Beiträge von SusanneT

    Hallo !


    Ich finde es gut, dass ihr euch im Vorfeld viele Gedanken macht - auch bzgl. Rasseauswahl.
    Zum Dobermann kann ich nicht soo viel sagen, da mir da genauere Erfahrungswerte fehlen.
    Mein Bruder (mit vie Hundeerfahrung) hatte einen Dobermann - ich habe den Rüden als sensiblen und treuen Hund kennengelernt, der aber alles andere als einfach war. Trotz guter Bedingungen während der Aufzucht und Prägezeit hatte der Hund enorme Probleme mit dem Alleine bleiben. Es blieb trotz viel Training ein Problem ...
    Ganz ehrlich ... Ich fand den Hund sehr, sehr anstrengend und bewunderte meinen Bruder für seine Ausdauer. Anstrengend vor allem deshalb, weil es dem Hund total schwer fiel, (trotz Auslastung) zur Ruhe zu kommen. Jeder Reiz löste ein Gehibbel und eine Unruhe aus und auch dies erforderte unglaublich viel Training.
    Trainingspunkte waren zudem zeitweise Leinenaggression, Schutz- und Jagdtrieb. :gott: Also das volle Programm, sozusagen.


    Ich vermag nun nicht zu beurteilen, ob dieser spezielle Hund eine Ausnahme war oder vielmehr rassetypische Eigenschaften in starker Ausprägung zeigte. Wenn ich nur aus diesen Erfahrungen ein Urteil fällen müsste, würde ich den Dobermann auf keinen Fall als Anfängerhund empfehlen.


    Sicher gibt es hier viele, die über mehr Erfahrungswerte verfügen :smile:


    Zitat


    Ich suche einen Hund, mit dem ich außer Joggen, Radfahren, Wandern (max. 3h) auch mal eine Runde schmusen kann. Der Hund sollte überdies auch wachsam sein und sein Herrchen verteidigen sollte es zu einem Übergriff kommen. Ich denke da an meine Frau, wenn diese am Abend joggen geht und den Hund mitnimmt.
    Im Haushalt leben keine Kinder und es werden in den nächsten Jahren auch keine folgen.
    Zusätzlich will ich wenn wir in der Nacht zu Hause sind, dass der Hund auch auf unser Hab und Gut acht aufpasst und nicht dem Einbrecher hilft den Fernseher zum Auto zu tragen.



    Dazu wollte ich dir noch einige Gedanken schreiben.


    Ich habe einen vierjährigen Hovawart mit ausgeprägtem Schutz- und Wachtrieb und es war/ist sehr viel Arbeit und bedeutet kontinuierliches Training, diese rassetypischen Eigenschaften zu händeln, um einen umgänglichen, alltagstauglichen Hund zu haben.


    Mit dem Wunsch, dass der Hund schützt und verteidigt, wäre ich sehr vorsichtig.


    Einen Hund mit ausgeprägtem Schutz- und Wachtrieb bedeutet:


    Er begegnet Fremden sehr misstrauisch und sieht diese als potenzielle Feinde: Die Kellnerin, die sich eurem Tisch nähert, unter dem der Hund liegt, den Handwerker, der euer Haus betritt, den Spaziergänger mit Stöcken, den der Hund vielleicht vor dir sieht, weil du einen Moment unaufmerksam warst...
    Du musst IMMER vorausschauend gehen und handeln, du musst dafür sorgen, dass der Hund gesichert ist in kritischen Situationen und zwar IMMER.
    Die Vorstellung, dass dein Hund fröhlich ohne Leine neben deiner joggenden Frau läuft, sie Wegkreuzungen passieren, während deine Frau sich aufs Laufen konzentriert... ist dann nicht !


    Dieses Schützen und Wachen ist ein schöner Gedanke - aber nur, wenn man ihn nicht zu Ende denkt.


    Ich glaube, dass Ida mich im Ernstfall verteidigen würde - ja. Aber evtl. würde sie das mit ihrem Leben bezahlen und ich mag mir die Details, wie das ablaufen würde, wenn sich ein Angreifer nicht durch die bloße Anwesenheit eines Hundes abschrecken lassen würde, nicht vorstellen ...


    Ich würde mir aus diesem Grund die Rasseauswahl mit diesen Schutzgedanken noch mal sehr gut überlegen.

