Beiträge von jono35

    Hallo jono35,

    normalerweise lese ich hier immer nur still mit, weil ich entweder zu langsam beim Antworten bin oder schlicht keine Expertise habe.

    Hier bin ich hellhörig geworden: weißt Du, ob der Hund bei den Vorbesitzern alleine bleiben konnte? Falls ja, ist das natürlich keine "Gelinggarantie"! Ich kenne den Fall eines GPs, der mit knapp 5 oder 6 Monaten direkt vom Züchter zu den Besitzern gekommen ist, die ihn (vermutlich ohne Gewöhnung) alleine gelassen haben. Der Hund hat, egal wie lange er alleine war, durchgebellt und gejault. Fall es Deinem Hund evtl. auch so ergangen ist oder es vom Vorbesitzer nicht kannte, alleine zu bleiben, macht es das manchmal schwierige Alleinebleibentraining leider nicht einfacher und die Schwierigkeiten dabei sind nicht nur mit "ist halt Pudel" erklärbar. Das nur mal so als Gedankenanstoß in Richtung Vorgeschichte zu forschen.

    (Meine GP-Hündin habe ich mit 9 Monaten vom Vorbesitzer übernommen. Sie war dort auch meist in Menschen- und Hundegesellschaft, aber hatte dort auch das Alleine-Alleinbleiben gelernt. Aber auch bei uns musste sie sich erst mal dran gewöhnen, alleine zu bleiben. Dass sie es aber grundsätzlich konnte, hat es sehr einfach gemacht).

    Wir wissen nur, dass es wohl Probleme mit dem anderen Hund der Vorbesitzerin gegeben hat.

    Wir haben aber auch die Vermutung, dass sie ihn einfach ohne Training zu lange alleine gelassen hat.

    PS: spricht irgendwas dagegen, ihn zum Essen gehen mitzunehmen? Unserer liebt das! Er kam mit 8 Monaten zu uns, und dass erste Mal gingen nur 10 Minuten im Café weil alles sooooo spannend war.
    Hat er aber sehr schnell gelernt dass er da auf seiner Decke liegen soll (wir haben so einen kleinen Teppich), und dann guckt er eine Weile den Leuten zu und schläft dann einfach.

    So ein Pudel darf ja auch in die meisten Läden mit rein, ist echt selten dass mal jemand nein sagt. Wir rufen immer vorher an, wenn wir den Laden noch nicht kennen, und fragen ob der Pudel mit darf (ok, die meisten rechnen dann mit einem kleine Schoßhund, aber er liegt ja einfach unterm Tisch, das hat echt noch niemanden gestört)

    Wir können ihn ohne Probleme in ein Cafe mitnehmen oder auch zu Famielienfesten. Aber es wohl für uns und den Hund besser, wenn er diesem Stress nicht immer auszusetzen ist.

    Ich gehe mal davon aus, dass Dein Hund in der Zwischenzeit von Ersthundbesitzer und nun Du, im Hunderudel gelebt hat. Dein Hund muss nun lernen "alleine leben zu müssen" und das geht leider nicht auf die Schnelle. Er fühlt sich alleine unsicher.

    Manchmal hilft es, wenn man die Räumlichkeiten der Wohnung begrenzt und der Hund somit sich nicht mehr "für alles" verantwortlich fühlt. Bestimmter Raum, bestimmter Sessel, oder Körbchen anbieten. Keine geschlossenen Türen! ehe ein Babygitter.

    Den Hund immer wieder "sein persönlichen Raum" anbieten und fördern, dass er dort sein Platz einnimmt und auch verbleibt. Das braucht alles Zeit und viel Geduld.

    Darauf achten, dass der Hund nicht hinter Euch herläuft, er soll liegen bleiben, wenn ihr Euch selbst in der Wohnung bewegt. Räume wechseln, Türen schließen, wieder kommen ohne dem Hund große Beachtung zu schenken; keine Ankündigungen, dass Du nun gehst - alles geschieht wie selbstverständlich.

    Es braucht Zeit und viel Übung. Vielleicht können Nachbarn, Bekannte, Freunde, Verwandte zwischenzeitlich einspringen, damit Euer Leben auch Lebensqualität hat.

    Vielleicht müssen wir es probieren und das Deckentraining noch weiter ausweiten.

    Wir versuchen das "stalken" zu unterbinden. Ihn auch auf seine Decke zu schicken, wenn wir z.B. auf die Toilette gehen. Aber hier müssten wir wahrscheinlich noch konsequenter sein. Wir versuchen ihm schon so wenig Beachtung wie möglich zuhause geben. Gehen nicht mal mehr zum gemeinsamen schmusen auf´s Sofa, da wir Angst haben, es das alleine bleiben beeinträchtigen :(

    Wir haben schon vieles probiert, auch mit Futter. Sobald das leer ist, beginnt der Stress.

    Hallo zusammen,

    wir haben seit vier Monaten einen Königspudel, der mittlerweile neun Monate alt ist. Er hatte zuvor schon eine Vorbesitzerin, die ihn nach nur einem Monat wieder an den Züchter zurückgeben musste.

    Für sein Alter macht er schon viele Dinge richtig, und es macht wirklich Spaß, Zeit mit ihm zu verbringen. Leider haben wir das Problem, dass er überhaupt nicht alleine bleiben kann. Wir versuchen schon seit längerer Zeit, ihn schrittweise daran zu gewöhnen – bisher leider ohne richtigen Erfolg.

    Kleine Fortschritte gibt es: Er schläft manchmal weiter im Esszimmer, wenn wir in die Küche gehen, oder geht selbstständig auf sein Bett. Kurze Aufenthalte vor der Wohnung (ca. 10 Minuten) sind meist kein Problem. Sobald jedoch die Wohnungstür ins Schloss fällt, wird er unruhig und gerät in Stress.

    Wir sind ein junges Paar und würden auch gerne wieder mal essen gehen oder ins Kino – aktuell ist das ohne Unterstützung und intensives Training jedoch nicht möglich.

    Habt ihr Tipps oder Erfahrungen, wie wir ihm das Alleinbleiben stressfreier beibringen können?

    Vielen Dank schon mal!