Beiträge von dragonwog

    Also wir hatten ja am Donnerstag den Termin. Ich muss sagen (und das sehen drei beurteilende Personen so), für die Arthrosebaustelle ist das der Hammer. Morgensteifigkeit und schwereres Aufstehen sind komplett passé. Draußen muss man ihn jetzt sogar bremsen, sonst würde er sich vermutlich die Bandscheiben ganz kaputt machen. Er öffnet jetzt auch wieder Türen...das ist für mich ein deutlicher Indikator für eine reduzierte Schmerzhaftigkeit der Hüfte.

    Nun noch einen Bericht von der letzten Welpenstunde. Auf dem sehr schönen Gelände befindet sich auch ein Teich, da dort auch Dackel jaglich ausgebildet werden. Es waren 8 Welpen-Dackel bei der Schulstunden anwesend. Es gehört dazu, dass wir alle erst einmal eine Runde drehen und die Kleinen frei laufen können. Wir kommen auf diesen Teich zu und was macht mein Kamikaze-Dackel-Pepe: nimmt Anlauf und springe volle Lotte in den Teich. Mein Puls war schlagartig auf 1.000. Der Trainer hat in rausgezogen, Pepe hat gezittert wie Espenlaub. Zum Glück hatte ich eine Decke und einen Kuschelsack dabei und konnte ihn aufwärmen. Ich hoffe, dass er sich das jetzt merkt und erst einmal nicht mehr in den Teich hüpft.

    Ähm Dackel können doch ganz normal schwimmen? Warum musste er rausgezogen werden? In dem Alter sind 2/3 meiner Welpen schon ganz normal geschwommen.

    Das ist jetzt auch meine Vermutung. Nur, eine OP will ich dem Oldie nicht mehr zumuten. Cortison wäre noch eine Möglichkeit.

    Das ist auch der langfristiger Plan von unserem Tierarzt, wenn es beim Pointer schlechter wird (er hat "frische" Hüftarthrose und Bandscheibenprobleme). Wenn Librela und Gabapentin nicht ausreichen, wird Cortison gegeben. Das ist ja glücklicherweise mit Librela kombinierbar.

    ich bleib auch mal.hier. falls hier jemand schon mehr weiss: kann librela previcox in maximaldosis ersetzen? Oder durch novalgin ergänzt werden?

    Mein grossväterchen verträgt die medis einfach nicht mehr so gut. Und Übelkeit statt schmerz ist irgendwie auch nicht so optimal.

    Meiner Erfahrung nach nicht. Das war meine große Hoffnung, aber funktioniert nicht. Ich habe noch die zweite Dosis Librela geben lassen, um dem Effekt der Boosterung eine Chance zu geben, aber es ersetzt Previcox nicht mal annähernd. Weswegen ich dieses jetzt noch parallel gebe.

    Ist Arthrose sein einziges Problem oder gibt es noch andere schmerzverursachende Baustellen?

    Der Vorwurf, dass es bei entsprechenden Summen nicht mehr um das Tier ging, kam von dir. Als Beispiel für eine entsprechende Summe wäre ein schwierig zu entfernendes Sarkom, dass mit einer kleinen Hauttransplantation versorgt werden und anschließend bestrahlt werden muss. Für den einzelnen Hund stehen dann die Chancen nicht schlecht, dauerhaft "gesund" zu sein. Aber das muss man sich auch erstmal leisten können, und da finde ich Aussagen wie von knabbermoehre ala "was muss das muss, ist kein Problem" gemessen an den Summen, die zustande kommen können, absolut nicht repräsentativ für einen guten Teil der Hundehalter/innen.

    Aber wo habe ich Gegenteiliges geschrieben? Ich bin völlig bei Dir und finde es nicht selbstverständlich mal eben eine hohe vierstellige Summe auf einem Schlag über zu haben.

    Dennoch habe ich gewiss niemanden unterstellt egoistisch zu handeln. Ich sagte lediglich dass man sich vorab die Frage stellen muss, ob man bei einigen Krankheitsbildern dann, aus Liebe, dem Hund noch Gutes tut oder nur Leid verlängert. Das ist meines Erachtens eine sehr wichtige Frage die gemeinsam mit den TÄ geklärt werden muss. Aber an welcher Stelle habe ich jemanden vorgeworfen, der diese Kosten auf sich nimmt, das nur für sich tut?

