Beiträge von dragonwog

    Da frag ich mich immer... Das würde ja bedeuten, dass Hündinnen viel mehr Arbeit brauchen als Rüden, um gut bemuskelt zu sein. Oder dass sie weniger leistungsfähig sind. Haben wir da nicht einfach gewisse Soll-Bilder im Kopf?
    Oder anders rum: wozu dient die Testosteron-unterstützte Muskulatur, von der Optik mal abgesehen? Welcher Art ist sie? Ich denke, die sorgt ganz klar für überlegene Kraftspitzen, aber wozu braucht die der Hund, wenn er nicht grad Weight Pulling machen soll? In welchen Hundesportarten sind intakte Rüden generell erfolgreicher als Hündinnen und Kastraten?

    Sorry für OT, sind für mich so Fragen, die mir als Halterin beider Geschlechter durch den Kopf gehen

    Das ist eine berechtigte Frage! Was ich auch schon von mehreren! Physiotherapeuten gehört habe ist, dass unkastrierte Rüden durch den teilweise sehr hohen Muskeltonus manchmal mehr Verspannungen haben als kastrierte.

    Das kann ich für uns auch so bestätigen, durch das Rumgockeln in Kombination mit dem schnellen Muskelaufbau hat Pippi starke Verspannungen und manchmal Lahmheiten gehabt. Ist alles im kastrierten Zustand nie wieder aufgetreten.

    Klar, mit mehr Testosteron werden schneller Muskeln aufgebaut. Das wird ja auch häufig von Kastragegnern als Argument aufgeführt.

    Wenn es sooo gravierende Einflüsse hat, müssten die Probleme von degenerativen Gelenkserkrankungen bei Hündinnen viel stärker ausgeprägt sein. Sind sie aber nicht.

    @dragonwog
    Ja, bei Caron merke ich sofort, wenn er nicht regelmäßig "trainiert" ist. Er verliert viel eher an Muskulatur. Und es ist mehr nötig um ihn in einem guten Muskelzustand zunhalten als vorher. Da hatten die Hormone stark mitgeholfen.
    Hast du ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht?

    Nee, in etwa die gleichen. Bei dem Chip war es vollkommen sinnlos, ich konnte nicht gegen den Muskelverlust ankommen.. kastrierterweise geht der Muskelaubbau schneller und der Muskelaufbau langsamer, aber mit Zusatzübungen ist er haltbar. So hab ich das bisher von einigen Rüdenbesitzern gehört und ich denke, es ist eine wichtige Information, besonders für die Besitzer von Rüden mit Problematiken des Bewegungsapparats.

    Ich sag mal so...das gibt es nicht^^

    Entweder handelt es sich um Fachliteratur oder ganz allgemein gehaltene Bücher, welche die ganze Thematik nicht annähernd ausreichend behandeln, um eine Verbesserung bei einer Aggressionsproblematik zu erzielen.

    Außerdem gibt es zum Thema Aggression keine eindeutigen Aussagen.
    Die genaue Funktion, genause Wissen um Beteiligung der Neurotransmitter, das externe Aufrechterhalten des Verhaltens, Prädispositionen und die effektives Modifikation von als unerwünscht empfundenem Aggressionsverhalten sind je nach Literatur sehr unterschiedlich.

    Darf ich fragen, warum sich die Person nicht an einen "Fachmenschen" wendet?

    Ach, hier gelten die Spezielfälle wieder, aber wenn es darum geht, dass manche Hunde eben nicht mit viel Bewegung und Beschäftigung zurechtkommen und nur ganz kleine kurze Spaziergänge bekommen, dann wird das zerredet?

    Solche Hunde gibt es, keine Frage...aber es ist nicht der "Normalfall" sondern eben Ausnahmen..und daher auch kritisch zu betrachten, denn es heißt, dass der Hund in irgendeiner Art und Weise in Problem hat.

    Welche sollen das sein? Schlittenhunde sind es jedenfalls nicht und mir wurde vor ein paar Tagen gesagt, dass das bei Wundhunden auch der Fall ist - also, dass sie nicht laufen, um zu laufen.

    Wenn ich mir die Vorsteher aus Field Trial Linien anschaue..die Laufen und Laufen und Laufen...bis sie dann umfallen :P...

    Ist glaub ich aber nicht nachvollziehbar, wenn man so ein Tierchen nicht live in Aktion gesehen hat, besitzt oder sie züchtet...

    Zu den generellen Vorteilen von regelmäßiger körperlicher Auslastung lese man das Kapitel "Exercise and the Neuroeconomy of Stress"

    https://books.google.de/books?id=zZcMx…rotonin&f=false

    @Hummel Schreib mir ne PN wenn du die zitierten Quellen haben möchtest :)

    Bei Caron waren die Veränderungen im Verhalten ca. 14 Tage nach der Kastration sichtbar. (wobei er ja leider aus medizinischen Gründen kastriert werden musste)

    Er war vor der Kastration sehr schlank und muskulös. Neigte nie zu Übergewicht, ich musste eher schauen dass er nicht zu dünn ist. Seit der Kastration ist das etwas anders. Durch das fehlende Testosteron ist mehr Aufwand nötig, um ihn muskelmässig gut beieinander zu halten. Ist aber normal.
    Er neigt nun auch eher dazu, Gewicht zuzulegen. Allerdings kann man das gut managen, indem der Hund zu seinem Futter eine ordentliche Portion Gemüse bekommt. z.B. von Olewo die Karotten. Das macht den Hund trotz kleinen Futter-Portionen satt und meiner zumindest ist dann auch ausgeglichener und draussen nicht auf Futtersuche.

    Für die persönliche Statistik...mit erhöhtem Trainingsaufwand kannst du den Muskelverlust kompensieren?

    Die extremen Auswüchse der "nur bisschen Schnüffeln ist genug" Haltung sieht man bei Turid Rugaas und ihren tierschutzrelevant verfetteten Hunden... :|

    Es gibt laut Studien mit ziemlicher Sicherheit einen Zusammenhang zwischen zu wenig Beschäftigung und problematischem Verhalten