Guten Abend,
ich habe mir eine Woche frei genommen und mir in Ruhe eure Anmerkungen durch den Kopf gehen lassen. Ich möchte euch für eure Anmerkungen und auch kritischen Hinweise danken, ich denke bei mir gilt der Spruch: gut gemeint ist nicht gut gemacht, weil viel hilft hier nicht viel
Wir haben gechillt und da er sowieso einen Tag in der HuTa angemeldet war, habe ich ihn auch abgegeben und einen freien Tag genommen.
Außerdem war ich bei Maria Rehbergers Webinar angemeldet, welches sich über drei Abende gestreckt hat, das war sehr spannend und lehrreich.
Die restlichen Tage bin ich mit ihm ruhig angegangen, heute hat er endlich mal wieder viel geschlafen. Das kommt leider echt zu kurz. Also werde ich versuchen mehr Ruhezeiten zu ermöglichen.
Die Tage bin ich meiner üblichen Beschäftigungen nachgegangen und habe dabei gut abschalten können und meinen Fokus von ihm genommen, das hat auch gut geklappt. Vorallem Musik zu hören hilft mir sehr. Manchmal ist er noch etwas „irritiert“, das ich hier so meiner Wege gehe und ihn nicht ständig anspreche, aber er beschäftigt sich langsam mehr mit sich selbst oder döst. Ganzen Tag tiefes schlafen ist ja auch unrealistisch.
Heute habe ich auch mal die Türen in der Wohnung offen gelassen, damit er sich seinen Ruheplatz aussuchen kann, meist mache ich das nicht, weil er oft bellt, aber so löst er sich mal von meiner Seite. Bellen habe ich dann einfach durch nachschauen und beruhigen abgefangen, wenn er sich nicht selbst regulieren konnte ( bellender Hund im Flur). Vielleicht auch blöd, Weiß auch nicht.
Nächste Woche möchte ich zum Tierarzt um abklären zu lassen, das körperlich alles okay ist und mir eine Überweisung zur Physio und für einen Rationscheck ausstellen zu lassen. Er bekommt jetzt selbstgekochtes und Fleischdosen, das möchte ich nochmal überprüfen lassen und seine Vorderpfoten stehen leicht nach außen und auch seine Ellenbogen, das möchte ich abklären lassen.
Ist ein Bluttest auch sinnvoll? SD oder Ähnliches? Nur um das abzuklären?
Anschließend schaue ich weiter nach einer Trainerin die die Sache ganzheitlich betrachtet, auch mein Micro Management. Ich denke, wenn ich es rational betrachte ergibt sich aus dem von mir verursachten Dauerstress natürlich die Erregung, der Frust und der wenige Schlaf. Auch die wenige Selbstständigkeit, die ich ihm lasse sorgt draußen für Aufregung. Ich versuche gerade ihm bei Reizen eine Möglichkeit zu geben, selbstständig damit umzugehen und wenn das nicht gelingt, ihn zu unterstützen, damit war es draußen jetzt schon entspannter. Natürlich schaue ich auch bei mir, locker zu sein und sonst nochmal tief ein- und auszuatmen.
Leider bleibt das Problem der großen Runden. Ich würde die große Bummel- und Erkundungsrunde gerne mittags machen, ansonsten nur lösen. Leider ist zum lösen um den Block oft schon zu aufregend, manchmal dauert es 15-20 Minuten, bis er sich löst. Wie kann ich eine Lösestelle etablieren? Aufgrund der Wohnsituation kann ich ihn nicht auf dem Grundstück machen lassen und muss ein Stück an die Straße. Aber damit wäre echt etwas gewonnen. Wie lange dauert es realistisch, bis er die annimmt? Wenn er sonst nur eine ganze Runden kennt? Zuletzt bin ich immer am Erregungslevel gescheitert oder der Angst, das er ewig einhält. Ständig raus bringt ja auch Unruhe ein. Mittlerweile hält er nachts bis zu 12 h ein und tagsüber etwa 4-6 h, kann man da im die Ruhezeiten zu verlängern oder unterstützen etwas am Tagesablauf machen? Futter vorm spazieren , natürlich mit Ruhepause?
Außerdem frage ich mich, wenn es jetzt von 100 auf 0 gehen soll, wieviel Interaktion neben Rausgehen und füttern stattfinden soll? Erstmal nur das, was er anbietet?
Die Frage nach dem was ich will hat mich sehr beschäftigt. Ich möchte mein Leben leben und Dinge machen die mir Freude bereiten ohne die ganze Zeit ein Ohr und Auge beim Hund zu haben, Freunde zu Besuch haben, lange ruhige Spaziergänge machen, mein Zuhause wieder zum Ruheort und meine Spaziergänge zur Erholung machen. Auch mal in Ruhe einkaufen oder bummeln ohne Sorge zu haben der Hund wartet irgendwo oder hat Angst zuhause. Nicht für jede Aktion einen sitter finden.
Ich möchte nicht ständig vom Hund angemault, - gesprungen und weggezogen werden, nicht in Wald und Wiese abbiegen müssen nur weil ein anderer Hund kommt und Schadensbegrenzung betreiben.
Ich wünsche mir mit meist lockerer Leine wo sie nötig ist unterwegs zu sein, oder durch die Natur zu streifen, die Welt zu entdecken und anderen freundlich und höflich zu begegnen, wenn es sich ergibt gerne Kontakt zu haben und ansonsten weiter unserer Wege gehen, dabei darf mein Hund schauen und erkunden und machen wonach sein Hundeherz begehrt, so lange er sich und andere nicht gefährdet. Hund sein.
Ich weiß, dass das auch mit einem Hund der fit ist, ne Menge Arbeit ist, aber ein Wunsch bleibt es trotzdem.
Für die nächste Zeit versuche ich so viel wie nötig, und so wenig wie möglich zu machen, wie geht ihr vor, wenn ihr mal runterfahren möchtet? Klingt das für euch erstmal gut? Habe ich noch etwas vergessen?
So, das erstmal als Update.