6-10 km am Tag, 3 Jahre, 10 Jahre und bis kürzlich 14 Jahre, wobei die Strecke der Hunde exakt gemessen deutlich mehr sein sollte durch das hin- und herrennen. Die Morgen- und Abendrunde umfasst nur 1.6-2 km. Mit jedem neuem Hund hat die Grundgeschwindigkeit abgenommen, der neue Hund läuft sogar oft im Trab ![]()
Beiträge von dragonwog
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Vielleicht sollte man sich auch von dem Stereotyp lösen, dass die Rasse übermäßigen Einfluss auf das Verhalten hat. O-Ton -> Individuelle Unterschiede innerhalb der Rassen sind größer, als rasseübergreifende Unterschiede. Mit anderen Worten, die Rasse spielt beim Verhalten der Hunde eigentlich eine eher untergeordnete Rolle.
Gefährliche Hunde? Neue Studie zeigt: Rasse hat kaum Einfluss auf Verhalten | MDR.DE
Dort ist auch ein Link zur originalen Studie ( englisch ).
Ohje ich muss doch drüber bloggen. Die Studie ist unheimlich schlecht von den Medien aufbereitet worden. Erstmal ist der Durchschnitt! von 8 Prozent für die Heritability von Persönlichkeitseigenschaften ein gar nicht so geringer Wert. Gerade bei so einer heterogenen Studienpopulation, wie sie durch das Internetprojekt zustande gekommen ist. Dann ist das gar nicht das wirkliche Fazit der Studie sondern eher...trotz Rassezugehörigkeit kann es zu Ausreißer hinsichtlich des typischen, erwarteten Verhaltens kommen. Also auch wenn der Großteil der Labradore wenig ängstliches/aggressives Verhalten zeigt, gibt es Ausreißer. Die Rasse ist also keine Garantie! für bestimmte Persönlichkeitseigenschaften. Aber das heißt mitnichten, dass es da keine genetisch bedingten Unterschiede gibt. Als sogar hochgradig erblich sind in mehreren Studien und auch dort motor patterns...
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Als ich dann jedoch die Hunde live gesehen habe, bei denen das funktionieren sollte, wurde mir dann auch einiges klar.
Was genau meinst du damit?

Alss der Typ Hund bei dem es passend isist im Vergleich zu deinem Hund? Oder verstehe ich den Satz falsch?Ich weiß nicht, wie ich es formulieren soll, ohne jemanden auf die Füße zu treten. Also wenn man auf die Einschränkungen der Methodik hinweist und dann zur Antwort bekommt, dass die wahrgenommenen Misserfolge an diversen Aufbaufehlern und fehlenden Berücksichtigungen von Stolperfallen liegen müssen....während man genau die gleichen Probleme bei den dozierenden, lehrenden Personen sieht...dann passt da was für mich nicht.
Anderster bei meinem nordischen Hund funktionieren die Methoden übrigens um Längen besser als bei meinen britischen Jägern
Was ich persönlich nicht mag ..wenn man bei Problemen dann immer automatisch davon ausgeht, dass die Ausführung schlecht/mangelhaft ist. Manchmal passt es auch einfach für den Hund nicht.
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Für einen Hund, der sich so easy belohnen lässt und so geil auf einen Rückruf reagiert, würde ich mir vermutlich gar nicht die Mühe mache den doppelten Rückruf aufzubauen. Ich würde auch nicht jeden Hund oft actionreich belohnen. Es gibt nie die eine Lösung, die für alle Hunde passt. Aber der doppelte Rückruf kann für viele Hunde ein wertvolles Tool sein. Da darf man auch individuell auf den Hund eingehen.
Naja, unsere Belohnungen waren sämtliche unter Signal gestellten Umweltbelohnungen, Verlorensuche auf der Rückspur, kleine Futtersuchen, Futterkegeln, das gekelgtes Futter in unterschiedlichsten Varianten, Suchbäume, Wachteln, Freiverlorensuche, das Futter verschiedenst kredenzt als Ende einer Futterschleppe, in Kauspielzeugen versteckt, die klassischen Zeitungspapier/Herauskruschelbällchen, Chicken McNuggets Tütchen. Und falls jetzt kommt, warum nicht einfach Futter verwendet wurde...das wurde nicht genommen, trotz vorher aufwendigen Verknüpfungsprozessen (Futter vor einer Umweltbelohnung präsentieren und Interesse anmarkern usw). Runterbringen mit isometrischen Übungen, konditionierter Entspannung, Runterfüttern usw. Wie gesagt, ist nicht dass hier irgendwie mal was sporadisch umgesetzt wurde, sondern das wurde gemeinsam im Rahmen der Ausbildung erarbeitet und überprüft. Als ich dann jedoch die Hunde live gesehen habe, bei denen das funktionieren sollte, wurde mir dann auch einiges klar.
