Neala du läufst mit Strohhut und der bleibt auf dem Kopf??
Bin mit dem Teil sehr zufrieden https://www.decathlon.de/p/trinkgurtel-…6xoCRuAQAvD_BwE
Neala du läufst mit Strohhut und der bleibt auf dem Kopf??
Bin mit dem Teil sehr zufrieden https://www.decathlon.de/p/trinkgurtel-…6xoCRuAQAvD_BwE
In allen placebokontrollierten Studien hat sich die Goldakupunktur als wirkungslos herausgestellt. Am schlechtesten schneidet sie in Studien ab, bei denen mittels objektiver Messungen die Gliedmaßenbelastung gemessen wurde. Dafür gibt's bei Gold einen starken Caregiver Placebo Effekt, sprich es werden Verbesserungen von den Besitzern wahrgenommen, die gar nicht existieren.
Hast du da zufällig Links? Dann könnte ich hieran zügig einen Haken machen.
Und muss so ein Verfahren eigentlich wie ein Medikament zugelassen werden? Nein, oder?
Da verlinke ich einfach Mal meinen Blogpost, Quellen alle am Ende. Nein, leider gibt es dafür kein Zulassungsverfahren https://fluffology.de/post/kritisch-…nktur-beim-hund
Persönlich würde ich die GA immer wieder machen lassen, wenn es mal nix bringt....... einen Versuch ist es auf jeden Fall Wert!
Tja so einfach ist das leider nicht. Beim Menschen wird die Goldakupunktur ja auch angeboten (ebenfalls ohne belegte Wirkung) und da wird häufig von den Behandelten um eine Explantation gebeten, weil die Goldstücke ein dauerhaft störendes Fremdkörpergefühl hinterlassen... Blöd nur, dass der Hund das nicht äußern kann. Was man aber auch hier in Forum dauernd als Erfahrungsbericht bekommt ist, dass der Hund sich nach der Behandlung stark wälzt. Wurde mir von Doc R aus Falkensee auch als Verbesserung verkauft, die Hunde wälzen sich, weil ihr Rücke gelockerter ist usw. Naja da kann man jetzt 1 und 1 zusammenzählen...
Und richtig interessant ist die Zusammenfassung bei Howse
ZitatAlles anzeigenObwohl wir die Verhaltensweisen motivationsneutral beschreiben, ist es wichtig zu beachten, dass Verhaltensweisen, die typischerweise mit Aggression assoziiert werden, in allen Aufzeichnungen (einschließlich der Interaktionen zwischen den 151 nicht-fokussierten Hunden) praktisch nicht vorkamen und daher nicht im Ethogramm auftauchen. In der Tat gab es wenig bis gar keine Hinweise auf Aggressionen zwischen Hunden, mit der möglichen
Ausnahme der Annäherung im Ausfallschritt", die nur selten vorkam. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit zwei anderen veröffentlichten Studien (Ottenheimer Carrier et al., 2013; Shyan et al., 2003), die über eine geringe
Prävalenz aggressiver Verhaltensweisen in zwei verschiedenen Hundeparks und keine Vorfälle, die zu Verletzungen führten. Offene Aggression ist also in der direkten Beobachtungsforschung selten, obwohl Trainer über das angeblich hohe Risiko für Aggressionen unter Artgenossen in Hundeparks berichten (z. B. King & Long,
2004; Sternberg, 2012). Schwerwiegende Aggressionen in Hundeparks sind möglicherweise tatsächlich selten, was an den
Persönlichkeitsmerkmale von Hunden, die von ihren Besitzern in den Hundepark mitgebracht werden (d. h. Hunde, die von ihren Besitzern als
(d. h. Hunde, die von ihren Besitzern als hundeaggressiv eingestuft werden, werden wahrscheinlich nicht in Hundeparks mitgebracht), und/oder das Eingreifen der Besitzer in
Verhaltensweisen von Hunden, die zu Aggressionen führen können oder auch nicht (z. B. Besteigungsverhalten, Walsh et al,
ZitatAlles anzeigenAlthough we describe behaviours in motivationally-neutral terms, it is important to note
that behaviours typically associated with aggression were virtually absent in all video-recorded
interactions (including interactions among the 151 non-focal dogs) and, thus, do not appear in the
ethogram. Indeed, there was little to no evidence of dog-dog aggression, with the possible
exception of “lunge approach”, which occurred infrequently. This finding is consistent with two
other published studies (Ottenheimer Carrier et al., 2013; Shyan et al., 2003), which reported low
prevalence of aggressive behaviours in two different dog parks, and no incidents leading to
injury. Thus, overt aggression is rare in direct observational research despite apparent widespread
concerns among trainers of high risk for conspecific aggression at dog parks (e.g., King & Long,
2004; Sternberg, 2012). Indeed, serious aggression in dog parks may be rare due to the
personality characteristics of dogs brought by owners to the dog park (i.e., dogs known by their
owners to be dog-aggressive are probably not brought to dog parks), and/or owner intervention in
dog behaviours that may or may not lead to aggression (e.g., mounting behaviour, Walsh et al.,
Also ich fasse zusammen (alle von dir verlinkten Studien)
Mariti et al.: Calming Signals treten öfter in sozialen Situationen auf als wenn der Hund allein ist (surprise) und konflitvermeidende Signale werden öfter im Kontakt mit fremden Hunden gezeigt, um wie im Fazit steht, die soziale Kommunikation zu erleichtern und Aggression zu verhindern.
