Beiträge von Missy2023

    Auf der einen Seite sprießen also Hundetrainer, die dieselben Glaubenssätze, sowie Ängste mit sich herum schleppen, sich aber in einer Position sehen anderen zu erklären, wie sie ihre Hunde am besten und effektivsten von Dingen fernhalten, die den Hund dazu bringen könnten sich in negativer Art und Weise zu äußern UND wie sie den Fokus des Hundes immer auf irgendwas anderes zu lenken. Nein, ich möchte nicht über die Sinnhaftigkeit irgendwelcher Methoden sprechen, die interessieren mich absolut gar nicht. Es geht darum, dass oben genannte Hundetrainer auf der einen Seite ihren Lebensunterhalt (Druck) verdienen müssen, Gesetze und Richtlinien bezüglich ihres Unternehmens UND ihrer "privaten" Hunde-Haltung einhalten müssen (Druck), einem bestimmten Weltbild folgen, indem der Hund NICHTS weiß und der Mensch 120% ständige Verantwortung für ihn übernehmen muss (Druck), und dazukommend Druck aus persönlichen Lebensgeschichten tragen muss. Wer so dermaßen unter Performance-Druck steht, geht eher Wege, die Abkürzungen versprechen. Das wirkt sich auf das Hundetraining aus.

    Aber dieser Mensch ist dann vielleicht einfach nicht geeignet, diesen Job zu erledigen, wenn ihm die menschlichen Eigenschaften damit umzugehen fehlen.

    Ich kenne keinen Hundetrainer, der sein Leben so beschreibt oder empfindet. Und die Menschen, die so arbeiten, sind mich ganz schnell los.

    Hunde werden immer präziser konditioniert. Sie dürfen kaum selber entscheiden was sie tun möchten. Sie werden von einem Sport in den nächsten getrieben, Spaziergänge sind reine Routine, Hauptsache der Zeitplan stimmt. Wenn der Mensch Mal eben nicht am Hund herum trainiert, wird er an der Leine durch die Gegend gezerrt. Die fünf Minuten schnüffeln oder stehen um Löcher in die Luft zu starten sind für den Menschen nicht drinnen. Jede Bewegung, die ein Hund SELBSTÄNDIG tut, wird so dermaßen totanalysiert, dass selbst weder Trainer noch Besitzer sich daran erinnern können, warum sie überhaupt im Gespräch sind. Oft ist der Hund dann "stur","bockig","ängstlich" oder gar "aggressiv. Solche Hunde kommen dann nie von der Leine und dürfen sich dann auch noch mit so einem dämlichen Maulkorb begnügen. Verstehe mich nicht falsch, Maulkörbe haben ihre Daseinsberechtigung, nichtsdestotrotz sehe ich so verdammt viele Maulkörbe in GANZ NORMALEN Situation, in denen nicht ein einziger Hund diesen "braucht". Nur, weil irgendein Mensch so disconnected ist von seiner Fähigkeit Stimmungen wahrzunehmen, und er deshalb regelrecht abhängig davon ist, zu wissen, dass der Hund vor ihm mit 100%iger Wahrscheinlichkeit nicht in der Lage ist sein Maul so zu nutzen, wie es ihm möglich ist. Pure Angst ist das. Angst, die auf andere projiziert wird.

    Diese Angst - sehe ich nur bei Haltern, die viel im Netz unterwegs sind oder einen unqualifizierten Trainer gefunden haben. Oder sich von irgendwelchen Insta-Gurus inspirieren lassen. Und ja, auch hier im Forum liest man manche Dinge, die Druck aufbauen können. Auf Grund mangelnder Kenntnisse sind die Menschen nicht in der Lage reflektiert zu beurteilen, ob das was sie sehen vielleicht absoluter Quatsch ist.

