Beiträge von dragonwog

    Dann hast du lerntheoretisch noch nie was von Gegenkonditionierung gehört bzw. Ändern der CER. Ist schon ok

    Funktioniert aber doch eher bei Hunden die aus Unsicherheit/Frust/Angst sowas zeigen als weil wirklich selbstbelohnend weil sie die Pöbelei als solche geil finden.

    Zumindest verstehe ich miamaus2013 Beitrag so.

    Ja genau, bei solchen Hunden funktioniert das. Und daher war Potato wahrscheinlich ein Hund, der aus Unsicherheit oder Frust oder Angst gepöbelt hat.

    Die These wird auch oft beim Leinenpöbeln rausgekramt. Ich hab dazu auch schon ganz oft geschrieben, dass der Weg da bei uns wirklich ausschließlich über Lob ging. Jegliches negative meinerseits hat es nur verstärkt.

    Mich verwundert es aus lerntheoretischer Sicht wirklich, dass ein selbstbelohnendes Verhalten weggeht, wenn man zusätzlich als Mensch auch noch einen positiven Verstärker drauf setzt. :ka:

    Das ist ungefähr so, als wenn man einen Hund, wenn er vom Hetzen zurück kommt noch ne Belohnung gibt und dann erwartet, dass er das Hetzen sein lässt…

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das über diesen Weg passieren wird.

    Dann hast du lerntheoretisch noch nie was von Gegenkonditionierung gehört bzw. Ändern der CER. Ist schon ok

    Regel Nummer eins bei mir, sobald ich mich gewogen habe fliegt die Waage raus, es wird nur einmal im Monat an einem bestimmten Tag gewogen (Zyklus abhängig) und Sorte mein Essen an ww angelehnt aus

    Zudem Messe ich meinen Umfang am wiegetag....

    Wiege ich mich zu oft wird es zum Zwangsverwaltung und ich hab keine lust mich zu geißeln das die Waage heute 200g mehr anzeigt (zyklusabhängig) weil ich das dann direkt mit dem Eis verbinden das ich gestern gegessen hab....

    200 g haben doch nix mit dem Zyklus zu tun, ein Glas Wasser mehr und tada...

    anzudeuten dass irgendwelche Probleme in ihrem Charakter begründet lägen

    Aber jetzt mal ganz ehrlich: jeder und jedem von uns fallen je nach Wesensart andere Dinge leicht oder schwerer im Umgang mit unseren Hunden. Und natürlich liegen darin auch Probleme (unterschiedlichen Ausmaßes) begründet. Das hat ja nichts damit zu tun, ob man eine gute Hundehalterin ist.

    Ich bspw habe eher weniger ein Problem mit einem deutlichen Abbruch, weil ich einfach so aus mir heraus ein sehr lauter und "aufbrausender" Typ bin. Dafür habe ich ziemliche Geduldsprobleme und natürlich wirkt sich das auf das Training mit meinem Hund aus. Das ist doch ehrlich gesagt etwas illusorisch, dass Du so schreibst, als könnte das absolut nicht der Fall sein.

    Dass alle Probleme nur daran liegen, dass man das nicht durch andere Stellschrauben ausgleichen kann (siehe Phonhaus ) und dass das hier auf Einzelne bezogen zum Vorwurf gemacht wird, lese ich nur in Deinen Beiträgen als Interpretation, nicht in den ursprünglichen von Co_Co

    Durchaus. Aber es ist halt immer eine Kombi aus nature und nurture. Und das in Kombination mit dem fundamentalen Attributionsfehler ist eine heikle Nummer. So einfach, wie hier einiges dargestellt wird (via effektivem Abbruch zu regulieren), ist halt nur bei einem gewissen Prozentsatz der Hunde möglich.

    Weil es in meinen Augen ganz viel mit der inneren Haltung, der mentalen inneren Stärke und auch mit dem richtigen Timing zu tun hat.

    Timing ja...ansonsten sind das halt in der Regel Leute, die entweder aufgrund bestimmter Merkmale (Größe, Stimme usw. stärker hemmen) oder andere erklärbare Faktoren dahinterstehen. Aber mit so esoterischen Konstrukten kann man sich natürlich schön selbst erhöhen, weil nicht die einfach beschriebene Handlung im Sinne der Lerngesetze relevant ist, sonder man selbst und sein Können und die natürliche Autorität blablub.