Beiträge von BuddyBär26

    Das mit den Tauschgeschäften scheint allgemein ein sehr umstrittenes Thema zu sein. Am besten ist es bei uns - wenn er knurrt weil er ein Spielzeug nicht abgeben will, wird halt dann in dem Moment nicht gespielt. Da renne ich nicht hinterher oder mache einen Aufstand - er muss die Konsequenz tragen - wenn er Spielzeuge nicht abgibt, kann ich sie nicht werfen.

    Nur, dass ich da meine Verwirrung entknoten darf: Du wirfst dem Hund aber keine Spielzeuge mehr?

    Doch schon bzw wir rollen ihn oder verstecken ihn wegen seiner Gelenke. Aber er hat mittlerweile gelernt, dass er den Ball abgeben muss, wenn er gerollt werden soll.

    Habt ihr auch mal was so aufgebaut, dass man möglichst gar nicht an den Punkt kommt, dass er eine Grenze aufzeigen möchte?


    Tauschen versuchen, weil er knurrt, scheint mir generell kontraproduktiv. Das baut man ja eigentlich anders auf. Oder war das nur ungünstig formuliert?

    Also Grenzsetzungen haben bei allem geklappt, außer beim Fressen. Er hat zb früher beim spielen immer meine Jacke angegriffen und ist an mir hochgesprungen. Das haben wir super mit klaren Grenzsetzungen rausbekommen. Nur das Futter war da problematisch.

    Das mit den Tauschgeschäften scheint allgemein ein sehr umstrittenes Thema zu sein. Am besten ist es bei uns - wenn er knurrt weil er ein Spielzeug nicht abgeben will, wird halt dann in dem Moment nicht gespielt. Da renne ich nicht hinterher oder mache einen Aufstand - er muss die Konsequenz tragen - wenn er Spielzeuge nicht abgibt, kann ich sie nicht werfen.

    Nur bei Gegenständen, die auch für ihn gefährlich werden konnten, (er hat gerne schuhe sowie Gartengeräte geklaut), haben wir ihm meist ein Tauschgeschäft angeboten, einfach weil es da auch um seine Sicherheit ging. Aber das scheint auch an sich gut gegangen zu sein, denn mittlerweile wenn er mal ganz selten was klaut, lässt er es schnell wieder liegen wenn wir ihn nicht beachten

    Das mit dem Orthopäden ist ja klar, wir gehem regelmäßig hin seit seiner Diagnose.

    Es ging mir ja hier auch ums Management und wie es diese Bettsituation besser gestalten kann für ihn und mich.

    Es ist vermutlich verlockend, da alle Vermutungen und so aufzustellen, aber ich habe ja genau nach einer Sache gefragt. Vieles haben wir ja schon selbst vermutet oder getan. Ich werde veim Orthopäden nochmal genau die Problematik ansprechen und sehen, was da noch geht. Ansonsten versuche ich den Rest seines Lebens so angenehm aber auch sicher für uns beide zu gestalten, wie es nur geht.

    Was genau da vorher abgelaufen ist, wissen wir nicht. Der Wurf war ungeplant und die wollten die Welpen schnell loswerden. Eh nicht die besten Voraussetzungen.

    Wir haben sicherlich Fehler gemacht - wir hatten 2 Trainer.

    Aufgegeben haben wir es dann als er alt genug war, um die Haut zu durchbrechen. Ab da hatten wir einfach auch ehrlicherweise Hemmungen - bzw Ich hatte Angst, da ich erst 15 war zu dem Zeitpunkt. Und meine Eltern - naja von denen hörte ich stets nur: du wolltest den Hund also kümmer dich. Aber das ist eine andere Geschichte

    Es waren nämlich 12 Welpen und die mussten alle aus einem großen Napf fressen. Und hatten allgemein auch alle nur wenig Spielzeug, um dass sie sich dann halt raufen mussten.


    Ja nu, das ist aber irgendwie Glaskugel. Mein Lucifer stammt auch aus einem 12er Wurf, der aus einer Schüssel gefressen hat. Und der lässt sich problemlos Futter abnehmen, nicht nur von uns, sondern auch vom halb so großen Emil, wenn ich nicht aufpasse. Dabei ist er endgradig verfressen. Dennoch klappt das problemlos.

