Beiträge von dragonwog

    Tja, dann setz ich mich mal in die Nesseln...

    Wenn der Hund so massiv von Pinkelstellen abgelenkt wird, dass ein sorgfältig! aufgebauter Gehorsam mit positiver Verstärkung nur in dieser Hinsicht einbricht und Geschütze wie "Knuffen" und "Leinenwerfen" aufgefahren werden müssen... dann würde ich eine Kastration empfehlen.

    Ich rate auch zu einem zweiten Suprelorinimplantat.

    So, das Pointertier wird ja seit knapp über zwei Jahren bekocht...zu großen Anteilen vegetarisch.

    Geriatrisches Profil und ein paar potentielle Mangelparameter sind alle absolut top. Zitat Tierärztin "wie ein einjähriger Jungspund". Freut mich für den Senior, auch wenn ich weiß, dass man die Aussagekraft der Blutwerte nicht überschätzen sollte.

    Vor Bauchspeicheldrüsen Leber und Nieren Zipperchen sind wir zumindest bis jetzt verschont :)


    Der Gedanke widert mich an, und es macht für mich keinen Unterschied welche Tierart es betrifft. Lebt es bei mir hat es immer das Anrecht behandelt zu werden, ganz egal wie teuer es wird.

    Das kann ich für mich nicht so sagen.
    Ich werde mir z.B. nicht eine Strahlentherapie für zwei Hunde leisten können. Bei Beiträge über 10.000 (ja...kommt vor..) muss ich dann wahrscheinlich irgendwann passen und das Tier gehen lassen.

    So, nochmal alles aufegdröselt..

    Es gibt unterschiedliche Manifestationen und Ausprägungen des Deprivationssyndroms. Die Unterschiede sind entsprechend abhängig von Grad und Dauer der Deprivation sowie den generell folgenden Lebensbedingungen und Erfahrungen.

    Sowohl bei Menschen als auch bei Tieren resultiert in manchen Fällen die Deprivation in verminderter Intelligenz/Lernfähigkeit (ICD F 70). Sind die Defizite aufholbar, handelt es sich um "Pseudodebilität", wobei die Prognose umso besser ist, je eher das Kind/junge Tier gefördert wird.

    Intelligenzminderung kann man nicht grundsätzlich mit Angststörungen oder anderen ICD Schlüsseln in einen Topf werfen (da ja hier die Modifikation von Strukturen des limbischen Systems bei Angsterkrankungen erwähnt wurden...).

    Bei Tieren ist die Sache nochmal schwieriger, da es keine klaren Kriterien für "geistige Behinderung" gibt.
    Aber da es bei Menschen durch Deprivation zu verminderter Intelligenz kommen kann ist das bei Hunden auch sehr wahrscheinlich. Betonung liegt auf "kann" und es grundsätzlich auszuschließen finde ich entsprechend fragwürdig.

    Und warum sich Julia erschießen soll (Hundi mit Deprivationssyndrom und diagnostizierter Intelligenzminderung) erschließt sich mir nach wie vor nicht.

    Vielleicht auch ganz interessant: http://www.psychologische-praxis.rielaender.de/Literatur/Hospitalismus.pdf