Beiträge von dragonwog

    Wenn er das Würstchen niemals fressen darf, würde ihn die Situation, dass er nicht ans Würstchen kommt, mit jeder Einheit immer weniger stressen. Vorausgesetzt man übt das Sitz gescheit, also mit Belohnung dem Ausbildungsstand angemessen.

    Ich glaube, dass ich mir da eher selbst im Weg steh. Ich denke schon, dass der Hund das (ich nenn es mal) ertragen lernen kann.

    Aber in der Situation kann ich nicht anders, als zu denken: Wenn ich jetzt eine halbe Stunde geduldig vor einer Schweinshaxe mit Knödeln sitze * so richtig mit röscher Kruste) in der Hoffnung, ich krieg die, wenn ich jetzt brav warte. - Und dann kommt die Bedienung und trägt die wieder weg!!! Katastrophe!!! Mein Vertrauen in die Güte des Weltgeists geht verloren!!!

    Auch wenn ich jetzt brutal vermenschliche: Das will ich meinem Hund einfach nicht antun. Sie wartet brav- sie kriegt es.

    Und das machst du dann bei Katzen auch so?

    oder das einfache Aushalten im Sinne eines Gewöhnungseffekt.

    Also, glaubst du, es gibt diesen blanken Gewöhnungseffekt? Und gewöhnt man sich dann an den Frust oder an den Auslöser? Ich finde, dass das ein enormer Unterschied ist.

    Ich würde Mal von einer Interaktion ausgehen? Zu einem groben Überblick von Frustration beim Hund finde ich btw dieses Paper ganz nett https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6535675/

    Den Vergleich finde ich an dieser Stelle schwierig. Wenn Frust immer vermieden wird, wie soll der Hund dann lernen damit umzugehen? Das ist in unserer belebten Umwelt ohne deprivierte Haltung meiner Meinung nach nicht umsetzbar

    Nee, ich glaube der ist sowieso häufig genug da. Da muss ich keine zusätzlichen Situationen erzeugen. Und da Frust so häufig da ist (also bei meinen Hunden auf jeden Fall!) versuche ich eher, frustrierende Situationen zu umgehen (also z.B.: drei frustrierende Hundebegegnungen und zwei Katzen und einen Döner pro Tag musste ich bis zum Nachmittag in Kauf nehmen. Das ist genug Frust. Die Abendrunde wird einfach nur möglichst entspannt. Ganz lange Leinen, ganz spät losgehen, irgendwo, wo ziemlich sicher kein Essen rumliegt und keine Katzen sind, einfach schnüffeln, bummeln, rumwuseln dürfen)

    Und frustriende Situationen versuche ich einigermaßen aufzufangen. Geht nicht immer. Egal. Aber Umlenken, anderes Kommando, sanft durch die unguten Gefühle schiffen - wenn möglich, ist das eher mein Weg.
    Aber kann ja voll sein, dass das Quatsch ist. Ich kann nur selbst mit Frust und Stress schlecht umgehen und deshalb käme ich nicht auf die Idee, den extra zu erzeugen oder auch nur billigend in Kauf zu nehmen wenn es irgendwie zumindest ein bisschen abgefedert werden könnte.

    Achso, hab dich falsch verstanden. Ich dachte es geht darum, generell den Hund auch aus Frustsituationen innerhalb des Alltags fernzuhalten. Ich kenne Besitzer/innen, Trainer/innen die das versuchen (hab selbst dazugehört) und das Ergebnis gefällt mir nicht.

    Ich denke halt, dass das eben alles zum Konstrukt Frustration/Frustrationstoleranz gehört, also sowohl das Aushalten von Frust mit direktem Zugang zum Verstärker als auch der "Ersatz" oder das einfache Aushalten im Sinne eines Gewöhnungseffekt.

    "Klassischerweise" kann ich nicht beantworten.
    Bei mir gibt es mal ein Wartenmüssen, auch mal ein Verbot, auch mal ein ähäh und sogar mal ein 'hey!' aber ich versuche ja eigentlich immer, keinen Frust aufkommen zu lassen. (Wir sind ja beide Lehrer*innen, und es ist sicherlich irgendwie in uns drin, dass man Frust einfach vermeiden will)

    Den Vergleich finde ich an dieser Stelle schwierig. Wenn Frust immer vermieden wird, wie soll der Hund dann lernen damit umzugehen? Das ist in unserer belebten Umwelt ohne deprivierte Haltung meiner Meinung nach nicht umsetzbar

    Ah, Alex Hundecoach...ja also, diese Definition von ihm ist halt selbsterfunden und kein durchdefiniertes Konstrukt. Es erscheint mir auch nicht logisch, aber das ist ja generell das Problem von schlecht operationalisierten, selbstdefinierten Konstrukten.

    Meine Meinung...wenn mein Hund z.B. zu einem Brötchen gehen möchte, ich das aber abbreche und ihn nachdem er sich zu mir umorientiert oder das Brötchen apportiert hat, eben jenes fressen lasse, fällt es trotzdem unter Frustrationstoleranz.

    Genauso wenn Hundi kreischt weil es zu anderen Hunden hinwill, sich aber dann zusammennimmt und als Belohnung hindarf. In beiden Situationen gibt es eine gewisse Frustration durch die nicht sofortig erfolgende Bedürfnisbefriedigung. Hund lernt aber, dem Frust nicht nachzugeben, also wird "Frustrationstoleranz" erarbeitet.

    Heute neue Bestzeit ohne Hund, und das Beste..bin jetzt konstant seit Februar ohne Knie-Schmerzen, das Stabitraining zahlt sich aus


    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Ada hat noch Schonzeit wegen ihrer Pyo OP

    Hm nee kommt drauf an...sollte sich so ein Knubbel als Mastzelltumor herausstellen, kann die Entwicklung durch Medikamente gebremst bis gestoppt und sogar teils zeitweise! rückgängig gemacht werden. Dazu muss man aber halt wissen was man da vor sich hat.

    Aber vor einer Biospie steht eigentlich immer eine Feinnadel Aspiration. Warum wird die nicht gemacht? Reicht doch aus und ist wie gesagt eigentlich zwingend vor eine Biospie notwendig.