Ich glaube das ist genau der Grund, warum sich viele Menschen, auch im Rassenhundezuchtbereich, mit dem negativen Einfluss der genetischen Engzucht so schwer tun. Man sieht das einfach nicht!
Du siehst zwar viel mehr Hunde als wir anderen, aber es kommen eben vor allem die Kranken. Bei uns gibt es z.B. 2/3 Mischlinge und 1/3 Rassenhunde (gemeldet), Wenn unsere Tierärzte bei einer bestimmten Krankheit Rassehunde und Mischlinge gleich häufig sehen, heißt das, dass die Krankheit bei Mischlingen viel seltener ist.
Und wenn dann noch ein großer Teil der Mischlinge aus dem Ausland kommt, wird die Vergleichbarkeit noch schlechter.
Wenn Hunde einer Rasse durch den Inzuchteffekt in vielen Systemen einen weniger funktionalen Stoffwechsel haben, dann erkrankt der eine mit 11, nicht mit 12 an einer Herzerkrankung. Bei einem anderen versagt die Niere mit 4 Jahren. Der dritte bekommt Krebs und überlebt nur 4 Monate, nicht 8. Der fünfte kann seine Infektion nicht so erfolgreich überwinden und sie wird chronisch. Der 6. verträgt kaum ein Futter und bekommt irgendwann eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Das alles ist einfach nicht so spektakulär, wie eine vererbte Krankheit wie DCM oder PRA. Aber in der Summe verschlechtert es eben doch die Gesundheit der Hunde und verkürzt ihr Leben.