Beiträge von Rowan

    Ich danke euch allen für eure Gedanken zum Thema " Kumpel-Fell" !

    Bei einem Welpen würde ich so eine vertraut riechende Unterlage auf jeden Fall hinlegen. Bei einem schon älteren, gelassenen Hund mit inzwischen dem vierten Wechsel des Zuhauses gehe ich eher davon aus, dass es keinen Unterschied macht, zumal er nur vier Monate in der Pflegestelle war. Da wirkt wahrscheinlich ein Leckerlie verlockender, um ihm sein Hundebett als seinen Rückzugsplatz zu zeigen, oder ein Kauknochen.

    Wahrscheinlich mache ich es vom Hygienezustand des Kunstfells abhängig, ob ich es in meiner Wohnung für Sam haben möchte. :smile:

    Es ist jetzt doch noch eine Frage aufgetaucht, bei der ich mir unsicher bin.

    Die Pflegestelle will Sam zwei kleine Kunstfelle zum Eingewöhnen mitgeben, weil sie "nach seinen Kumpeln riechen", also nach den anderen Hunden in der Pflegestelle.

    Hilft sowas wirklich? Die anderen Hunde sind nicht mehr da, das sieht und merkt Sam ja auch. Einen kennt er seit 4 Monaten, den anderen seit einer Woche, zuvor war er fast 5 Jahre Einzelhund. Seine Pflegestelle sagte, er sei lieber Einzelhund mit (s)einem Menschen, obwohl er absolut verträglich mit anderen Hunden ist.

    Ich weiss nicht recht, ob diese " Kumpelfelle" helfen oder eher hinderlich beim Eingewöhnen sind? Tendiere eher dazu, sie wegzulassen. Habe aber nicht die Erfahrung, das sicher beurteilen zu können.

    Fusselschnüss Ich finde deine Gedanken und deine Einstellung auch sehr gut und verantwortungsvoll! :bindafür:

    Bei mir war es ähnlich, ich habe vor etlicher Zeit auch mal über einen Hund nachgedacht, bin aber wieder gänzlich davon abgekommen, weil ich keine Erfahrung mit Hunden hatte und mir die Verantwortung nicht zugetraut hatte. So gern ich einen Hund gehabt hätte, es fühlte sich einfach nicht richtig und gut an. Irgendwann ergab es sich dann, den Hund einer Freundin 2-3 Tage die Woche als "Tageshund" zu betreuen. Ich habe viel von der Hündin gelernt und auch ganz konkret Erfahrung sammeln können, war zufrieden damit und plante immer noch keinen eigenen Hund. Aber dann tauchte Sam in meinem Leben auf. Gross, sehr weit weg, 7 Jahre alt und ein Mix mit Schäfianteil. Niemals wäre ich auf die Idee gekommen,mir ausgerechnet so einen Hund zu holen!

    Jetzt zieht er an Neujahr bei mir ein. Alles passte auf einmal, alles klappte, von Vorgesprächen über einen Besuch beim Hund, Vorkontrolle, Behördenkram, und am allerwichtigsten: es passte auch 100 %ig vom Bauchgefühl.

    Sowas gibts. :lol: Ohne die Phase vorher und den Tageshund wäre es nicht passiert.

    Ich wünsche dir viel Freude und gute Erfahrungen mit deinem Gassigeh-Hund und bin mir sicher, auch du wirst deinen Hund finden und es dann wissen. Und fühlen, dass es dann rundum richtig ist und passt! :winken:

    Ich drück Euch die Daumen für eine gute Hin- und Rückfahrt. Du fährst aber nicht allein, oder? Hach, ich bin schon so gespannt, wie es wird. Wie muss es Dir da erst gehen.

    Nein, wir fahren zu dritt. Die Tochter meiner Freundin fährt mit, so dass sie sich beim Fahren abwechseln können. Das macht die lange Fahrt auf jeden Fall sicherer ( ich habe keinen Führerschein).

    Ich war die letzten Wochen ziemlich nervös. Es kam ja alles völlig ungeplant und überraschend. Wie das Leben halt manchmal spielt - Hund nicht gesucht und doch gefunden. ;) Auch bei Hundesteuer und Tasso ging alles viel schneller als angekündigt und mir von anderen Hundehaltern berichtet. Das Einkaufen der Hundeausstattung hat Spass gemacht, das Einräumen auch, obwohl ich dafür einiges freiräumen musste und ganz ehrlich, mich auch erst mal an das neue Hunde-Wohnungsdesign gewöhnen musste. :D Ganz zu schweigen von den unzähligen Fragen und auch Unsicherheiten, die mir durch den Kopf gingen.

