Beiträge von dragonwog

    Mein Hund hat auch ein "merkwürdiges" Menschenproblem.

    Er begrüßt freundlich. Er kommt mit zum geselligen Zusammensein. Er bewegt sich völlig ungezwungen zwischen den Personen. Er legt sich auf der Couch neben sie, krabbelt ihnen auf den Schoß, schläft auf dem Schoß ein. Aber WEHE, es wagt jemand ihn anzufassen, dann setzt es ernste Schnapper! Es ist mir ein Rätsel. Er biedert sich an und krabbelt den Leuten vertrauensoll auf den Schoß und schläft und kuschelt völlig entspannt...aber "nur gucken, nicht anfassen". Die Leute dürfen sich auch sonst frei bewegen oder gestikulieren, wenn er neben ihnen oder auf dem Schoß ist. Sie dürfen ihn wegschicken. Er zeigt wirklich null Angst oder Unsicherheit. Aber anfassen darf ihn keiner, auch keine Leute die er seit Jahren hier kennt und die regelmäßig ein und aus gehen. Wirklich nur ein kleiner Kreis an Familie und Freunde die er schon sehr lange kennt, dürfen ihn anfassen.

    Manche Hunde pflanzen sich auch auf die Leute, um mehr "Kontrolle" über deren Bewegungen zu haben.
    Je mehr ich die Kontrolle über etwas Grusliges habe, desto weniger muss man sich davor fürchten.

    Wenn die Strategie nicht klappt, wird eben doch zugehackt. Ich sehe auch oft "kuschelnde" Hunde, bei denen man an den Riesenpupillen sieht, dass die jetzt gar nicht wirklich kuscheln...

    Hier klingt es aber in der Tat so wie von lajosz beschrieben.

    Ich vermelde außerdem mit großer Freude und unter Aufsicht mehrerer Zeugen^^...Bubbles ist mir kurz durchgebrannt und zu einem bärlauchpflückenden Menschen gerannt. Sie hat ihn nicht gestellt oder sonstwas gemacht, sondern eine Sekunde geschaut und ist dann zu mir zurückgerannt, um sich einen Keks zu holen :D.

    Meine Nachbarin hat von einer Züchterin eine Goldie-Hündin gekauft. Die hat eine Erbkrankheit bei der sich keine Muskeln aufbauen. Leider weiß ich nicht wie die Krankheit sich nennt. Die war bein TA und hat das gesagt bekommen das etwas mit der Hündin nicht stimmt, und ist dann natürlich zur Züchterin. Die ist sofort mit ihr und dem Hund in die Tierklinik und hat den 6 Monate alten Hund dort überprüfen lassen (auf Kosten der Züchterin!). Hat dann alle Käufer des Wurfs angeschrieben und alle auf die Krankheit prüfen lassen. Ein anderer Welpen hat das auch. Nun hat sie ihre Zuchthunde ebenfalls prüfen lassen und der Verband wurde informiert. Etc. Das ist gute Zucht und da sieht man das es mehr als ein Geschäft ist.
    Wer hier nur ans Geschäft denkt wird feststellen das es solchen Leuten auch egal ist was nachher mit den Hunden passiert.

    Halt ich bei einigen Hunderassen für nicht durchführbar. Nehmen wir mal den Labrador. Da kracht es so ziemlich in jeder Zucht iiirgendwann mal in Richtung ED. Nehmen wir mal an, in einem Wurf sind 3 Tiere betroffen.
    Da müsste der Züchter erstmal 6000 Euro für die OPs bezahlen. Häufig wird mittlerweile ja zur OP Planung noch ein CT gemacht, das wäre dann nochmal teurer. Irgendwann mal werden die ED operierten Hunde dauerhaft Schmerzmittel benötigen. Die soll der Züchter dann auch auch noch übernehmen?

    Ich frag mich auch tatsächlich...wieso Hunde aus Leistungszucht oft nur ein Drittel kosten.

    Nehmen wir jetzt mal nen Jagdgebrauchshund wie die Wachtel. Da bin ich hier in der Gegend bei nem Welpen aus rennomierter Leistungszucht mit 400€ dabei. Die Hunde kriegen die gleiche medizinische Versorgung. Die Zuchttiere werden auf HD, ED und OCD sowie andere Krankheiten untersucht. Und der Aufwand für die ganzen Leistungsprüfungen ist wesentlich höher, als den Hund von Show zu Show zu karren.

    So ein bisschen darf man sich da schon mal wundern ...

    Die ganzen superreichen Menschen hier mit mehreren Tausenden auf der Kante...

    Ihr würdet dann auch sofort die Hunde abgeben, wenn es euch mal durch welchen Schicksalsschlag auch immer finanziell temporär schlechter gehen würde, ja?

    @lightning88 Wo willst du da die Grenze ziehen?

    Bei einer Hüftgelenksdysplasie kannst du schnell mal auf Beträge von 6000 Euro plus Physio dann im 10.00er Bereich kommen. Sollen alle, die sich das nicht leisten können, keinen Hund halten dürfen?


    Naja, du hast dich ja verabschiedet, aber ich finde deine Sicht weder zu Ende gedacht noch besonders sinnig.

    Bei Aggression gegen Menschen und andere Hunde zum Beispiel, sobald der Hund Beschädigungsabsichten hat (oder entwickelt oder haben könnte), wird es schon schwer einen Trainer zu finden und die Preise schnellen auch in die Höhe. ;) Aber dann ist eben auch der Leidensdruck bei den Haltern deutlich erhöht.

    Ich glaub da herrschen häufig falsche Vorstellungen.

    Bei einem Großteil der mir bekannten Hundetrainer, deren Einzelstunden halt ca. 50 Euro kosten, besteht der größte Teil der Kunden aus Haltern mit Hunden, die beschädigend beißen oder andere schwerwiegende Verhaltensproblematiken aufweisen.

    Da fängt es doch erst an, ernst zu werden...

    Selbst ernannte Hundetrainer sind sie ja eigentlich alle. Den den Beruf Hundetrainer gibt es ja nicht.

    Wenn jemand jahrelange Erfahrungen hat, ständig auf Weiterbildungen ist, nach dem neuesten Stand ausbilden kann, sich gezielt meinem Hundeproblem annehmen könnte, mir zu dem eine kostenlose Schnupperstunde anbieten würde, dann würde ich einen angemessenen Preis zahlen.

    Aber niemals einen überteuerten Preis.

    Klar, dann gibt es drei neue Interessenten, die dann an einem Tag drei Gratis Schnupperstunden nehmen (die Anfahrt soll dann wohl auch noch kostenlos sein...) und man hat einen Tag für lau gearbeitet.

    Wie stellst du dir das vor?