Als JayJay alt wurde, hatte das Ganze sehr viel liebenswertes. Er war schon immer ein Sturkopf. Zweimal haben wir gedacht, das wird nichts mehr und er hat sich wieder berappelt.
Meine Eltern haben ihn dann schleichend angefangen zu verwöhnen - der Hund hat letztendlich meine Eltern erzogen. Wenn er Gassi ging, hat er entschieden wo es lang ging, bis zuletzt noch war der Heimweg immer am Schlimmsten, da lief er dann ganz langsam hinterher, weil er eigentlich nicht mehr konnte, aber keinen Bock hatte nach Hause zu gehen.
Er wurde irgend wie "fordernder". Wenn der Hund entschied, er wollte jetzt raus in den Garten, dann ist er auch in den Garten gekommen, untermalt von allerlei Fiepen und Bellen, bis ihm jemand die Tür aufgemacht hat. Statt Trockenfutter hat er dann Butterbrote geschmiert bekommen. Mit Leberwurst, die extra für ihn gekauft wurde, weil er sonst nichts mehr fressen wollte.
Manchmal hatte man den Eindruck, das er sehr "abwesend" war, er hat angefangen Dinge zu machen, die er sein ganzes Hundeleben nicht gemacht hat. Nachts hat er auf der Couch geschlafen, obwohl das verboten war. Sein Gehör wurde dann irgend wann so schlecht, das er morgens nicht mehr gehört hat wenn jemand die Treppen runter gekommen ist und so wurde er oft auf frischer Tat ertappt. Geschimpft wurde eh nicht mehr 
Die Krankheiten waren schlimm, aber davon abgesehen empfand ich die Seniorenjahre eigentlich als die "Schönsten" .