MvEvoy et al.: Zusammenfassung/Review über methodische Mängel zu Studien über die Auswirkungen von Sozialisierungsempfehlungen
Vekony et al.: Ältere Hunde haben höhere Werte bezüglich Dominanzverhalten. Dominanzverhältnisse entstehen in Interaktionen aus intrinsischen Variablen (Alter, Gene, Merkmale) und extrinsischen (Umwelt, Erlebnisse)
Bauer et al.: Selbsthandicap ist ein wichtiges Spielsignal, Attacken kommen häufiger bei älteren, hochrangigeren Hunden vor
Byosiere et al.: Der Spielbogen tritt vor allen Dingen in Spielpausen auf und dient vermutlich der Reiinitierung des Spiels
Howse et al.: Je länger sich Hunde auf einer Hundewiese aufhalten, desto weniger haben sie Interesse an Artgenossen. Aggressionsverhalten wurde im Beobachtungszeitraum auf dieser Hundewiese selten beobachtet.
Kobelt et al.: In einer Labradorpopulation standen folgende Variablen im Zusammenhang mit unerwünschtem Verhalten wie "Buddeln" und "Dinge zernagen": goldene Fellfarbe, kein Gehorsamstraining, hohe Aktivität und wie viele Umgebungswechsel der Hund macht.
Tami et al.: Um vor allen Dingen Angstverhalten zu erkennen, ist theoretisches Wissen wahrscheinlich notwendig.
Und was willst du jetzt damit bezüglich des Videos und Hundewiesen sagen?
Alles anzeigenDiese Art von Interaktion von zumeist fremden Hunden miteinander auf so genannten Hundewiesen oder in Auslaufgebieten entspricht nicht dem Bedürfnis von Hunden nach sozialer Interaktion mit Artgenossen - es ist Stress, mit dem unterschiedliche Hunde unterschiedlich gut zurechtkommen. Es herrscht meistens das Recht des Stärkeren, es wird gemobbt und provoziert, oft erlernt in schlecht oder gar nicht regulierten Welpenspielgruppen. Hunde entwickeln Strategien, mit der für sie unangenehmen Situation fertig zu werden - gehen nach vorne, oder ziehen sich zurück, je nach dem. Unbestritten gibt es Nuancen (wie in allen anderen Lebensbereichen auch) aber der Großteil dieser Hunde-Hotspots und die meisten Interaktionen von Hunden an solchen Orten geben lediglich dem unwissenden Hundehalter das Gefühl, ihr Hund amüsiere sich stets königlich - die Hunde selbst wären meist lieber woanders.
Und das ist weniger meine Meinung als eine - vielleicht zu kurze - Zusammenfassung aktueller Erkenntnissen von Verhaltensbiolog:innen, Trainer:innen und Veterinärmediziner:innen, von denen ich ausgehe, dass sie wissen, was sie tun. Und nein, ich habe nicht alles gelesen, was zu dem Thema publiziert wurde und habe auch noch nicht die Methodik der erwähnten Paper bis ins letzte Detail hinterfragt.
Im Folgenden ein wenig was zu lesen zum Thema (hab ich vor kurzem ein wenig recherchiert, weil mir das „die müssen doch spielen“ mal wieder sehr auf die Nerven ging), das ist mir jedenfalls lieber als nur Meinung. Es sind wissenschaftliche Paper und auch Blogs dabei, von Anne Bucher weiß ich zum Beispiel, dass sie sich bei ihren Aussagen auf entsprechende Publikationen beruft - also nicht nur eine Meinung zum Thema hat.
Bauer, E. B., & Smuts, B. B. (2007). Cooperation and competition during dyadic play in domestic dogs, Canis familiaris. Animal Behaviour, 73(3), 489–499. https://doi.org/10.1016/j.anbehav.2006.09.006
Blaschke-Berthold, U. (2017). Welpenspielstunden aus verhaltensbiologischer Sicht. Schweizer Hunde Magazin 1/17, 12–16.
