Beiträge von dragonwog

    Besonders wenn es klappt, neigt man dazu, diese Taktik bei allem anzuwenden. Denn (positive) Strafe ist für den Strafenden (also für dich!) belohnend (durch negative Verstärkung). So viel zum Thema Konditionierung ;)

    Das stelle ich ganz ernsthaft in Frage. Die wenigsten Leute wollen permanent ihren Hund massakrieren und wenn man die Bascis der Körpersprache vermittelt und erkenntlich ist, dass es dem Hund nach einer Strafmaßnahme nicht gut geht und er gestresst ist, so ist das nur noch für wenige belohnend.

    Tatsächlich ist den meisten Menschen ein gewisses Maß an Empathie in die Wiege gelegt worden.

    Die Endhandlung hat relativ wenig Aussagekraft im Hinblick auf die Kontrolle des Jagdverhaltens.

    Es gibt Hunde, die reißen durch ungünstige Umstände beispielsweise ein Reh und lassen sich im Gegenzug mit trockenen Keksen so gut und einfach belohnen, dass sie nach nur wenig Erziehungsarbeit absolut kontrollierbar am Wild und in Jagdsituationen sind.

    Dann gibt es andere, welche entweder gar keinen Wert auf die Endhandlungen Töten und Fressen legen oder es nicht können und schwer belohnbar/motivierbar sind und nur wenig Wert auf Zusammenarbeit legen oder sehr schnell ein sehr hohes Erregungsniveau haben. Da kann man sich einen Wolf abarbeiten und trotzdem ist lebenslang Schleppleine angesagt.

    Rückenschmerzen! Sie weiß ja gar nicht wohin mit ihren Hinterbeinen und versucht maximal zu entlasten durch den Rundrücken, das Engstellen der Hinterpfoten und Setzen des Belastungspunktes auf die Vorderballen. Und beim Hinlegen hält sie den Po hoch.

    Der Test mit dem nach hinten Ziehen beider Hinterbeine zur gleichen Zeit bei Druck auf die Lendenwirbelsäule wurde schon gemacht?

    Hier nur ein Bild von Hund mit RÜckenschmerzen http://www.kreupeldier.nl/DE/img/doberman-wobbler-de.jpg

    Welches Training bereitet mir denn große Probleme?
    Zur Problematik ist eigentlich in Naijras Küchen Experiments Thread alles gesagt. Aber die hat ja auch nur doofe Spaniels und keine coolen Exoten.

    Waheela: Natürlich kann man, aber es gibt Situationen, da will ich es gar nicht. Ich nutze das Mittel Druck bewusst und überlegt. Genauso wie ich positives bewusst und überlegt nutze. Ich bin situativ flexibel und an das angepasst was mein Hund am stressfreiesten zum gewünschten Ziel bringt. Was ja nicht gleich bedeutet das das negative überwiegt. ;)

    Ja diese extremistische Denkweise bringt aus sehr komische Auswüchse hervor...
    Da wird der Hund lieber ewig lang weggepackt als "Management" bis man kleinschrittigst ein zweisekündiges Liegen auf einem Deckentarget aufgebaut hat, was in der Praxis auch nach Monaten nicht funktioniert und dann auf Jahre ausgedehnt wird...

    Ja, es gibt Hunde da löst die kleinste Distanzunterschreitung eine derbe Rückantwort aus (aka man hat den Hund im Gesicht hängen..). Aber das nun so zum Ideal zu stilisieren...

    Anyway...dieses Leitwolf Konzept ist mir zu blöd, da red ich gar nicht drüber :P

    In Berlin auf dem Hauptbahnhof hat mal eine Frau die Bahnhofspolizei zusammengetrommeln wollen, wegen dem stark unerernährten Hund an meiner Seite.

    Vorher hatte sie mir mitgeteilt, dass sie es unverschämt findet, wie man sich als obdachlose Jugendliche, die sich offensichtlich nichtmal selbst ordentlich ernähren kann, einen Hund anschaffen kann. Der, das konnte sie natürlich eindeutig beurteilen, natürlich hungern muss und nix zu fressen kriegt. Die Diskussion ging Ewigkeiten und drehte sich nur ums Geld.

    Als ich ihr sagte, dass ich da am Hauptbahnhof sitze, weil mein Hund für 2000 Euro eine Goldakupunktur (die im Nachhinein völlig unnötig war, aber egal...) bekommen hat und der Hund mit Nahrungsmitteln in Lebensmittelqualität ernährt wird, hat sie gar nicht mehr mit mir geredet sondern fassungslos den Kopf geschüttelt die Polizei geholt.

    So kanns auch gehen^^