Zitat von ShiroEs geht mir um einerseits emotionale Aufwertung des Leckerlis fern des Hungers, danach gäbe es noch die Consummatory Response als Erklärung (es reicht dafür z.B. der bloße gute Geschmack des Leckerlis, egal ob der Hund hungrig ist oder nicht, solange das Verhalten dadurch verstärkt wird.
Ah. Alles klar. Du benutzt einen unvollständigen Teilaspekt der Consummatory Response als Definition (der irgendwie häufig in der englischsprachigen Hundeliteratur auftritt): Nämlich dass die Handlungen wie Fressen unabhängig von Hunger und Nährwert verhaltensverstärkend sind. Diese Schlussfolgerung stammt aus zwei Studien an Ratten (u.a. Campbell) , für die das Trinken einer Lösung mit Süßsstoff verhaltensverstärkend gewirkt hat. Die Schlussfolgerung wird mittlerweile in Frage gestellt, siehe dazu auch http://beelerlab.ws.gc.cuny.edu/files/2014/09/…-Neurosci-1.pdf
Unabhängig davon überliegt das Ganze nach wie vor der Response Deprivation, denn um Verhalten zu verstärken, muss der Zugang, auch zur Süßstofflösung, eingeschränkt werden.
"Physiologisch" nicht in Ordnung. Naja. Es gibt vieles, was den Hunden da so angezüchtet wurde. Das hypertrophe Jagdverhalten wäre jetzt bei Wildtieren auch nicht das non plus ultra...
In Bezug auf den Hunger hatte ich ja bereits das Yerkse Dodson gesetzt erwähnt, was deine Frage beantworten sollte.