Bucher, A. (2021, März 12). Mein Hund will zu jedem Hund hin—Anders mit Hund Podcast #34 [Podcast]. https://annebucher.com/blog/34-mein-h…-jedem-hund-hin
Bucher, A. (2021, April 18). Mobbing auf der Hundewiese und in der Hundeschule | Anne Bucher. https://annebucher.com/blog/mobbing-auf-der-hundewiese
Byosiere, S.-E., Espinosa, J., & Smuts, B. (2016). Investigating the function of play bows in adult pet dogs (Canis lupus familiaris). Behavioural Processes, 125, 106–113. https://doi.org/10.1016/j.beproc.2016.02.007
Gansloßer, U., & Käufer, M. (2022). Und sie spielen doch! die Wissenschaft vom Hundespiel: Kommunikation, Kontext, Konsequenzen. Kosmos Verlag
Howse, M. S., Anderson, R. E., & Walsh, C. J. (2018). Social behaviour of domestic dogs (Canis familiaris) in a public off-leash dog park. Behavioural Processes, 157, 691–701. https://doi.org/10.1016/j.beproc.2018.03.016
Kobelt, A. J., Hemsworth, P. H., Barnett, J. L., Coleman, G. J., & Butler, K. L. (2007). The behaviour of Labrador retrievers in suburban backyards: The relationships between the backyard environment and dog behaviour. Applied Animal Behaviour Science, 106(1–3), 70–84.
Mariti, C., Falaschi, C., Zilocchi, M., Fatjó, J., Sighieri, C., Ogi, A., & Gazzano, A. (2017). Analysis of the intraspecific visual communication in the domestic dog (Canis familiaris): A pilot study on the case of calming signals. Journal of Veterinary Behavior, 18, 49–55. https://doi.org/10.1016/j.jveb.2016.12.009
McEvoy, V., Espinosa, U., Crump, A., & Arnott, G. (2022). Canine Socialisation: A Narrative Systematic Review. Animals, 12(21), 2895. https://doi.org/10.3390/ani12212895
Tami, G., & Gallagher, A. (2009). Description of the behaviour of domestic dog (Canis familiaris) by experienced and inexperienced people. Applied Animal Behaviour Science, 120(3–4), 159–169.
Vékony, K., Prónik, F., & Pongrácz, P. (2022). Personalized dominance – a questionnaire-based analysis of the associations among personality traits and social rank of companion dogs. Applied Animal Behaviour Science, 247, 105544. https://doi.org/10.1016/j.applanim.2022.105544
Also, ich kenne alle verlinkten paperw und verstehe überhaupt nicht, was die mit diesem Thema zu tun haben sollen? Könntest du zumindest von ein paar aus den Studien herauszitieren, was du damit sagen willst? Ich meine, da ist gut die Hälfte total diametral zu den vorherigen Aussagen, z.B. bei Howse (da wurde objektiv das Verhalten von Hunden auf einer Hundewiese erfasst)
ZitatSnout-muzzle contact behaviours were ubiquitous, while other behaviours were rarely observed, including aggressive behaviours
Hm. Bei herkömmlicher Akupunktur ist die Evidenz ja sehr spärlich, viel spärlicher als allgemein behauptet wird, insofern wäre ich da skeptisch.
Oder ist das ein komplett anderer Ansatz? Wenn ja - welcher?
In allen placebokontrollierten Studien hat sich die Goldakupunktur als wirkungslos herausgestellt. Am schlechtesten schneidet sie in Studien ab, bei denen mittels objektiver Messungen die Gliedmaßenbelastung gemessen wurde. Dafür gibt's bei Gold einen starken Caregiver Placebo Effekt, sprich es werden Verbesserungen von den Besitzern wahrgenommen, die gar nicht existieren.
Der Ridgeback und Viszla Boom ist hier schon wieder vorbei, allerdings fand ich die RRs, die man hier vor einigen Jahren noch häufiger getroffen hat, alles sehr entspannte Gesellen, zumindest beim Aufeinandertreffen im Wald.
Stimmt. Es flaut zum Glück ab. Viszlas sehe ich leider noch sehr viele. Alles huschige Hibbelhunde, wenn auch wunderschön.
Was spricht denn gegen viele Vizslas. Ist doch viel besser als irgendwelche Qualzuchten
Braun ist doch beim Labrador ne ganz normale anerkannte Farbe?
In den Showlinien.
AL nicht
Das stimmt nicht. Du könntest es maximal so formulieren: Unter den Field Trial Linien (je nachdem wie diese definiert werden) gibt es jenseits des AKCs selten bis gar nicht braune Labradore. Arbeitslinien in braun sind in Deutschland reichlich vertreten...
@Helfstyna Das war nicht hysterisch, sondern ironisch gemeint.
Ich erkläre später noch was dazu.
Ich finde es völlig verquer, was hier aus den Szenen konstruiert wird und wie die Einstellung gegenüber dem Sozialverhalten von Hunden ist. Und da erachte ich meine Einstellung so im Spektrum noch als moderat. Aber was ist denn das für eine Vorstellung, dass Hunde keinerlei Konflikte mehr haben dürfen und sich alle nur zu absolut jeder Zeit soziopositiv in einer rosa Wattewelt begegnen dürfen. Das ist doch einfach...abartig, sorry.