    Bei uns ist der Schutz spannenderweise nur in kurzen Zeitspannen nötig gewesen. Dieses Jahr war es tatsächlich nur mal im Mai/Juni wirklich nötig. Da krabbelte mal eine Zecke im Fell rum. Also gab es einen Spot on. Danach ist hier eh Ruhe. Nach 4-5 Wochen wird kontrolliert. Krabbelt nichts wird nicht aufgefrischt. Krabbelt was, siehe oben. Ich hab dies Jahr tatsächlich bisher nur 2x gespottet. Und nicht eine Zecke im Hund gehabt. :ka: Will mich aber nicht beschweren. So darf es gerne bleiben :tropf:

    Ja vielleicht liegt da der Unterschied in der Betrachtung. Die Sporthundeszene ist da auch noch mal etwas spezieller vielleicht.

    Wie gesagt, ich kenne den Begriff "wesensfest" aus dem allgemeinen Sprachgebrauch unter Hundehaltern so gut wie gar nicht. Aber dafür hab ich lange immer wieder bei unterschiedlichen Züchtern gerade beim VDH gelesen "Unser Ziel sind wesensfeste Welpen". Es macht absolut Sinn, wenn man es auf die Rassestandards betrachtet liest. Darum habe ich es nie weiter hinterfragt. Ob eine Anlage des Rassestandards vorhanden ist sieht man bei den Welpen ja durchaus. Aber im Rahmen dieser Diskussion hab ich mir die Frage dann gestellt, ob es vielleicht auch von den Züchtern eine Art Definition für den Begriff geben könnte. Aber auf die Nervenstärke später bezogen, bin ich mir bei den Hunden in dem Alter gar nicht so sicher, ob dazu bereits wirklich schon Aussagen getroffen werden kann. Und ob seriöse Züchter eine solche Behauptung treffen würden. Vermutlich sollte man dann schon als Interessent nach der Definition dessen Fragen. Irgendwas haben sich die Menschen sicher dabei gedacht... :thinking_face:

    Mich würde bei dieser Diskussion tatsächlich folgendes Interessieren: Woher hat der Züchter die Glaskugel, um "wesensfest" im Bezug auf Nervenstärke in jeder Trieb- und Lebenslage für das gesamte spätere Hundeleben zu sehen? :see_no_evil_monkey:

    Ich kenne den Begriff ja hauptsächlich von Züchtern. Wesensfeste Welpen lautet das Werbeversprechen. Er kann doch aber noch gar nicht voraussagen, was für Lernerfahrungen die Zwerge im neuen Heim machen werden. Die Anlagen hingegen, die rassetypisch sind, sind bei den Welpen ja bereits erkennbar. Erst recht bei entsprechender Förderung.

    Nur mal aus Neugier, wenn ich aus einem Bundesland, wo kein Hundeführerschein Pflicht ist, in eins ziehe mit, muss ich den dann nachmachen?

    Kommt drauf an. In Niedersachsen geht man ab 10 Jahren Hundehaltung von "Sachkunde" aus und es muss nichts gemacht werden. Ich habe damals einfach angerufen und gefragt und habe mich dann auf die Aussage der Person verlassen.


    Hier in Bremen gibt es ab nächstes Jahr den HF... alle bisherigen HH müssen keine Prüfung machen. Holt mensch sich aber nach 2026 nochmal einen Hund dann muss der HF mit diesem Hund gemacht werden und mit jedem nächsten auch.
    Kp was das bringen soll...bin mal gespannt ob das noch überarbeitet wird oder ob ich dann alle 5-7 Jahre nochmal einen HF machen muss

    Spannend - gilt das nur für die Praxis oder auch für die Theorie?

    Mein erster Gedanke - naja immerhin bleiben die HH dann mit ihrem Wissensstand nicht vor 30 Jahren stehen, sondern sind gezwungen sich weiter zu entwickeln. :rolling_on_the_floor_laughing:

    Mein zweiter Gedanke - klingt ja nach jeder Hund muss irgendwie vorstellig werden und eine Art "Wesenstest light" ablegen. Funktioniert ja aber auch nur, wenn die Praxis dann wenigstens mit eigenem Hund absolviert werden muss...