    Noch ein Tipp: Ich stecke mir während Idas Läufigkeit immer eine zweite Kurzleine in die Jackentasche, um ggf. einen Rüden ohne Besitzer bequem anleinen zu können. Diese Leine hat mir bereits zwei Mal gute Dienste geleistet.


    Ansonsten ist das alles halb so wild ... Ein Rüde kommt ja nicht angeschossen, um noch im Flug die Hündin zu besteigen. :smile: Sooo schnell geht das nicht, da bleibt einem schon noch Handlungsspielraum ...


    Es werden euch sicher mal Rüdenhalter begegnen, die auf die Tatsache, dass eure Hündin läufig ist, mit einer hysterisch angehauchten Irrationalität reagieren - manchmal beeindruckender als das Verhalten ihres Rüden :D


    Nach ein paar Läufigkeiten kann man auch die eigene Hündin einschätzen und dann ist alles noch leichter zu händeln ... Ida z.B. interessiert sich während ihrer Stehtagen nur für bestimmte Rassen/Mixe. :roll: Es scheint da sehr wohl so etwas wie Geschmack zu geben ... Andere werden mit erhobenem Haupt auch während der Stehtage komplett ignoriert bzw. weg geknurrt, wenn sie es wagen, sich zu nähern.


    Ärgerlich macht mich, wenn HH ihre Hündin kastrieren lassen, mit der Begründung, es gäbe schon so viele Hunde und man wolle eine Schwangerschaft verhindern. :headbash:
    Herr je, wenn ich nicht in der Lage bin, an den wenigen Tagen im Jahr auf meine Hündin aufzupassen, dann sollte ich mal darüber denken, inwieweit ich mich grundsätzlich als Hundehalter eigne. So - das musste mal raus !


    Euch alles Gute !! :smile:

    Was ist es denn, was dir so ein Problem bereitet und du als schwere Situation empfindest ? Ich verstehe es nicht so ganz ...


    Dein Jungspund entdeckt die Welt und stellt fest, dass es 1000 interessante Dinge da draußen gibt. Er spurtet los und das, was er erlebt, erscheint ihm interessanter als du.


    Ganz normales Verhalten - du hast doch deswegen keinen Problemhund !


    Nun liegt es an dir, dich so interessant zu machen, dass der Kleine gerne bei dir bleibt und ihm so Grenzen zu setzen, dass er lernt, er hat zu kommen, wenn du ihn rufst.


    Wie gesagt, das ist ganz normale Erziehungsarbeit. Klar ist das alles nicht immer und ausschließlich mit Spaß verbunden - das ist Arbeit und manchmal anstrengend, nervig, verbunden mit kleinen Rückschlägen etc. Aber der Spaß sollte doch überwiegen - wofür habe ich mir sonst einen jungen Hund angeschafft ?!


    Es gibt im Netz unzählige Tipps, wie diese Basis-Erziehungsarbeit aussehen kann. Empfehlenswert finde ich auch das Buch "Kosmos Erziehungsprogramm für Hunde".


    Lese dich ein, lege die Flexi zur Seite, besorge dir gute Leckerchen und ein Spielzeug, das es nur draußen mit dir zusammen gibt (am besten eins, wo ihr beide anfassen und zergeln könnt), unternehme mit deinem Kleinen Abenteuer-Spaziergänge, rennt um die Wette, klettert über Baumstüpfe, verstecke Leckerchen, lass ihn absitzen und gehe ein Stück weg, um ihn dann wieder abzuholen und ein tolles Spiel zu starten !!


    Nur Mut - und etwas Enthusiasmus bitte :D !!!

    Zitat

    er hat vorher super aufs wort gehört reagiert wenn ich ihm gesagt habe das er herkommen soll
    mit ein mal ist es weg er zieht an der leine was er auch erst seit dem an macht


    Das wird damit zusammenhängen, dass dein Kleiner aus dem Junghundalter in eine pubertäre Phase kommt - das ist der Lauf des Lebens :-) - bei Rüden und Hündinnen - es ist meiner Meinung nach aber kein Grund, eine Kastration in Erwägung zu ziehen :???:
    Nun fängt die Erziehungsarbeit erst richtig an - aber genau das ist es doch, was Spaß macht an der Aufzucht und Erziehung eines Junghundes (naja, nicht immer, aber oft ... :D )


    Zitat

    ich verstehe den sinn nicht warum sich viele so auf regen darüber
    und bitte nicht damit kommen das ich ein mann auch nicht kastrieren würde dasw ist ein ganz unrealistesches denken meiner meinung nach


    Ich rege mich auf, wenn Leute aus Faulheit ihren Hund kastrieren lassen, in der Hoffnung, um die oben genannte Erziehungsarbeit herum zu kommen.

