Beiträge von dragonwog

    Ich denke so allgemeine Grunderziehungs-Gruppenangebote sind halt primär sinnvoll für Hunde, die in Anwesenheit anderer noch Schwierigkeiten mit der generellen Ansprechbarkeit haben. Diesen Umstand, also die Ablenkung durch andere Hunde,hat man dann ja durchgängig.

    Auch negative Verstärkung kann ziemlich fiese Auswüchse haben, ein "besser oder schlechter" als Techniken der pos. Strafe gibt es da mAn nicht.

    Die einzelnen Quadranten sind immer so fair/unfair, wie die Umsetzung erfolgt und die Umgebungsvariablen sind. Ist mir mittlerweile viel zu kurz gegriffen, allein von der Verwendung einen Rückschluss auf das Wohlbefinden des Hundes zu treffen.

    Du verwendest gar keine Futterbelohnungen? Welche stattdessen oder läuft die Erziehung dann bei dir vorrangig über negative Verstärkung?

    Genau, ich prügel meinen Hund |)

    Mittlerweile funktioniert das, im Junghundealter war es sehr schwierig und ich habe viel mit gemeinsamem Spiel, mal mit Zergel, mal kurz rennen und springen etc. gemacht.

    In der Hundeschule war ihr einfach alles zu viel und wir haben keine Hilfestellung bekommen, weil Schema F einfach für uns nicht gepasst hat.

    Ahhh lalala, überlesen, danke

    Also zu erstens, sag Mal geht's dir gut??

    Zu zweitens, ok das ist dann schon das, was ich unter 0/8/15 oder Schema F oder wie auch immer klassifizieren würde, nämlich dass dann halt Spielzeug oder kurze Aktivität gemeinsam einen Verstärkungswert haben. Ich ging jetzt von größeren Schwierigkeiten aus.

    Das könnte zb auch sein „dem Hund ist ne Situation mit fremden Hunden zu eng - und wenn er sich gut verhält, darf er die unangenehme Situation verlassen“..

    Exakt auf sowas wollte ich hinaus, merci. Und jetzt weiß ich leider immer noch nicht, was statt Wurst und Käse als Belohnung verwendet wurde bzw. was stattdessen gemacht wurde um Verhalten zu verstärken. Und es interessiert mich wirklich...

    Dabei gibt es so viele Möglichkeiten den Hund positiv zu bestätigen, ohne Futter. Alleine Spielzeug ist ein weites Feld, inkl. Apportieren, Zergeln, Werfen, Quietschies, Sachen mit Fell, Bälle zum Knautschen etc etc.

    Und das kommt von mir, die einen futterliebenden Hund hat, aber auch den kann ich ohne Futter bestätigen.

    Es gibt nunmal genügend Kandidaten, die z.B. vom Gruppensetting noch zu gestresst sind oder aus anderweitigen Gründen kein Futter und keine Spielzeugbelohnungen annehmen. Und ja da kommt man situativ mit den erwähnten Möglichkeiten weiter. Z.B. hab ich gerade einen Shiba der keinen damn auf Spielzeug Futter und Co. anfangs gab, der wurde nach einem ihm bekannten Signal halt solange genervt, bis er es ausgeführt hat...dann wurde er in Ruhe gelassen. Mittlerweile nimmt er auch Futter, aber anfangs ging das halt nicht.

    Du verwendest gar keine Futterbelohnungen? Welche stattdessen oder läuft die Erziehung dann bei dir vorrangig über negative Verstärkung?

    Bei unserer Hundetrainerin wird der Hund so belohnt, wie er es am besten findet….Kasper belohne ich häufig mit einen kleinen Zerrspiel, aber auch Futter geht bei ihm gut….aber nur die gute Hundewurst….Trockenleckerchen spuckt er mir vor die Füße……Für Yoshi ist Futter das Highlight…..bei ihm brauche mit Spielzeug nicht kommen….er hat noch nicht kapiert, dass man auch mit dem Menschen z.B. zergeln kann….er zergelt nur mit Kasper…..

    Ja klar, aber außer Futter- und Spielzeugbelohnungen ist in Gruppensituationen nicht viel möglich (verbales Lob etc ist in der Regel kein Verstärker). Response deprivation und so... . Oft bleibt dann halt nur die Arbeit über positive Strafe und negative Verstärkung, daher meine Frage.

    Ganz spannend fand ich auch, dass er sich ja ziemlich kritisch zum Absichern von Kommanfos/Verhalten äußerte. Ich geh davon aus, da war vor allem aversives Absichern gemeint. Hier im Forum haben auch schon immer wieder mal Leute erwähnt, dass sie zB Ablage oder auch Rückruf aversiv absichern. Die Meinung des Interviewten dazu schien ja eher zu sein, wenn man wirklich sauber trainiert, ist ein Absichern durch eine künstlich geschaffene Situation gar nicht notwendig und dass es sogar eher kontraproduktiv sein kann, weil man den Hund dadurch u.U. erst auf die Idee bringt, dass es ja eine andere Möglichkeit als das Befolgen des gegebenen Signals gibt...

    Wenn man den Hintergrund des Interviewten kennt ist das kein Wunder.

    Esther Schalke (seine "Partnerin") ist sehr bekannt für die (rein) positive Arbeit im Schutzdienst und Polizeihundewesen.

    Hier in der CH ist sie sehr bekannt.

    What?? Also das stimmt so nicht, die arbeiten zwar suuuperkompetent aber nicht rein positiv! Sie hat lange im Bereich der Verhaltenstherapie gearbeitet und auch da alles andere rein positiv (und ich halte sie für eine der kompetentensten veterinärmedizinischen Verhaltenstherapeutinnen)

    Was sie machen ist, viel mit sekundären Verstärkern (Clicker/Markerwort usw.) zu arbeiten, gerade im Aufbau