Egal, die verwendeten Methoden sollten natürlich individuell auf den Hund passen, aber die Gefahr einer selbst schleichenden Steigerung des Erregungsniveaus und damit sekundär entstehenden schwereren Kontrollierbarkeit von Verhalten besteht meines Erachtens bei einem Großteil der Hundetypen. Gerade bei Jagd- und Hütehunden.
Vor ein paar Jahren und noch voll in der Bubble involviert, hätte ich was anderes geschrieben. -
Also nur weil man selbst nicht mit so vielen Schleppleine zurechtkommt, muss das nicht dafür die Allgemeinheit gelten.. Und vielleicht werden sie kleinen Grüppchen ausgeführt?
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Mir ist übrigens noch NIE die Erregung durch die Decke geschossen bzw. der Hund ist danach niemals angeknipst und kommt nicht mehr von irgendeinem "Jagd-High" runter, nur weil ich actionreich mit hetzen belohne. Wenn es notwendig sein sollte, dann lasse ich die Erregung (die er schon vorher mitgebracht hat wegen Umweltreizen), dann abklingen, durch gezielten Einsatz von Futter und / oder Berührungen und dann können wir ganz normal weiter gehen.
Ich bin neidisch. Meiner hat sehr schnell die Verhaltenskette losrennen - auf Rückruf warten - weiter rennen - auf Rückruf warten - zurückgerufen werden, Rückruf als Marker empfinden - geile Belohnung - losrennen gebildet. Das Rennen ist selbstbelohnend, der Rückruf ist belohnend und im Zweifelsfall würde der bis zum Horizont laufen. Alternativ auch weiter laufen, wenn nur der „normale“ Rückruf kommt, weil es beim doppelten ja die bessere Belohnung gibt. Ganz egal, ob ich noch eine Entspannungsübung mache, oder nicht. Hier funktioniert warten deutlich besser als Dinge über den Rückruf zu lösen.
Überhaupt funktioniert actionreiche Belohnung für und gar nicht, schlicht weil er dann gezielt nach den Reizen sucht, für die es besagte Belohnung gibt. Und dann geht er halt nicht Gassi und „Zeitung lesen“, sondern Jagen. Das ist aber sicher auch sehr Hundetyp abhängig.
Da ich viele Jahre sehr Cumcane orientiert war (wie auch die Trainerin von Lagurue), ging mit das mit meinen Hunden auch so. Das passt je nach Hundetyp überhaupt nicht. Dafür ist der doppelte Rückruf meiner Erfahrung nach gut für Hunde mit Konzentrationsschwierigkeiten geeignet, damit sie auf Kurs bleiben. Und nein, da waren nicht die klassischen Fehler die erwähnt wurden involviert. Wurde auch so von den "Erfinderinnen" abgesegnet und gecoacht. Deren eigene Hunde hatten übrigens auch oft diese Probleme

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Vielen Dank für eure lieben Worte!
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dragonwog Wie geht es Pippi? Und dir?
Lieben Dank für die Nachfrage. Wir haben Pippi heute Mittag gehen lassen. Eigentlich hatten wir noch Termine in der Onkologie für die metronomische Chemotherapie und durch das Cortison ging es ihm die letzten Tage eigentlich sehr gut. Gestern Nacht allerdings hatte er einen starken Hustenanfall und dabei Panik bekommen. Das wollte ich ihm nicht nochmal zumuten. Weder dass er erstickt noch dass er das bis zum Anschlagen einer geeigneteren Therapie nochmal miterleben muss. Der Gang zur Praxis war furchtbar, Pippi war wieder supergut drauf und ist fröhlich und wach mit uns mitgegangen. Leider war dann noch unser Tierarzt im Urlaub und die Vertretung und tiermedizinische Fachangestellte konnten zunächst überhaupt nicht nachvollziehen, warum wir jetzt diesen Hund erlösen wollten. Dann kam aber zum Glück eine Tierärztin, die uns und den Fall kennt und die das auch für die absolut richtige Entscheidung gehalten hat. Zugegebenermaßen fand ich das jetzt alles schwieriger als bei unserem Vizsla. Der hatte eindeutiges Leber- und Nierenversagen und war einfach schon vollkommen am Ende. Pippi halt nicht... Wir haben 15 Jahre zusammen verbracht und ich hätte gern noch etliche drangegangen. Aber nicht unter diesen Bedingungen.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Das ist das letzte Bild von heute morgen. Vielen Dank an doll parts für die Unterstützung heute morgen.
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Ich finde es gibt einen signifikanten Unterschied zwischen "mein Hund würde Fremde nicht an mich ranlassen, wenn ich bewusstlos wäre" und "mein Hund tötet den Hund einer Ersthelferin".
Bin ich die Einzige, die das so sieht?
Nö hab ich doch schon mehrfach darauf hingewiesen.