Wenn man ein Verhalten ändern will hat man ja nur die Option, ein anderes ALterntivverhalten, welches an die Stelle des unerwünschten treten soll, zu belohnen und das unerwünschte dadurch "verschwinden" zu lassen oder abzustrafen.
Sprich..
Ungewünschtes Verhalten: Hund pöbelt an der Leine bei Hundesicht
Gewünschtes Verhalten: Hund hält die Klappe an der Leine bei Hundesicht
...das muss halt belohnt werden, damit Hundi auf diese Alternative zurückgreift
Also muss man sich zwangsläufig darüber Gedanken darüber machen, wie und womit man den Hund belohnt, damit das Alternativverhalten auch wirklich "lohnenswert" für den Hund ist.
Oder beim Üben eines sicheren Rückrufs...wenn ich weiß, dass Hundi gern schnüffelt und buddelt, dann kann ich als Belohnung durchaus mal ne kleine Wurstspur legen und suchen lassen oder einen Pansenstängelchen im Maulwurfshaufen versenken..
Wenn das Bohei um die Belohnungsliste allerdings solche Ausmaße annimmt, dass man sich bei der hauptsächlichen Belohnung mit Futter als Hundehalter zweiter Klasse fühlen muss (weil positive Verstärkung ja so viel mehr als ein Keks ist und man den Hund ja soo viel toller mit hinterhergeworfenen Silben ala "Schnüffeln, Scannen blah" belohnen kann
) dann läuft da meiner Meinung nach was schief.