Alles anzeigenEs geht um Diskriminierung.. Weil sich manche Menschen anmaßen, einen anderen Menschen aufgrund einer Einschränkung im Alltag, weil er/sie vielleicht hinkt und mit einem Stock oder Rollator geht oder im Rollstuhl sitzt, im Grunde genommen unterstellen, dass er/sie nicht in der Lage ist, einen Hund zu versorgen und so weit zu versorgen, dass er rundum zufrieden ist.
Doch wenn man von vornherein, ohne, dass mich jemand vorher gesehen und gesprochen hat, sagt: Wir geben keinen Hund an einen Menschen über 70J. raus und an Behinderte sowieso nicht, dann muss man zwangsläufig davon ausgehen, dass diese Leute gravierende Vorurteile haben.
Nur mal als Gedankenanstoss. Du selber hast z.b. Vorurteile gegen Menschen, die arbeiten und einen Hund halten und unterstellst, dass es einem Hund da nicht gut gehen kann.
Aber die "gesunden" kennen sie auch nicht und oft werden sogar Hunde vermittelt, wo der Halter dann 8 Stunden bei der Arbeit ist oder den Hund sogar zur Arbeit mitnehmen muss. Habe ich alles schon erlebt. Die drei Stunden am Abend, die der Halter dann für den Hund hat, dürften wohl kaum ausreichen.
Hier bezeichnest Du eine Person direkt als lächerlich, weil sie nachgefragt hat. Ist doch besser, sie fragt nach, wenn sie sich das ganze nicht vorstellen kann statt direkt nein zu sagen.
Denn die Frau am Telefon fragte nach meinem Alter und sie wollte genau wissen, ob der Hund auf dem Rollstuhl spazierengefahren wird. Also lächerlicher geht es wohl nicht. Vor allem, weil die Frau gar nicht richtig gelesen hat, dass der Hund vor diesem Elektrofahrzeug herlaufen wird, an der Leine versteht sich am Anfang.
Falls Du in so einem Telefonat auch Dein Gegenüber spüren lässt, dass Du ihre Fragen lächerlich findest, dann ist ganz schnell auch auf der anderen Seite Antipathie da. Ganz unabhängig davon, ob Du eine körperliche Einschränkung hast oder nicht. Und ich kann Dir sagen, so lächerlich ist die Frage gar nicht. Hier fährt z.b. ein älterer Mann mit so einem Elektrorolli rum, wo der Hund (ein Cockerspaniel) fast überwiegend nur auf dem Rollstuhl sitzt. Ich weiß, weil ich ihn schon einige Jahre regelmässig treffe, dass es erst seit letztem Jahr so ist, weil der Hund mittlerweile älter ist und sonst die Strecke nicht mehr schafft. Würde ich ihn aber nicht schon länger kennen und wissen, dass der Hund alt ist, dann würde ich seit einem Jahr auch nur jemanden sehen, der permanent seinen Hund auf dem Rolli spazieren fährt. Also werte die Frau bitte nicht als lächerlich, sondern freu Dich lieber, dass sie sich darauf einlässt und nachfragt. Das zeigt nämlich, dass sie sich Mühe macht, sich darauf einlässt und Dich eben nicht sofort aufgrund Deiner Behinderung ablehnt.
Sympathie und Antipathie macht bei Vermittlungen egal ob beim Tierschutz oder auch bei Züchtern viel aus. Kaum einer mag ein Tier an jemanden abgeben, der unsympathisch rüber kommt.
Ich drücke Dir auf alle Fälle für morgen die Daumen, dass es von allen Seiten passt.
Vielen Dank an alle. Es ist manchmal schwierig etwas schriftlich so rüberzubringen, dass es so verstanden wird, wie ich es meine. Ich wollte hier nie jemanden als lächerlich oder so hinstellen. Es ist nur so, dass ich meinen einen Hund hatte, als ich noch arbeiten ging. Ich hatte dadurch nicht so viel Zeit für ihn, wie jetzt, wo ich in Rente bin. Ich kann natürlich nur von mir ausgehen. Was andere machen und wie kann ich nicht beurteilen. Ich glaube nicht, dass ich mit Vorbehalten auf die Frau zugehen werde. Kann ich doch gar nicht, weil ich sie bisher nicht persönlich kenne. Dieser Satz von dir, dass sich die Frau die Mühe macht, mich kennenzulernen, hat mir sehr gut getan. Ich hoffe halt, aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen, dass alles gutgeht. Vielen Dank für dein Daumendrücken. Es stimmt schon, manchmal hat man vielleicht zu viel Angst davor, abgelehnt zu werden, wenn man eben schon schlechte Erfahrungen gemacht hat. Es muss nicht sein, dass sich das wiederholt.