So, nochmal alles aufegdröselt..
Es gibt unterschiedliche Manifestationen und Ausprägungen des Deprivationssyndroms. Die Unterschiede sind entsprechend abhängig von Grad und Dauer der Deprivation sowie den generell folgenden Lebensbedingungen und Erfahrungen.
Sowohl bei Menschen als auch bei Tieren resultiert in manchen Fällen die Deprivation in verminderter Intelligenz/Lernfähigkeit (ICD F 70). Sind die Defizite aufholbar, handelt es sich um "Pseudodebilität", wobei die Prognose umso besser ist, je eher das Kind/junge Tier gefördert wird.
Intelligenzminderung kann man nicht grundsätzlich mit Angststörungen oder anderen ICD Schlüsseln in einen Topf werfen (da ja hier die Modifikation von Strukturen des limbischen Systems bei Angsterkrankungen erwähnt wurden...).
Bei Tieren ist die Sache nochmal schwieriger, da es keine klaren Kriterien für "geistige Behinderung" gibt.
Aber da es bei Menschen durch Deprivation zu verminderter Intelligenz kommen kann ist das bei Hunden auch sehr wahrscheinlich. Betonung liegt auf "kann" und es grundsätzlich auszuschließen finde ich entsprechend fragwürdig.
Und warum sich Julia erschießen soll (Hundi mit Deprivationssyndrom und diagnostizierter Intelligenzminderung) erschließt sich mir nach wie vor nicht.
Vielleicht auch ganz interessant: http://www.psychologische-praxis.rielaender.de/Literatur/Hospitalismus.pdf