Beiträge von Rose02

    Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten und die Tipps! Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich das gehandhabt wird.

    Zum Thema Zähne und Gesundheit: Ich behalte das mit dem Dentalröntgen im Hinterkopf. Da sie aber wirklich alles von harten Stöcken bis zu getrocknetem Darm mit Begeisterung knackt und keine Schmerzanzeichen zeigt, warten wir damit ab, bis sowieso ein Tierarztbesuch ansteht. Einmal hat sie sogar an einem halbierten Rinderknochen aus einer selbstgemachten Suppe so lange genagt, bis sie für ein paar Tage Muskelkater im Kiefer hatte! Sie beißt da auch keine gefährlichen Stücke ab, sondern schabt den Knochen Stück für Stück mit den Vorderzähnen ab. Optik ist zwar nicht alles, aber aktuell wirkt sie da wirklich sehr stabil.

    Fleischanteil und Futtermenge: Die 93,5 % Fleisch sind viel, daher mische ich ja Nudeln, Reis oder Kartoffeln unter. Dass sie zu satt ist, glaube ich eher weniger, denn sie zeigt uns ganz genau an, wenn wirklich nichts mehr reinpasst. Zu Weihnachten gab es zum Beispiel mal eine ordentliche Portion Frikadellen mit Brot und Ei gestreckt. Da hat sie so viel gefressen, bis sie fiepend mit den letzten zwei Stücken durch das Haus gelaufen ist:rolling_on_the_floor_laughing::winking_face_with_tongue:. Sie wollte unbedingt noch, aber der Bauch war so prall gefüllt, dass nichts mehr ging! Das sah zwar lustig aus, tat mir aber auch fast leid. Ähnlich war es neulich beim Lachs mit Buttereis: Da wurde die ganze Schüssel geleert und das Fleisch-Knochen-Stück danach nur noch fiepend durch die Gegend getragen, weil sie einfach pappsatt war.

    Wegen der Aktivität: Wir sind täglich auf der Wiese und werfen mehrere Minuten Frisbee oder Ball. Wenn es nach ihr ginge, würde sie das stundenlang machen. Sie powert sich richtig aus, verschnauft kurz und fordert uns dann direkt wieder auf. Wegen dieser Energie hat uns der Tierarzt damals geraten, mehr zu füttern. Aktuell wiegt sie etwa 13,5 kg. Man spürt die Rippen deutlich, aber die Haut lässt sich gut rollen. Für uns ist das ihre Wohlfühlfigur, aber weniger sollte es nicht werden.

    Zum Thema Rudel und Erziehung: Wir vermenschlichen sie nicht, aber sie legt einfach extrem menschliche Züge an den Tag. Sie sieht uns definitiv als ihr Rudel an und verhält sich auch so. Sie ist extrem schlau und versteht ganze Sätze viel besser als bloße Wortbrocken. Ob rechts, links, lulli, kacki oder die Unterscheidung zwischen rechter und linker Pfote und High Five – sie weiß genau, was gemeint ist. Sie merkt sogar zu 90 %, wenn wir über sie reden, ohne dass ihr Name fällt!

    Dass sie Futter direkt aus dem Kühlschrank verschmäht, habe ich jetzt gelernt. Ich stelle es jetzt immer rechtzeitig zum Temperieren raus, aber heute wurde trotzdem noch nichts gefressen. Ich werde es jetzt mal im Topf mit etwas Wasser anwärmen, damit es wieder feuchter wird und besser riecht. Die Gelassenheit versuche ich mir jetzt auch mehr anzueignen. Wenn sie mal eine Mahlzeit ausfällt, ist das eben so, solange sie beim Frisbee noch so flink ist wie immer!


    Rose02

    Hallo und danke für deine Tipps!

    Die kleine Maus ist kerngesund und wir achten sehr auf ihre Fitness. Sie zerlegt mit großer Leidenschaft Stöcke und knuspert gerne getrockneten Darm (ihre „Soletties“) oder Geflügelfilet auf Kaurollen. Zähne und Zahnfleisch sehen wirklich super aus. Wir üben auch regelmäßig mit ihr, dass wir das Maul einfach so öffnen dürfen, damit sie daran gewöhnt ist. Es gibt bei ihr auch absolut keinen Futterneid oder Ressourcenverteidigung. Man kann ihr jederzeit sogar einen Knochen wegnehmen, ohne dass sie knurrt oder schnappt.

    Warum wir ausgerechnet Wildschwein und Lamm haben? Das liegt schlichtweg daran, dass mein Partner zwei ganze Paletten mit jeweils sechs Dosen besorgt hat (Wir leben auf dem Land und fahren länger zu dem Tierbedarfsladen weshalb immer der Monatseinkauf für die Maus gemacht wird). Wir haben aktuell das Wildschweintopf Menü mit 93,5 % Fleisch, Reis und Beeren sowie Lamm pur mit Herz, Leber und Pansen im Haus. Bei Rind pur hatten wir neulich auch schon das Problem, dass es kaum angerührt wurde. Es ist wirklich tückisch: An einem Tag wird die Sorte begeistert gefressen und am nächsten Tag wird dieselbe Dose fast komplett ignoriert.