    Der Hundeführerschein und dieser witzlose Sachkundenachweis, den man in NRW machen muss, sind so dermaßen sinnbefreit, dass ich allen Ernstes an der Zurechnungsfähigkeit macher Hundehalter, die lauthals nach einem Hundeführerschein verlangen, zweifle.

    Wieso in Gottes Namen will man unbedingt in so etwas banalem wie der Hundehaltung eingeschränkt werden? Wieso will man die Verantwortung an den Staat abgeben? Fehlt da das Selbstvertrauen? Fehlt da das Vertrauen zum Menschen? Ist es die allgemeine Angst vorm Leben mit all seinen Tücken?

    Ich glaube auch stark es hängt von dem Umfeld ab in dem man sich bewegt.

    Ich persönlich wäre durchaus ein Freund davon, wenn jeder der sich ein Tier anschafft vorher zumindest einen Nachweis über die Eignung erbringen sollte. Meinetwegen auch für Kinder. Ja selbst bestimmtes Leben/Eigenverantwortung - bla bla blubb - am *piiiieeeep*. Ich sehe immer wieder, dass die Menschen oft nicht mehr dazu in der Lage sind. Ein solcher Test, der dem Verkäufer vorgelegt werden muss, würde immerhin dafür sorgen, dass die Menschen sich zumindest irgendwie informiert haben und mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Spontankäufe fallen weg, weil man ohne den Schein erst gar kein Tier bekommt. Nirgends. Und den ersten fällt dann schon vor Anschaffung auf, dass ein Tier auch Geld außerhalb des Anschaffungspreises kosten kann.

    Hintergrund - ich bin einfach immer wieder schockiert, wie wenig Hundeverstand Menschen in meinem Umfeld haben, aber einen Hund zu Hause sitzt. Instagram statt Trainer. Google statt Tierarzt. Neulich wurde ich ersthaft gefragt, wie lange mein Hund schon am Rad gelaufen sei. Ich war total verwirrt, weil es a) super warm, b) recht früh war und c) mein Hund nie am Rad läuft... Für diesen Hundehalter war es unvorstellbar, dass man Leinenführigkeit trainieren kann und ein Hund sich freiwillig ablegt, wenn Menschen sich unterhalten. Da fährt man lieber bei Hitze am Rad damit der Hund so fertig ist, dass er Ruhe gibt. Bei solchen Dingen denke ich mir schon, völlig egal welche Rasse oder Herkunft der Hund hat, so ein bisschen fähige Besitzer hat jeder Hund und jedes Tier verdient.

    Natürlich wird das nicht alle Probleme lösen. Eine Universallösung gibt es halt nicht. Aber ICH traue einem Teil der Menschheit leider nicht mehr zu verantwortungsbewusst zu handeln. Natürlich ist es traurig für den Teil der Menschen, wo es ohne Sowas alles tadellos funktioniert. Aber für die ist so ein Test eben auch einfach ein Klacks. Ob und wie der letztendlich aussehen muss ist eine andere Frage.

    Lilith77 Super danke dir!!!
    Dann werde ich mir die Sachen wohl mal ansehen. Die fehlende Zwischengröße ist für uns tatsächlich gar nicht schlimm mit so 64cm Rückenlänge :rolling_on_the_floor_laughing:

    Murmelchen ich fühl es total. Aber ernsthaft - ein Bademantel fürs Auto und eine Wärmemöglichkeit nach dem Laufen am kalten Ponyhof während ich füttere und putze, weil der Hund Körbchen und Decken unnötig findet. :rolling_on_the_floor_laughing: Ich lieb meinen Hund, aber da finde ich die Preise von Non stop einfach unnötig für den Zweck.
    Wenn ich die Sachen wenigstens sonst im Alltag nutzen würde. Aber ich kann mich nicht erinnern das sie mal gefroren hat :see_no_evil_monkey: letztes Jahr hat sie noch nicht so viel Zeit beim Pferd verbracht. Daher wäre ich für alle Fälle gern gewappnet.