absolut nicht zu unterschätzen.

    Der American Akita Rüde eines Freundes hat mal eine Wildsau gestellt, ist nach einer Jagdsequenz in direkte Konfrontation mit dem Tier gegangen. Ein Hund mit weniger Gewandtheit hätte der Attacke der Wildsau wohl nicht ausweichen können.

    Ein wirklich ernsthaftes Schwein hätte bei einer direkten Konfrontation den Hund schwer verletzt. Akitas sind viel zu schwer und wenig wendig.

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    Also ich persönlich würde mir nie einen Welpen aus einer Verpaarung holen, bei der ein Elternteil HD C hat - gut, bei meinen Rassen ist HD C sowieso zuchtausschließend, also werde ich nie vor dieser Entscheidung stehen. Nur weil der Rüde selbst mit diesem HD-Grad kein Problem hat, heißt das nicht, dass die Welpen möglicherweise nicht Probleme damit kriegen und wenn nicht die, dann vl seine Enkel oder Urenkel...HD (wie auf viele andere vererbbare Krankheiten/Defekte) ist eine echt miese Sache, da sollte man lieber doppelt und dreifach aufpassen. Wenn der Rüde schon gedeckt hat, noch besser, seine Welpen bereits selber in der Zucht sind, dann Infos sammeln was geht, wie es bei denen mit den Hüften aussieht und die Infos wenn möglich nicht vom Züchter holen, sondern direkt von den Besitzern.

    Wenn dann noch eine Fehlfarbe dazukommt (was an sich für mich kein Kriterium wäre) und die eher wischiwasche Begründung des Züchters, warum er diesen Rüden für für die Zucht wertvoll hält würde mich sehr vorsichtig werden lassen.

    Wie gesagt: mein persönliches Häufchen zu diesem Thema, ich kenne mich bei den Zuchtvoraussetzungen für diese Rasse nicht aus bzw. worauf besonders Wert gelegt wird bei der Auswahl.

    Wolltest du nicht selber züchten?

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    Ich hab nichts von Standard gesagt. Aber so wahnsinnig abwegig ist es auch wieder nicht, so dass die Diskussion darüber völlig lächerlich ist. Wir wohnen direkt neben dem Wald, Fuchs und Wildsau kommen bis zum Zaun. Die Kinder können vom Garten aus hinterm Haus im Wald spielen. Sorry, mit Wolf in der Nähe geht das nun mal nicht oder willst du das bestreiten?

    Ich lass meine Kinder schon nicht in die Nähe von angeleinten Hunden in Schäferhundgröße. Aber ein freilaufender Wolf ist völlig ungefährlich? Ein 40 Kilo Raubtier hat Angst vor nem knapp 20 Kilo Kind? Haha.

    Ich bin sicher kein Paniker, ich treibe mich täglich zu allen Tages- und Nachtzeiten entspannt im Wald rum. Aber ich sehe die Rückkehr des Wolfes eben nicht mit rosa Plüschbömmel dekoriert und träume von Wolfsschmusefotos... Die Fotos selbst zeigen ja schon dass der ein oder andere Hundehalter einen romantisch verklärten Blick auf dieses Raubtier hat - wobei das bei unseren Haushunden ja nicht anders ist...

    Gegen die aktuell 100 Wölfe oder so hab ich gar nichts. Aber wenn die Population steigt wirds ab ner gewissen Anzahl Probleme geben.

    So, ich möchte mich hiermit offiziell bei Biomais entschuldigen.

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    In Indien ist es für Kinder in manchen Gegenden ausgesprochen gefährlich, außerhalb der Dörfer zu spielen. Im Bundesstaat Uttar Pradesch wurden in den letzten 20 Jahren 273 Kinder von Wölfen getötet, was wahrscheinlich damit zusammen hängt, dass in diesen armen, landwirtschaftlich übernutzten Regionen der Bestand an Wildtieren wie auch an Weidetieren gering ist und Wölfe lernen, dass Kinder leichte Beute sind.

    http://www.welt.de/wissenschaft/u…ind-Woelfe.html

    http://www.lcie.org/Docs/Regions/B…ennoscandia.pdf

    http://www.nina.no/archive/nina/P…melding/731.pdf

    Auch wenn das bei unserem reichhaltigen Wildangebot unwahrscheinlich ist, passt das Wort "albern" nicht mehr wirklich.

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    Ich würde eher sagen, dass es eine Geste mit Bedeutung sein kann. Beschwichtigungssignal finde ich in dem Zusammenhang ohnehin ein schlecht gewähltes Wort. Es dient ja nicht der Beschwichtigung des Gegenübers sondern drückt einen inneren Konflikt aus.

    Korrekt. Das, was als Beschwichtigungssignale bezeichnet wird (Züngeln, Gähnen..), sind physiologische Stressreaktionen, die unbewusst generiert werden, wie unsere Gänsehaut :smile: .

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    Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Das würde bedeuten, dass man mit den Tieren weiterzüchtet, die menschliche Gesten besonders gut interpretieren können. Die Beweggründe - gerade in der Zeit, als Hunde noch Arbeitstiere waren - dürften meiner Meinung nach anders gelagert gewesen sein.

    Nö. Hunde sind die einzigen Säugetiere, die durch den sogenannten "left gaze" menschliche Emotionen lesen und entschlüsseln können. Ein Nebeneffekt des engen Zusammenlebens innerhalb des Domestikationsprozesses.

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    Hm. Sehe ich anders. Für mich hat das sehr wohl etwas mit den deeskalierenden Verhaltensweisen von Hunden zu tun.

    Viele Grüße
    Frank

    Das hat was mit säugetierspezifischen unkonditionierten Angstauslösern zu tun, Erklärungen dazu hätten jedoch wieder was mit Wissenschaft zu tun, also :xface: