Über Belohnung ein anderes Verhalten auftrainieren. Da Hunde personenbezogen lernen, geht das.
Das habe ich bei mir zuhause gemacht. Wenn wir vom Spazierengehen zu mir nachhause gekommen sind, hat sie auch zu toben und zu bellen angefangen. Warum genau, habe ich noch nicht recht verstanden, denn es kommt ja da weder Herrchen noch sonstwer Fremder, und trotzdem wurde sie laut und sprang herum und rannte in die Küche "Gib mir mein Leckerlie". Ich habe es dann so gemacht, dass ich sie vom ersten Schritt durch die Tür an sofort gelobt habe, wenn sie kurz ruhig war, "ruhig" gesagt und gleichzeitig ein Leckerlie gegeben habe.
Ich verstehe den Auslöser für das Getobe und Gebelle noch nicht ganz, denn es scheint nicht nur zu sein, dass Herrchen kommt oder ein Gast und sie mit Leckerlies belohnt. Beides war bei mir zuhause ja nicht der Fall.
Dass Hunde personenbezogen lernen, finde ich faszinierend und sehe es immer wieder. Das Schwierige ist, dass ich manches ganz anders angehe als meine Freundin. Ich mag einen Hund weder mit Wasser ins Gesicht spritzen noch ihm die Schnauze zuhalten und schon gar nicht anschreien. Weil ich es selber hasse, angeschrieen zu werden. Ich bin beim Hund eigentlich immer leise. Klar, ich flüstere nicht, aber ich brülle ihm nicht nach oder schreie ihn an. Bringt ja nullkommanichts. Und ich merke, wie gut der Hund darauf reagiert. Wenn meine Freundin dann kommt und ihren Hund wieder anschreit, fühle ich mich irgendwie unwohl. Ich kann nichts dagegen machen, es ist ihr Hund, ich kann auch den Hund nicht auf meine Weise ansprechen, stehe nur daneben und wünschte, ich wäre woanders.
Da hast du wohl leider recht.