Beiträge von dragonwog

    In allen placebokontrollierten Studien hat sich die Goldakupunktur als wirkungslos herausgestellt. Am schlechtesten schneidet sie in Studien ab, bei denen mittels objektiver Messungen die Gliedmaßenbelastung gemessen wurde. Dafür gibt's bei Gold einen starken Caregiver Placebo Effekt, sprich es werden Verbesserungen von den Besitzern wahrgenommen, die gar nicht existieren.

    Hast du da zufällig Links? Dann könnte ich hieran zügig einen Haken machen.

    Und muss so ein Verfahren eigentlich wie ein Medikament zugelassen werden? Nein, oder?

    Da verlinke ich einfach Mal meinen Blogpost, Quellen alle am Ende. Nein, leider gibt es dafür kein Zulassungsverfahren https://fluffology.de/post/kritisch-…nktur-beim-hund

    Persönlich würde ich die GA immer wieder machen lassen, wenn es mal nix bringt....... einen Versuch ist es auf jeden Fall Wert!

    Tja so einfach ist das leider nicht. Beim Menschen wird die Goldakupunktur ja auch angeboten (ebenfalls ohne belegte Wirkung) und da wird häufig von den Behandelten um eine Explantation gebeten, weil die Goldstücke ein dauerhaft störendes Fremdkörpergefühl hinterlassen... Blöd nur, dass der Hund das nicht äußern kann. Was man aber auch hier in Forum dauernd als Erfahrungsbericht bekommt ist, dass der Hund sich nach der Behandlung stark wälzt. Wurde mir von Doc R aus Falkensee auch als Verbesserung verkauft, die Hunde wälzen sich, weil ihr Rücke gelockerter ist usw. Naja da kann man jetzt 1 und 1 zusammenzählen...

    Und richtig interessant ist die Zusammenfassung bei Howse

    Also ich fasse zusammen (alle von dir verlinkten Studien)

    Mariti et al.: Calming Signals treten öfter in sozialen Situationen auf als wenn der Hund allein ist (surprise) und konflitvermeidende Signale werden öfter im Kontakt mit fremden Hunden gezeigt, um wie im Fazit steht, die soziale Kommunikation zu erleichtern und Aggression zu verhindern.

    MvEvoy et al.: Zusammenfassung/Review über methodische Mängel zu Studien über die Auswirkungen von Sozialisierungsempfehlungen

    Vekony et al.: Ältere Hunde haben höhere Werte bezüglich Dominanzverhalten. Dominanzverhältnisse entstehen in Interaktionen aus intrinsischen Variablen (Alter, Gene, Merkmale) und extrinsischen (Umwelt, Erlebnisse)

    Bauer et al.: Selbsthandicap ist ein wichtiges Spielsignal, Attacken kommen häufiger bei älteren, hochrangigeren Hunden vor

    Byosiere et al.: Der Spielbogen tritt vor allen Dingen in Spielpausen auf und dient vermutlich der Reiinitierung des Spiels

    Howse et al.: Je länger sich Hunde auf einer Hundewiese aufhalten, desto weniger haben sie Interesse an Artgenossen. Aggressionsverhalten wurde im Beobachtungszeitraum auf dieser Hundewiese selten beobachtet.

    Kobelt et al.: In einer Labradorpopulation standen folgende Variablen im Zusammenhang mit unerwünschtem Verhalten wie "Buddeln" und "Dinge zernagen": goldene Fellfarbe, kein Gehorsamstraining, hohe Aktivität und wie viele Umgebungswechsel der Hund macht.

    Tami et al.: Um vor allen Dingen Angstverhalten zu erkennen, ist theoretisches Wissen wahrscheinlich notwendig.

    Und was willst du jetzt damit bezüglich des Videos und Hundewiesen sagen?

    Also, ich kenne alle verlinkten paperw und verstehe überhaupt nicht, was die mit diesem Thema zu tun haben sollen? Könntest du zumindest von ein paar aus den Studien herauszitieren, was du damit sagen willst? Ich meine, da ist gut die Hälfte total diametral zu den vorherigen Aussagen, z.B. bei Howse (da wurde objektiv das Verhalten von Hunden auf einer Hundewiese erfasst)

    Zitat

    Snout-muzzle contact behaviours were ubiquitous, while other behaviours were rarely observed, including aggressive behaviours


    Hm. Bei herkömmlicher Akupunktur ist die Evidenz ja sehr spärlich, viel spärlicher als allgemein behauptet wird, insofern wäre ich da skeptisch. :denker: Oder ist das ein komplett anderer Ansatz? Wenn ja - welcher?

    In allen placebokontrollierten Studien hat sich die Goldakupunktur als wirkungslos herausgestellt. Am schlechtesten schneidet sie in Studien ab, bei denen mittels objektiver Messungen die Gliedmaßenbelastung gemessen wurde. Dafür gibt's bei Gold einen starken Caregiver Placebo Effekt, sprich es werden Verbesserungen von den Besitzern wahrgenommen, die gar nicht existieren.

    Der Ridgeback und Viszla Boom ist hier schon wieder vorbei, allerdings fand ich die RRs, die man hier vor einigen Jahren noch häufiger getroffen hat, alles sehr entspannte Gesellen, zumindest beim Aufeinandertreffen im Wald.

    Stimmt. Es flaut zum Glück ab. Viszlas sehe ich leider noch sehr viele. Alles huschige Hibbelhunde, wenn auch wunderschön.

    Was spricht denn gegen viele Vizslas. Ist doch viel besser als irgendwelche Qualzuchten

    @Helfstyna Das war nicht hysterisch, sondern ironisch gemeint.

    Ich erkläre später noch was dazu.

    Ich finde es völlig verquer, was hier aus den Szenen konstruiert wird und wie die Einstellung gegenüber dem Sozialverhalten von Hunden ist. Und da erachte ich meine Einstellung so im Spektrum noch als moderat. Aber was ist denn das für eine Vorstellung, dass Hunde keinerlei Konflikte mehr haben dürfen und sich alle nur zu absolut jeder Zeit soziopositiv in einer rosa Wattewelt begegnen dürfen. Das ist doch einfach...abartig, sorry.