    Ehrlich gesagt sehe ich eine solche Form der Hundeanschaffung eher kritisch ...


    Ein Hund, der auf sich alleine gestellt ist, trifft selbstständige Entscheidungen. Diese können im Interesse der Besitzer sein, müssen es aber nicht ... Die Gefahr, dass einige der Entscheidungen, die ein Hund so trifft, der Tag und Nacht allein gelassen auf einem ungesicherten Grundstück verbringt, Probleme mit sich bringen werden, halte ich für nicht gering.


    Was mir beim Lesen des Threads auch durch den Kopf ging - und was mich traurig macht - ist, dass ich die Erwartungshaltungen, die Menschen mit einer Selbstverständlichkeit an den Hund stellen - wie er "ticken" und sich in gewünschter Weise verhalten soll - als recht groß empfinde. Das begegnet mir in letzter Zeit so häufig - auch bei uns auf dem Hundeplatz...


    Der Hund soll allein leben, das Grundstück bewachen, anschlagen, aber nicht stellen. Er soll melden, wenn ein Fremder den Hof betritt, dann aber freundlich sein ... Er soll nicht jagen, Spaziergänger und andere Hunde in Ruhe lassen und sich damit begnügen, sich in aus Menschensicht angemessener Weise selbst zu beschäftigen ...


    Bestimmt gibt es Hunde, die all diese sehr speziellen Anforderungen entsprechen und damit die Erwartungshaltung seiner Menschen erfüllen. Aber die Gefahr, dass ein Hund nicht auf diese Weise funktioniert, ist doch recht groß ... Was dann ?!! Kommt er wieder weg ?


    Den Hovawart als "Hofwächter" streicht am besten sofort, sofern er auf die Auswahlliste kommt. Das wird nicht klappen und die Gefahr, dass Menschen und/oder Tiere zu Schaden kommen, ist bei einer solchen Haltung sehr groß.

    Zitat

    Hey :')
    Ich wollte mich nochmal erkundigen wegen der Fellpflege - also wegen der Zecken.! Shelties haben ja ein ziemlich üppiges Haarkleid und da sieht man doch die Zecken gar nicht drin oder? :???:
    Also klar muss man nach suchen aber da übersieht man doch bestimmt einige :/
    Wie ist das so bei euch.? (Also Collie & Sheltie besitzer)


    Hallo Kim,


    ich habe mir eben deinen Thread ganz durchgelesen und ich finde es toll, wie viele Gedanken ihr euch macht.


    Den Sheltie finde ich eine wirklich gute Wahl (und bin recht froh, dass ihr euch gegen einen JRT/-Mix entschieden habt - bestimmt eine sehr gute Entscheidung!)


    Zu den Zecken: Ich habe zwar keinen Collie, aber einen Hovawart mit viel Fell :-)
    Im hellen Fell sind Zecken recht gut zu erkennen, man bekommt Übung beim Absuchen.


    Allerdings würde ich euch sowieso dazu raten, eine Zeckenprophylaxe anzuwenden in den Frühjahr - und Sommermonaten. Ein guter TA wird euch da sicher beraten...
    Da Zecken Krankheiten übertragen können (gegen die z.T. auch nicht geimpft werden kann), würde ich das Risiko nicht eingehen, den Hund unbehandelt zu lassen. Der Hund einer Freundin ist durch einen Zeckenbiss an Anaplasmose erkrankt. Es ging ihm monatelang schlecht und er wird vermutlich bleibende Schäden davon behalten...


    Viel Spaß bei euren weiteren Planungen!

    Hallo!


    Das "Kauen" an deinem Ärmel würde ich nach deiner Beschreibung als Zärtlichkeitsgeste interpretieren...


    Und die das Aufjaulen an der Leine würde ich als Frust interpretieren. Er findet es so :down:, dieses doofe Stehenbleiben...