    Evtl habt ihr mit den Trainingsansätzen dem Futter auch eine zu große Wertigkeit beigemessen. Aber das weiß ich natürlich nicht, nur ne Idee.
    Meine Hunde stehen neben mir, wenn ich das Fressen fertig mache und hypnotisieren mich. Dürfen sie auch. Futter gibt es im Bad (wegen evtl exzessivem Speichelfluss des Collies). Da setze ich sie kurz ab, damit sie mir nicht in die Näpfe springen. Aber sobald das Futter steht geb ich sie frei und gehe dann. Ist überhaupt kein Thema. Könnte ihnen die Näpfe auch problemlos abnehmen, mache ich aber nicht, weil ich das blöd finde.

    Ich hab aber auch einfach das Glück, dass meine Hunde Futter offenbar nicht als Ressource betrachten, die es zu verteidigen gilt.

    Wir machen es genauso. Das Training haben wir ja erst nach den ersten Beißvorfällen begonne. Das Essen wird vorbereitet und er sitzt daneben und schaut zu, dann gehen wir zusammen raus, er sitzt kurz während ich es abstelle. Ich gebe es frei und gehe raus.

    Letzten Endes kann niemand genau sagen, was woher kommt - sie können es uns ja nicht sprachlich direkt mitteilen. Aber das war und ist ja auch gar nicht mein Anliegen in dem Post gewesen.

    Mal eine ganz andre Frage: du hast doch geschrieben, ihr hättet mit dem Hund wg. der Futteraggression trainiert. Wie habt ihr denn bislang trainiert?

    Also zuerst haben wir feste Fütterungszeiten bzw Rituale etabliert. Wir haben da mit einer Hundeschule zusammengearbeitet und mit einem Trainer. Nach der Gassi Runde gibt es Futter. Er kriegt es an einem ruhigem, festen Ort. (Er hat auf dem Hof einen eigenen ca 12 m2 großen Raum, wo er auch schläft, wenn wir nicht da sind. Drin hat leider wegen der Katzen nie funktioniert). Wir haben viel mit positiver Verstärkung geübt, also langsam Schritt für Schritt näher kommen (stoppen wenn er Grenzen signalisiert). Das hat anfangs gut funktioniert und dann haben wir ihm ein wenig Futter nachgegeben in den Napf, damit er lernt, dass wir es nicht wegnehmen wollen sondern etwas schönes tun. Dabei kam es schon zu Bissen, als Welpe war er jedoch noch nicht so kräftig. Er hat leider nie aufgehört und nach dem ersten schlimmen Biss, haben wir es gelassen. Handfütterung haben wir auch gemacht, hat auch geklappt, wurde uns dann irgendwann aber zu unsicher aufgrund der anderen Vorfälle. Dummy Training haben wir auch gemacht. Das klappt sogar heute noch. Auch leckerlies aus der Hand füttern geht problemlos. Nur wenn er es dann hat, darf man nicht mehr in der Nähe sein bzw die Hände in seine nähe halten oder so (zB auf ein runtergefallenes Leckerlie zeigen). Wir haben auch immer versucht, ihm Ersatz anzubieten. Also zb wollte er einen Ball nicht abgeben und knurrte, haben wir getauscht. Das funktioniert auch super. Aber beim Futter war es vergebens. Der Trainer hat damals vermutet, dass die Vorbesitzer bzw halt die Menschen, wo er geboren wurde, da schon zu tief in ihm den Futterneid verankert hatten. Es waren nämlich 12 Welpen und die mussten alle aus einem großen Napf fressen. Und hatten allgemein auch alle nur wenig Spielzeug, um dass sie sich dann halt raufen mussten.

    Nur wie lassen wir das noch weiter abklären ? So lange auf Verdacht mit Medikamenten rumprobieren bis er es nicht mehr tut?

    Weil untersuchungstechnisch gehen uns langsam die Möglichkeiten aus.

    Hat da jemand Ideen?


    Ich würde das mit einem guten Orthopäden besprechen.

    Auch unter Benennung der Beißproblematik.

    Wir waren bereits bei 2 Orthopäden. Da wurde er auch geröntgt und uns wurde das neue Medikament angeboten, mit dem er dann auch endlich wieder richtig gut laufen konnte und nicht mehr langsam oder humpelnd unterwegs war. Ich bin echt verzweifelt. Das ist auch finanziell einfach alles sehr belastend. Ich selbst bin Studentin und habe meine Ersparnisse schon geplündert, um ihn untersuchen zu lassen. Noch einen Hundetrainer können wir uns einfach nicht mehr leisten.

    Nur wie lassen wir das noch weiter abklären ? So lange auf Verdacht mit Medikamenten rumprobieren bis er es nicht mehr tut?

    Weil untersuchungstechnisch gehen uns langsam die Möglichkeiten aus.

