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Zum Glück ist das nur eine "Meinung"
Negative Sachen sind nebenwirkungs- und risikoreicher als die Positiven - rein schon vom logischen her.
Ihr habt alle nicht richtig gelesen! Honig schreibt, dass negative Einwirkungen nachhaltiger, effektiver und nebenwirkungsfreier sind WENN MAN ANSONSTEN POSITIV ARBEITET und nicht, dass sie generell nachhaltiger, effektiver und nebenwirkungsfreier sind.
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Möglich:
_Fehlverknüpfungen
_Meideverhalten
_Gegenwehr
_Hohe Stressbelastung
_Erlernte Hilflosigkeit
_Vertrauensverlust zum Menschen
_Emotionale Verhaltensursache bleibt unbehandelt
_Gewaltspirale (punishment callus)
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Ja, wobei du hoffentlich nur von positiver Strafe redest und nicht von negativer Verstärkung, und selbst dann ist eine positive Änderung von emotionalen Bewertungen möglich. Nämlich dann, wenn der Hund ein anderes funktionales Verhalten zeigt (dann ändert sich die emotional response gegenüber dem Auslöser auch)
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Allein deswegen würde ich sowas nie empfehlen. Nicht meinen semi-bekannten Nachbarn und schon gar nicht in einem Forum, wo ich weder Hund noch Halter kenne. Und die Aussage "ja bei meinem Hund war das richtig, der hat keinen Schaden davon getragen" ist mir persönlich egal, ich muss nicht von irgendwas überzeugt werden, was ich weder kenne noch gesehen habe.
Ja, du musst dir als Hundehalter keine Gedanken darüber machen. Jemand, der Menschen anleitet, ihre Hunde auszubilden, schon. Da helfen keine Ideologien, da muss immer wieder aufs Neue geschaut werden, unter welchen Bedingungen was schnell geändert werden kann.
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Ich trainiere und behandle meinen Hund "hauptsächlich positiv". In den 8 Jahren Hundehaltung musste ich mir noch nie Gedanken um "negative Sachen" machen, ich habe es noch nie in Erwägung gezogen/ziehen müssen und bin weit entfernt davon zu sagen, dass es besser oder effektiver ist.
Dann sei froh! Ein Großteil der Hunde muss zum Beispiel mit negativer Verstärkung lernen, Tierarztbehandlungen zu bewältigen. Medical Training ist für die Praxis nur mittels negativer Verstärkung möglich, und verhilft den Hunden zu einer viel besseren Lebensqualität. Arbeitet man an problematischen Verhalten, besonders wenn es um Angst geht, und entfernt sich vom Auslöser, arbeitet man auch mit "negativen Sachen". Aber ja, das darf dir alles wumpe sein.
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Trotzdem weiß ich ganz genau, dass und wie es funktioniert. Ich kenn's halt einfach anders und unser Zusammenleben funktioniert einwandfrei.
Ja, bei dir. Freu dich drüber, dass du was draufhast und einen entsprechenden Hund dazu hast. Manche Können nicht so viel, andere haben einen Hund, bei dem viele Dinge nicht einwandfrei nicht funktionieren.
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Nur weil ich aversiv erziehen kann, heisst das nicht, dass ich das tun muss. Dafür ist mir mein Hund und die Beziehung einfach zu schade. Ganz ehrlich. Ich weiß, dass man nicht zu 100% positiv sein kann, dennoch ist es mein Bestreben, soweit wie möglich dorthin zu gelangen, einfach weil's saumäßig Spaß macht mit meinem Hund zusammen zu sein und es auch weiterhin so bleiben soll.
Mir macht es auch viel mehr Spaß, nett zu Hunden zu sein. Ich bin auch zu 99 Prozent nett zu meinen Hunden, wenn ich nicht grade auf ihren Fuß trete oder Ähnliches.. Das heißt aber nicht, dass es in 100 Prozent der Fälle ohne Strafe geht. Deswegen gibt es ja eine entsprechende Hierachie von Vorgehensweisen im Rahmen der funktionalen Verhaltensanalyse, bei der positive Strafe ganz am Ende steht. Aber sie steht da
http://avianambassadors.com/BirdTraining/m…usive-trainers/
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Man weiß doch mittlerweile, dass die menschliche Sozialisierung über Strafe es uns einfach schwer vorstellbar macht, dass man „nur über Belohnung“ auch wirklich zuverlässiges Verhalten bekommt. Das schließt es dennoch nicht aus. Auch weiß man, dass Hunde, die etwas tun "müssen", es (mitunter) schlechter leisten. Auch besteht immer noch die irrige Annahme, dass bei „ernsten“ Kommandos der Spaß aufhört (Leinenführigkeit, Rückruf, Bleib...). Auch bekannt ist, dass „Nachdruck“ Signale vergiftet... Wie kann all das besser und effektiver sein?!
Keine Ahnung...die meisten Menschen verstehen recht schnell, dass das letzte Wort bei der Ausführung von Verhalten immer das jeweilige Lebewesen und die aktuellen Umweltbedingungen haben, egal, wie viel vorher bestraft und belohnt wurde. Auch kenn ich persönlich nur wenige Menschen, die, wenn man ihnen einen effektiven "positiven" Weg zur Verhaltensänderung an die Hand gibt, zurück zu nicht so netten Methoden greift. Die meisten Menschen sind nämlich keine empathielosen Psychopathen, denen das Wohl ihrer Hunde egal ist und müssen nur in die richtige Richtung gestupst werden ;).
Falls dich das Thema "vergiftete Signale" interessiert, empfehle ich dir diesen Artikel http://www.equineclickertraining.com/training/negat…nforcement.html.
Und Shiro: Ja klar, soll ich jetzt hier konkrete Namen nennen? Das werd ich nicht, denn damit würde ich gezielt Personen diffamieren. Ja, das ist in Hundetrainerkreisen sehr beliebt, mach ich nicht mehr mit...
Der Vorwurf, dass ich den Geschirrgriff nicht verstanden habe, ist irgenwie...putzig
, aber die Gedanken sind frei und so...