    Dann habe ich dich falsch verstanden (bzw. eine Abwägung muss ja immer erfolgen bei Eingriffen, auch wenn es sich um günstige Optionen handelt). Im Prinzip wurmen mich zwei Sachen (wirklich ganz unabhängig von Usern, ich habe keine Probleme mit den hier Schreibenden!):

    1. Sich sicher zu sein, alle Tierarztkosten immer stemmen und jederzeit die optimalste Behandlungsoption unabhängig vom finanziellen Aufwand auswählen zu können. dürfte nur einem geringen Anteil sozioökonomisch sehr hoch angesiedelten Schichten möglich sein. Meinen Erfahrungen nach werden solche Aussagen oft von Personen getroffen, die noch nicht erlebt haben, wie astronomisch hoch Behandlungskosten sein können.

    2. Behandlungskosten und Prognose stehen nicht immer in einer negativen Korrelation zueinander

    Zudem sprichst du von Portokasse. Heißt für mich eine Summe die vorhanden ist und mit einem Schlag ausgegeben werden kann. Ergo, Behandlungskosten die ad hoc in einer Summe anfallen. Da fallen mir schlicht und ergreifend keine Krankheiten ein die das verursachen. Verzeih meine Naivität und Unkenntnis.

    Der Vorwurf, dass es bei entsprechenden Summen nicht mehr um das Tier ging, kam von dir. Als Beispiel für eine entsprechende Summe wäre ein schwierig zu entfernendes Sarkom, dass mit einer kleinen Hauttransplantation versorgt werden und anschließend bestrahlt werden muss. Für den einzelnen Hund stehen dann die Chancen nicht schlecht, dauerhaft "gesund" zu sein. Aber das muss man sich auch erstmal leisten können, und da finde ich Aussagen wie von knabbermoehre ala "was muss das muss, ist kein Problem" gemessen an den Summen, die zustande kommen können, absolut nicht repräsentativ für einen guten Teil der Hundehalter/innen.

    Tja, manche können halt nicht 15 000 aufwärts aus der Portokasse bezahlen

    Da muss man sich aber auch die Frage stellen, welche Krankheit bzw. medizinischer Grund 15.000€ TA und Behandlungskosten verursacht, und ob es dann noch eine Entscheidung zugunsten des Hundes ist, an seinem Leben festzuhalten.

    Am Ende geht es um den Hund und als Halter muss man sich dann die Frage stellen, was tut man FÜR den Hund und was für einen selbst.

    Und die Rede ist bisher von vierstelligen Summen (was natürlich auch schon sehr viel ist) :smile:. 15.000€ Sprengen meines Erachtens den Diskussionsrahmen. Alleine schon aufgrund o.g. Frage welches Krankheitsbild solche Kosten verursachen könnte.

    Natürlich ist es bitter wenn jemand die TA Kosten für sein Tier nicht stemmen kann. Aber es ist nunmal Alltag dass dies leider vorkommt. Das ist völlig wertfrei gemeint.

    Das kann je nach Krankheitsbild zusammenkommen. Allein zwei Chemozyklen oder Bestrahlungen bei kurativem! Protokoll. Oder Korrekturen nach Osteotomien. Da sich auch einige Personen im Forum befinden, die solche Summen bereits für ihre Hunde ausgeben mussten, finde ich es absolut vermessen, diesen jetzt zu unterstellen, sie würden das ausschließlich für SICH tun. Sei "froh", dass du anscheinend noch nicht in den Kontakt mit onkologischen Therapieoptionen gekommen bist und dich nicht auskennst, aber erzähl hier nicht, was wann für die betroffenen Hunde "lebenswert" ist, ohne einen Schimmer davon zu haben.

    Rechne doch mal zusammen, wie viel die jeweiligen Knie OPs für deinen Sharing Hund plus Physio plus Medikamente gekostet haben und noch kosten werden. Und das in einem Mehrhundhaushalt mal 2 und tada, dann kommen solche Summen auch bei Standard OPs zusammen.

    Das sagt sich so leicht..höhere vierstellige Beträge muss man auch erstmal immer zur Verfügung haben

    Wäre hier Gott sei Dank nicht das Problem aber ich weiß auch dass bei weitem nicht jeder so gestellt ist :no: Hab oft genug in der TK Leute heulen sehen weil sie die Rechnungen kaum oder gar nicht stemmen können.

    Tja, manche können halt nicht 15 000 aufwärts aus der Portokasse bezahlen