    Bezüglich des Einfrierens: Habt ihr Erfahrungen bei so wählerischen Hunden, ob sich durch das Frostfutter die Konsistenz zu stark verändert? Ich habe ein bisschen Schiss, dass sie es nach dem Auftauen erst recht nicht mehr anrührt.

    Gestern Mittag gab es zum Beispiel Nudeln mit Wildschweintopf gemischt und sie hat richtig gut gefressen. Seit ich das Futter heute früh aus dem Kühlschrank geholt habe, wird es wieder komplett verschmäht. Wir lassen sie natürlich nicht hungern, sondern sie bekommt zwischendurch dann immer mal wieder Kleinigkeiten von uns mit ab.

    Wenn der Hunger dann doch mal zu groß wird, würde sie es vermutlich irgendwann fressen, aber ich versuche es heute erst mal anders: Ich werde es im Topf mit etwas Wasser erwärmen, damit es wieder feuchter wird und es eventuell mit Butter oder einem Ei aufpimpen. Das geht bei ihr eigentlich fast immer! Sie möchte am liebsten bei uns das Essen mit essen was natürlich nicht Hundegerecht ist aber ein Rudel frisst eben gemeinsam weshalb sie immer eine Kleinigkeit abbekommt wenn es Hundetauglich ist.


    Rose02

    Hallo ihr Lieben,

    danke für die nette Aufnahme! Ich brauche jetzt mal eure geballte Erfahrung für meine 3-jährige Mudi-Aussie-Hündin Asuna. Wie in meiner Vorstellung erwähnt, ist sie extrem wählerisch, aber ich habe jetzt ein ganz konkretes Problem: Im Kühlschrank stehen drei angebrochene 800g-Dosen Wildschwein und das aktuell verhasste Lamm, die weg müssen.

    Asuna hat ein sehr spezielles Fressverhalten, das mich oft ratlos zurücklässt:

    • Die Napf-Phobie: Metallnäpfe werden komplett ignoriert. Vielleicht liegt es am Geräusch des Halsbandes am Rand? Aktuell akzeptiert sie nur unsere Müslischüsseln in Elfenbein, Blau oder Orange. Sogar ihr Wasserspender wird verschmäht. Sie trinkt am liebsten draußen im Garten aus den Blumentöpfen, in denen das Regenwasser steht.
    • Das Verschlepp-Ritual: Egal ob Nass- oder Trockenfutter. Sie nimmt sich eine Portion aus der Schüssel, geht ein paar Schritte weg, spuckt es aus wie ein kleiner Hamster und frisst es dann dort in aller Ruhe. Beim Trockenfutter wird jedes einzelne Stück ganz penibel zerkaut.
    • Größen-Wahnsinn: Trockenfutter und Leckerlis dürfen auf keinen Fall zu groß sein, am liebsten Welpengröße, sonst werden sie liegen gelassen. Aber kleine Rindersuppenknochen mit Fleisch werden mit Begeisterung mitsamt dem Knochen verspeist.
    • Rudel-Esserin: Asuna hasst es, alleine zu fressen. Sie liebt die Gesellschaft und möchte wie in einem richtigen Rudel dabei sein, wenn wir auch essen. Dann fühlt sie sich sicher und es schmeckt ihr am besten.
    • Unberechenbarkeit: Ihr Appetit ist absolut nicht vorhersehbar. Oft frisst sie normal, dann wieder sehr viel oder eben gar nicht. Das passiert sogar bei exakt derselben Sorte Nassfutter, die sie am Vortag noch mit Begeisterung gefressen hat.

    Meine Fragen an euch:

    1. Lamm-Tarnung und Kochen: Ich würde sehr gerne viel mehr für sie kochen, natürlich alles absolut hundegerecht. Habt ihr Rezepte für eine homogene Masse, die so verführerisch riecht, dass sie das Lamm unter dem Wildschwein nicht mehr herausschmeckt?
    2. Einfrieren: Kann ich den Doseninhalt, vielleicht mit Reis und Ei gemischt, einfrieren? Verändert das bei euren wählerischen Hunden die Akzeptanz meistens noch mehr?
    3. Barf-Start bei Selektierern: Da ich mich für das Barfen interessiere, aber noch keine Ahnung habe: Wie fängt man bei einem Hund an, der alles, was er nicht mag, wie einen Schwamm wieder ausspuckt oder direkt liegen lässt?
    4. Das Verschleppen: Ist dieses Essen-wegtragen bei euren Hunden auch so ausgeprägt und habt ihr Tipps für Unterlagen, damit die Fliesen nicht ständig vollgeschmiert werden?

    Ich freue mich riesig auf eure Tricks, wie ich die 2,4 kg Fleisch retten kann und wie ich das Kochen für sie noch besser gestalten kann!

    Eure Rose02