Das hat sich allerdings auch schon rumgesprochen, mich wundert es, dass es immer wieder Beschlagnahmungen gibt. Aber gut, die Dummheit der Menschen ist auch grenzenlos, ich denke dass sich einige Halter einfach vorstellen, sie kommen damit durch. Traurig, dass die Hunde es am Ende ausbaden müssen.
Grundsätzlich ist ggf. das "Problem", dass auf der Liste auch Rassen sind, die im Grunde nur vom Namen her "Listenhund" sind, aber weder vom Verhalten noch ansonsten... hatte es ja im Bekanntenkreis auch schon. Liebster Hund, hat die kleine Tochter abgöttisch geliebt, alle zwei Wochen kommen große Kindergruppen, die hat der Hund auch geliebt (einzig manche Hunde auf der Straße waren kritisch, wenn sie an der Leine war und die auch) - und ihr "Fehler" war, dass sie eben keinerlei Ambitionen in Richtung "Kampfhund" (ich muß es mal genau so benennen, selbst wenn der Name so reißerisch klingt, daher die Anführungszeichen) hat - sie ist immer vor den anderen Hunden der Familie geflohen (und die waren zwar sehr dominant, im Grunde aber harmlos, und die Hündin hatte jeden davon mit einem Haps erledigten können. Stattdessen ist sie immer geflüchtet - und einmal dann halt auch aus dem Garten raus... zack, beschlagnahmt. (ich kann leicht reden, ich habe nie einen "kritischen" Hund besessen, aber war damals einfach sehr traurig und geschockt, dass Hamburg immer noch derart an dieser nachweislich wissenschaftlich so nicht haltbaren Liste festhalten, nachdem Peppers beste Freundin einfach eingesammelt worden ist....)
Ich kenne das Leid vieler Besitzer, die in HH wohnen bzw. gewohnt haben und finde es auch total rückständig was dort an Vorgaben herrscht und wie diese Umgesetzt werden. In anderen BL, abgesehen von HH und B, gibt es im Normalfall Fristen für den WT und die Sachkunde. Zumindest, wenn es rein um Rassezugehörigkeit und/oder leichtere Vorfälle gibt. Allerdings hab ich auch da schon erlebt, dass die Fristen einfach verstrichen sind, ohne dass die Halter etwas unternommen haben
Andere hingegen, sind am Rande des Nervenzusammenbruchs, da die Androhung der Beschlagnahmung, ohne Vorfall, im Raum steht. Was eine Beschlagnahmung und Unterbringung im TH für einen ansonsten unauffälligen Hund heißt, kann sich wahrscheinlich jeder vorstellen.
Die Einführung der Rasseliste hatte keinen Rückgang der (geringen) Beißvorfälle durch gelistete Rassen zur Folge. Die Datenlage ist auch undurchsichtig, da es keine zentrale Meldestelle und es bundeslandabhängig unterschiedliche Einstufungen gibt. Was im Endeffekt damit bezweckt wurde, ist eine Stigmatisierung, einen enormen Veraltungsaufwand, teilweise Flutung der THS und natürlich eine Erhöhung der Steuereinnahmen in manchen Kommunen
Ein "gefährlicher" Hund, ist ein "gefährlicher" Hund, egal welcher Rasse er angehört. Das sollte im Fokus stehen.
Ich persönlich würde mir hier auch etwas anderes wünschen und einen anderen Ansatz fahren, aber das ist ja nur Lillys Meinung und interessiert in den Behörden niemand
Ich habe meine Wohnortwahl tatsächlich auch nach den Auflagen ausgerichtet bzw. werde sie auch zukünftig daran orientieren. Es ist dennoch schön zu lesen, dass auch nicht Listen-Besitzer das Thema so sehen 
Oh, ich wollte jetzt auch nicht deinen Faden schreddern Sina 1234