    Hat da jemand Ideen?

    Und leider fing das Verhalten mit dem Futter ja schon als Baby an.

    Ich würde das mal gesondert betrachten. Natürlich wird es da Zusammenhänge geben im Sinne von "er hat gelernt, dass Beißen eine gute Lösung ist". Aber das heißt nicht, dass es nicht sein kann, dass er AUCH Schmerzen hat und das eben genau so zu lösen versucht und in diesem Kontext das Beißen ein Zeichen für bestehende Schmerzen sein könnte.

    Im Grunde kann man trotzdem daran trainieren, dass Hund bei unangenehmen Sachen mindestens eher weggeht, als direkt zu beißen. Aber natürlich sollte man vorher und währenddessen auch sehr scharf darüber nachdenken, ob es eben nur um "hm, gefällt mir grad nicht so und mein Wort ist Gesetz" oder starke/chronische Schmerzen geht. Das macht mMn auch einen Unterschied darin, mit welcher Einstellung man an sowas rangeht/rangehen sollte.

    Ich dachte auch schon an so etwas wie Demenz - denn wenn er beißt, dann geht er danach zwar weg, weil wir ihn rausschicken, aber er ist 2 Sekunden später wieder wie ausgewechselt und will dann gestreichelt werden und wedelt mit dem Schwanz. Vielleicht Beschwichtigung,ich weiß es nicht. Aber er wirkt bei diesen Beißsituationen wie ein ganz anderer Hund, also würde er gar nicht realisieren, was er da tut. Aber Kopf CT oder sowas ist wieder so eine Sache in seinem Alter. Seitdem er jetzt 10 ist, habe ich auch etwas Bammel, ihn in irgendeiner Form in Narkose legen zu lassen für etwaige Untersuchungen, die am Ende vielleicht wie bisher nichts ergeben. Es ist half ein Zwiespalt und ich möchte versuchen, ihm ein angenehmes restliches Leben zu schenken, was aber auch vereinbar mit unserer Sicherheit ist. Denn wenn wir die ganze Zeit Angst haben, ist er dauerhaft gestresst. Und das ist fast noch schlimmer, als dass er jetzt nun mal anstatt im Bett auf der Couch nebenan schläft.

    Hier macht es aber den Eindruck, dass Schmerzen/Nebenwirkungen einfach ausgeschlossen werden wollen (weil.. Er bekommt ja was...) und somit ist diese Diskussion eh sinnlos.

    Was ich leider echt nicht nachvollziehen kann… An den Schmerzmitteln zu drehen ist ja nicht nur für den Hund sinnvoller, sondern sogar für den Mensch deutlich einfacher zu bewerkstelligen als den Alltag mit einem Hund zu managen, der bei unerwarteter Berührung löchert.

    Zumal sich so ein Verhalten, wenn es durch unpassende Medikation hervorgerufen wird, meiner Erfahrung nach mit der Zeit ausweitet. Dann ist es plötzlich nicht nur nachts im Bett, sondern auch beim gemeinsamen Kontaktliegen auf dem Sofa, beim Streicheln, beim Anziehen vom Halsband, generell bei Berührungen, wenn der Hund döst und man unerwartet vorbeiläuft, sich zu schnell annähert… Das kann so richtig unschön werden. Und insbesondere mit nem Hund, der nicht „nur“ abschnappt, kommt man da schnell in nen Bereich, der im normalen Alltag gar nicht mehr händelbar ist.

    Deshalb, liebe @TE: Bitte nimm das Verhalten nicht einfach als gegeben hin. Management ist vorerst natürlich sinnvoll, aber das allein wird wahrscheinlich keine langfristige Lösung sein.

    Ich verstehe den Schmerzverdacht total. Nur leider haben wir bereits 3 verschiedene Medikamente in unterschiedlichen Dosisanpassungen probiert.Und ehrlich gesagt wird das Ganze auch langsam sehr teuer. Ich weiß - er kann auch Schmerzen haben wenn er ansonsten wie ein junger Hund rennt und springt, aber die Berührung bei der er zubeißt ist nur wenn er im Schlaf ist. Als würde er dann vor Schreck beißen. Ansonsten liebt er jeden Berührung, liebt Bauchkraulen und geht sogar gerne durch die Beine von Menschen. Und ich finde es allgemein ziemlich unfair, mir vorzuwerfen, ich würde seine Schmerzen nicht nehmen wollen. Das ist definitiv kein vernachlässigtes Thema bei uns. Wir schauen sogar gerade nach Physiotherapie für ihn.