Beiträge von dragonwog

    Ach das ist so ein schwieriges Thema...woran ich auch immer denke...

    Es spielt schon eine Rolle, wie schnell ein Erziehungsweg geht. So ein Hund wird ja nicht superalt und was für uns nur ein paar Monate/Jahre sind, sind auf die Lebenszeit des Hundes gerechnet ganz schön viel. Hängt auch damit zusammen, inwiefern das problematische Verhalten den Hund einschränkt.

    Ich habe auch über einen Zeitraum von weit einem Jahr jegliches Orientierungsverhalten in Richtung Auslöser gemarkert und so belohnt, dass Distanz zum Auslöser aufgebaut wird unter Vermeidung von ungeplanten/ungeleiteten Konfrontationen mit diesen.

    Es ging dann doch schneller, als dem Hund vermittelt wurde "das ist gut" "das ist keine gute Idee".
    Bei mir ist in Sachen aversive Einwirkung dann aber bei Wasserspritzern und Kneifen endgültig Schluss. Bei der einen Wassersache hätte ich viel zu sehr Angst, dass der Hund Umweltängste entwickelt und ich könnte a) meinen Hund gar nicht kneifen, ich hätte viel zu große Hemmungen, meinem Hund sowas anzutun und b) ist mir auch die Chance zu hoch, dass der Hund defensives Aggressionsverhalten entwickelt.

    Und ich habe oft genug mit Hunden zu tun, die aus "Kneif-Hundeschulen" kamen und sich dann doch mal entsprechende gewehrt und das Vertrauen zu ihren Besitzern verloren haben. Das passiert erstaunlicherweise! selten, aber das Risiko wäre mir es nicht wert.

    Was ich auch ganz wichtig finde..wenn ein Hund in Konfliktsituationen auch mal gehemmt wird, trage ich die Verantwortung, dass ihm möglichst nix passiert. Diese Verantwortung ist meiner Meinung nach größer, wenn man dem Hund bestimmte Verhaltensoptionen nimmt. Sie dann nicht zeigen zu dürfen und dann auch noch mit Auslösern über der Komfortgrenze konfrontiert zu werden..örks...

    Und mal unter uns...die meisten wirklich hart arbeitenden Schlittenhunde, die für wirkliche Lasten in der Antarktis benutzt werden, sind mit 7/8 Jahren wegen Arthrose nicht mehr zu verwenden ..

    Klar, das hat auch mit den Zuganforderungen zu tun, aber wo siehst du die Relevanz für die Beurteilung der hiesigen größtenteils Familienhunde?

    @dragonwog
    Mit dr Ausnahme einiger Rassen, die so gehören. Das habe ich geschrieben.

    Kannst du nur mit Pointern dagegenhalten?
    Zu dünn im Sinne der jeweiligen Rasse.

    Du meinst also, dass Rasse A bei einem niedrigen Körperfettanteil keine Muskeln aufbaut und Rasse B es dann doch tut und eine komplett andere Physiologie aufweist?

    Kann es nicht zufällig auch was mit den unterschiedlichen Anforderungen an den Hund zu tun haben?
    Ein Familienhund muss auch keine Lasten ziehen...
    Und so die Mid Distance Hounds sind ziemlich rippig...

    Ich definiere für mich Hunde mit "will to please" wenn sie a) in Jagdsituationen mit dem Menschen von sich aus kooperieren und gut ansprechbar sind und b) sehr leicht mit Zuwendung vom Menschen belohnt zu werden.

    Den Vizla z.B. kann ich für den Rückruf mit ein paar netten Worten und einem Streicheln über den Rücken belohnen, dann sitzt der sehr zuverlässig.

    Meinem Pointer bräuchte ich damit gar nicht erst kommen^^

    Mich würde auch mal interessieren, warum amerikanische Englische Pointer, die mehrere Stunden! hart arbeiten müssen so aussehen https://www.georgehickox.com/thunderbolt.jpg (sprich, man kann die Rippen sehen..)

    Dazu müssten sie ja gar nicht in der Lage sein? Warum füttern die Leute nicht wesentlich mehr drauf, wenn es rein um die Leistung und nicht um die Optik geht? Denkst du waheela, die sind alle inkompetent?
    Warum haben die Hunde so eine stark ausgeprägte Muskulatur, wenn sie gar keine Muskulatur aufbauen können?