    Aber jetzt bin ich komischerweise nicht jeden Tag noch angespannter und nervöser geworden, sondern gelassen und ruhig. Und ich bin mir sicher, dass es gut ist, so wie es ist. Dass Sam zu mir kommen sollte, dass ich ein gutes Zuhause für ihn bin, auch wenn ich zweifellos Fehler machen werde und nicht die ideale, erfahrene Hundehalterin und Hundeerzieherin bin. Aber ich weiss, was es heisst, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen, ich bin lernfähig und kann fragen und mir helfen lassen, wenn ich mit etwas nicht allein weiterkomme.

    Sam wird es gutgehen bei mir. Ich sag das mal einfach so, auch wenn viele hier vielleicht nicht dieser Meinung sind. Er ist alt und gelassen genug, mir Fehler zu verzeihen, und ich bin sicher genug, zu wissen, dass ich ihm nicht schaden werde.

    Alles bereit. Muss nur noch meinen üblichen Wohnungsputz vor Neujahr erledigen, Tradition bei mir.

    Die Tassomarke kam kurz vor Weihnachten und hängt mit einem etwa gleich grossen Biothane-Anhänger mit seinem Namen, meinen Kontaktdaten sowie der Handynummer meiner Freundin an einem kleinen Karabiner, den ich jederzeit leicht umhängen kann. Die Hundesteuermarke hängt sicher an meinem Schlüsselbund. Den habe ich immer dabei, Geldbörse nicht unbedingt. Dann gibts ja noch den Tracker (mit Kontaktdaten), der ans Geschirr kommt, und die Notfallkarte in der Geldbörse mit Notfallkontaktdaten, falls ich einen Unfall habe oder sowas. Sam ist also abgesichert wie Fort Knox. :lol:

    Neues Halsband und neue Leine nehmen wir mit. Ich verlasse mich nicht auf das, was er angeblich mitbekommt. Die Pflegestelle nahm ihn mit einer Retrieverleine mit raus,die ihn hörbar röcheln liess. Die verwende ich garantiert nicht. Ein passendes Geschirr besorge ich, sobald ich ihn ausgemessen habe.

    Ready to go. Ich hoffe, es schneit an Neujahr nicht. Wäre für 600 km Fahrt nicht so angenehm. Aber wir müssen das Wetter nehmen, wie es kommt.

    Aber du kannst einschaetzen, dass es kein Listenhund ist?

    Du hast gerade deinen ersten Hund/bekommst ihn demnaechst, richtig? :hust:

    Es wäre fein, wenn du erst mal einen Beitrag richtig liest und verstehst, ehe du dich auf ein paar Reizworte stürzt.

    Ich habe nicht geschrieben, dass ich weiss, ob im Hund der TE ein Listenhundanteil steckt oder nicht. Ich habe geschrieben, dass ich ausser dieser Problematik auch noch aus anderen Gründen die Entscheidung für diesen Hund für nicht verantwortlich und nicht gut halte.

    Es geht in diesem Thread nicht um Hundeerziehung. Zu der ich ohnehin nichts geäussert hätte, weil ich wenig Ahnung davon habe, Anfänger bin und es mein erster eigener Hund ist.

    Ich habe nicht gesagt,dass ich den Leuten erklären will, was und wie sie sich zu äussern haben. Ich habe geschrieben, dass ich die Art, wie man hier verbal auf die TE losgeht, nicht für sinnvoll und förderlich für die Kommunikation halte, und erklärt, warum ich das denke.

    Ich finde es langsam ebenso problematisch wie teilweise erheiternd, wie die Kommunikation hier inzwischen läuft.

