Beiträge von dragonwog

    Völlig verdorben?
    Das hast du jetzt gesagt..

    Es geht um konkrete Prüfungsambitionen...

    Und das ist bei anderen Sportarten übrigens auch nicht anders. Da geht man in den Verein und auf Seminare, um sich Input zu holen..

    Wie viele Ersthundehalter sind ohne jeglichen Vereinsaktivität oder externe Unterstützung in Obedience Klasse 3??

    Ist ja auch wie gesagt die Frage, was man will...

    Das Niveau ist mittlerweile bei den Workingtests sehr hoch. Wer da erfolgreich und in der O teilnehmen will, brauch nicht nur einen guten Hund sondern muss viele Feinheiten beachten...

    Beispiel Sitzpfiff..die Distanz zwischen dem bremsenden und sitzenden Hund muss für punktgenaues Einweisen (was in der Jagd so selten vorkommt!) sehr klein sein, sprich darauf muss beim Training geachtet werden.
    Der Hund muss auch wirklich frontal zu einem ausgerichtet sein. Ist eine Gewichtsverlagerung vorhanden zu einer Seite vorhanden, kann er nicht mehr ordentlich weitergeschickt werden. Dann muss man diverse Entscheidungen für den jeweiligen Hund treffen...in welchem Winkel wird der Hund mit welchen Handsignal weitergeschickt.
    Bringt man ihm seperate Drehungen beim Back über die rechte und linke Schulter bei (das hängt unter anderem vom individuellen Abdriften des Hundes ab). Wie verhindere ich eine Verringerung der Grundschnelligkeit beim Einweisen durch das Sitzpfiff Abstoppen? Welche Rolle spielen eigene Gewichtsverlagerungen beim Einweisen nach dem Sitzpfiff..

    Generell müssen schon bei den Bascis die Geländegegebenheiten und der Wind berücksichtigt werden..Wie sieht das Windverhalten bei unterschiedlichen Geländearten aus und wie muss der Hund da geschickt werden. An welchen Geländepunkten (z.B. an Hängen) steigt der Wind, wo fällt er wieder ab. Wo akkumulieren sich Geruchswolken. Wie vereinbart man damit ein exaktes Lining?

    Das erwähnte Beispiel mit dem Markieren..wenn ein Hund damit Probleme hat, muss ermittelt werden ob er

    a) das Dummy überhaupt wahrnehmen kann
    b) es ein Aufmerksameitsproblem ist
    c) er zu früh wegschaut
    d) an welchen Punkten er genau die Flugbahn verfolgt
    e) ob er sich die Fallstellen nicht merken kann oder ob es ein Problem des gezielten Anlaufens ist
    f) wie sieht das Suchverhalten an der Fallstelle aus

    Dann die Lösungsoptionen...

    -Modifizieren der Flugbahn (ein Helfer wirft anders als man selbst vom Hund ausgehend wie bereits erwähnt)
    -wie viel Kontrast bietet das Gelände
    -lässt sich der Hund durch Geländeunebenheiten irritieren
    -helfen ihm Flatterbänder, Orientierungspunkte im Gelände oder weiße Dummies (das hängt davon ab, ob der Hund im Zielgebiet eher die Nase oder die Augen einsetzt) und und und...

    Das sind jetzt nur zwei klitzekleine Puzzleteile...

    Ich weiß nicht, ohne Umwege kriegt man das glaub ich nicht ohne Unterstützung hin...

    Da gilt aber nur für RETRIEVER in ihrem spezifischen RETRIEVERSPORT und für Leute die möglichst ohne größere Umwege im Zeitraum eines Hundelebens in die F/O mit entsprechenden Erfolgen möchten

    Mein Pointer hatte 7 Knubbel die ich herausnehmen und untersuchen ließ...es waren letztendlich drei verschiedene Tumorarten und eine Zyste, alles gutartig.

    Außerdem wurde bei ihm mit 7 Jahren ein malignes Lymphoma diagnostiziert...ich war am Boden zerschmettert, aber es war letztendlich "nur" eine entzündete geplatzte Speicheldrüse (knapp daneben ist bei der Zytologie auch vorbei :P ) verursacht durch den Zweithund und eine durchstochene Vene :P

    Es geht doch nur um die Aussage von Liv, dass man mit einem self made Aufbau der Frei Verloren Suche für einen Sportretriever nix kaputt machen kann.

    Das stimmt so nicht.

    Ganz unabhängig davon, wie viele "Spaßapportretriever" etc. und sonstige Prüfungen es gibt (Jagdhundeprüfungen sind auch nicht einfach, aber halt meilenweit weg von FT-Niveau...da gehts um ganz andere Sachen)

    Also ja, eine offtopic Diskussion

    PS: die Freiverloren Suche ist im Sportbereich "ohne" Wild.
    Wenn jemand ernsthaft einen Hund zur JAGD ausbilden möchte ist er in diesem Thread ja wohl nun wirklich falsch, das sollte doch jedem klar sein oder?

    Die Anforderungen im Sportbereich (Field Trials und Workingtests) sind viel viel höher als die der "praktischen" deutschen Niederwildjagd und deren entsprechende Prüfungen...

    Und wenn man nicht einsieht, dass man von der Erfahrung von Leuten, die den shit seit Jahrzehnten mit zig Hunden gemacht haben, profitieren kann...dann weiß ich auch nicht...

    Aber es gibt so enorm viel was man nach guter Anleitung eh alleine üben muss und eine "Frei Verloren Suche" ist super einfach aufzubauen, macht saumässig Spass und man versaut mit Sicherheit keinen Retriever, wenn man dann in höheres DUMMY-Training einsteigen will.

    Und EINWEISEN....kann man auch langsam aufbauen. das ist eh Fleissarbeit.

    Ganz zu schweigen vom SAUBEREN Apport.

    Nein. Wenn man tatsächlich erfolgreich im Dummysport mitmischen will, ist es ziemlich unwahrscheinlich, ohne professionelle Unterstützung die oben genannten Sachen einüben zu können.

    Eine Freizeit Freiverloren Suche ist das eine...etwas anderes ist die optimale Gelände- und Windausnutzung, die man sich allein schon durch das falsche Ansetzen im falschen Winkel zum Wind in der Lernphase zerschießen kann.

    EDIT: Jap genau, wie es in dem Link steht

    Zitat

    Auf diese Weise führt ein Hund seine natürliche Suche gegen den Wind durch. Den Abstandzwischen den Bögen muss der Hund so wählen, dass er die gesamte Witterung in den Zwischenräumen mitbekommt. Werden diese zu breit oder unregelmäßig genommen, läuft der Hund Gefahr keine Witterung aufnehmen zu können und am Wild oder Dummy vorbei zu laufen. In dieser Zeichnung wird der Hund das linke Dummy im ersten Durchgang verpassen.


    Müsste da der Verein nichts sagen?
    Der Hund kann doch kaum laufen.

    Und ist es normal, dass man durchgehend mit Handzeichen (habe jetzt ohne Ton geguckt) arbeiten darf?
    Bei mir im Verein wären mir schon die Hände abgehackt worden.

    Das ist vollkommen Wurst, wie viel du in jagdlichen Situationen mit der Hand rumwurstelst, hauptsache der Hund gehorcht und es geht leise zu.

    Ich würde bei dem Hund hoffen, dass es so ein "Theo" Fall ist