Ob man den Hund wirklich in sein Herz lassen kann und lieben, hängt meiner Meinung auch nach ganz stark damit zusammen, ob man sich die richtige Rasse ausgewählt hat.
Wenn man sich zb aus Unkenntnis einen Jagdhund holt, aber diese ganze Jagdsache einen total nervt.
Hm, habe das ganze Spektrum und wusste vorher nicht so richtig, worauf man sich da einlässt. Pointer, der eigentlich nie bei einem beim Spaziergang ist (hatte ich in diesem Ausmaß nicht erwartet), superwuseliger durchgeknallter Springerspaniel (nein, das Maß an Wuselikgeit hatte ich auch hier nicht erwartet) und ein viel zu viel denkender Akitamix. Wahl erfolgte nüchtern gesagt 100 Prozent nach Optik. Ich hab sie alle gleich lieb und nach wenigen Tagen. Da musste nichts "großartig wachsen". Wortloses Verständnis wird es hier glaub ich niemals geben, ich weiß, davon berichten hier viele im Dogforum. Mein Senior war bis zum letzten Tag zur kreativen Lebensgestaltung motiviert, Wortlosigkeit würde hier Chaos bedeuten.
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Ich finde es eher befremdlich, wenn jemand sagt, ich hab den Welpen zwar erst seit zwei Wochen, aber ich liebe ihn schon heiss und innig.
War bei mir bei jedem Welpen nach wenigen Tagen so und die ersten Wochen hab ich auch jeweils übermäßig viel an den jeweiligen Hund gedacht^^. Das Phänomen gibt es eigentlich bei frischen Eltern.
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Zum anderen finde ich persönlich aber die romantische Vorstellung, alles ist immer rosarot und passt perfekt von Anfang an, man versteht sich nur mit Blicken und hat keine Probleme, sehr verklärt.
Für mich persönlich sind Probleme und meine Bindung zum Hund irgendwie vollständig dissoziiert. Ich weiß aber, dass tendenziell verschiedene Faktoren dazu führen, dass die Bindung zum Hund schwächer wird. Laut Studien sind das eigene Kinder, die Verwendung als reine Arbeitshunde , als problematisches empfundenes Verhalten, wenig miteinander verbrachte Zeit und wenig vom Hund gegenüber dem Menschen gezeigte Affektivität.
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Jeder kennt sie wohl, die Momente, wo man den eigenen Hund gern an die Wand klatschen will. Das hat für mich nichts mit „nicht mögen“ zu tun, sondern sind einfach Phasen und Momente. Man ist ja auch nicht immer gut drauf und hoffentlich nicht immer mies gelaunt.
Nope