    1. Argumentation Großstadt: wer sagt, in einer Großstadt kann man nie einen Hund frei laufen lassen und muss immer mit dem Auto rausfahren, hat noch nie in einer Großstadt gelebt. Ja, in den Innenbezirken kann man einen Hund nicht von der Leine lassen, a) wegen der Menschenmassen und Autos dort, beides löst sehr schnell Konflikte und Unfälle aus, und b) weil es dort sowieso in fast allen (allen?) Großstädten verboten ist. Aber es gibt in allen Großstädten Parks, Randbezirke im Grünen, ruhigere Gegenden, in denen man sehr wohl und gut einen Hund laufen lassen kann (wenn er denn rückrufbar ist) oder zumindest an der langen Leine/Schleppleine problemlos für ausgiebige Spaziergänge mitnehmen kann.

    2. Anmelden und Hundesteuer bezahlen ist für jeden Hundehalter gesetzlich Pflicht. Für Mini-Hunde genauso wie für den über 60 cm Hund. Haftpflichtversicherung ist für Taschenhunde und andere nicht zwingend gesetzlich vorgeschrieben, aber wer auch nur einen Funken Verstand hat, macht es, unabhängig von der Größe und Rasse seines Hundes. Ich wüsste auch nicht, warum es so abschreckend sein sollte, dass man für seinen Hund eine Haftpflicht abschließt?

    3. Experten hier im Forum sagen mit absoluter Sicherheit, dass in dem TE-Wunschhund ein Amstaff mit drin ist. Vermutlich gibt es Experten, die sowas ohne jeden Zweifel von einem Foto im Internet erkennen können. Aber falls ja, woher soll die TE wissen, dass sie solche überaus fähigen Experten hier im Forum vor sich hat? Sie kennt hier niemanden näher, und kriegt bloß mit, dass sie einer geballten "Expertenfront" gegenübersteht, ohne im geringsten zu wissen, ob man deren Aussagen trauen kann oder nicht.

    4. Es ist nicht hilfreich, von zig Personen massiv angegriffen zu werden und das teilweise im Befehlston "Lass es!" etc. Normalerweise fördert das absolut nicht das Nachdenken, sondern löst zwei Reaktionen aus: entweder man zieht sich zurück, schreibt nichts mehr, und ist weg (wie schon oft Im DF passiert). Oder man geht in die Konfrontation rein, trotzig, "und jetzt erst recht", und leistet Widerstand. Beide Reaktionen nützen dem Hund, um den es geht gar nichts, ebenso wenig das verbale Niederknüppeln der TE durch die "Das ist unverantwortlich und gefährlich!"-Front. Und es hilft absolut überhaupt nichts, um hier eine Kommunkation zu ermöglichen, die einigermaßen sachlich ist und der TE ermöglicht, zu reflektieren, nachzudenken und vielleicht das eine oder andere Argument ernst zu nehmen.

    5. Die TE ist erwachsen und kann entscheiden und tun, was sie will. So bitter das oft für einen Hund ist, es ist Fakt und keiner hier kann was dagegen tun oder jemanden davon abhalten, eine dumme Entscheidung zu treffen. Wenn sie diesen Hund holen will, wird sie ihn holen, auch wenn sich hier alle aufregen bis zum Gehtnichtmehr.

    Bei Hunden würde man, wenn sie aufeinander losgehen oder sich extrem gegenseitig hochjagen, sagen: Cool down, nimm deinen Hund und geh aus dem Konflikt raus, statt ihn noch mehr und mehr anzuheizen. Bei Menschen hat man oft den Eindruck, dass sie sich mit Vehemenz in ein Thema oder in Argumente verbeißen, wie in einen alten, schon ausgelutschten Knochen, und den Knochen überhaupt nicht mehr losslassen wollen. Da werden Argumente zigmal wiederholt, mit immer aggressiverem Unterton, da holt man Totschlagargumente aus dem Sack, die teilweise gar nichts mit dem Thema zu tun haben, da wird die verbale Keule ausgepackt - und wozu? Ein Hund hört umso weniger, je lauter und aggressiver man schreit. Ein Mensch reagiert genauso. Die sachlichen Argumente sind doch schon zigmal genannt und erläutert worden. Wozu also immer weiter sich in das Thema verbeißen?

    Ich plädiere dafür, dass alle mal tief durchatmen und sich überlegen, ob es irgendwas bringt, immer noch mehr zu eskalieren und auf die TE loszugehen. (Deren Entscheidung, den Hund zu holen, ich aus anderen Gründen - nicht wegen des angeblichen Amstaff-Anteils- auch für verantwortungslos, unbedacht und falsch halte).