Beiträge von Nala2007

    Auch heute war Luna ein super toller Hund: zweistündiger Spaziergang durch Park und angrenzenden Wald. Gleich zu Anfang ein See mit mindestens einem Dutzend Enten, alle am oder nahe beim Ufer. Luna, die sonst enten-verrückt ist, ging einfach schnurstracks dran vorbei ohne dass ich irgendetwas sagen musste. Auch die Hundebegegnungen waren super. Unter anderem sind wir einem netten Paar aus Freiburg mit ihrem niedlichen kleinen Terrier gleich mehrmals begegnet - falls sie auch im DF sind, ein nettes Hallo an euch drei :smiling_face:. Und wieder gab es auch einen an der Leine eskalierenden größeren Hund, den Luna gepflegt ignorierte. Auch die Teilstrecke durch den Wald war wiederum sehr entspannt.

    Wer ist dieser Hund, und was hat sie mit der "alten" Luna gemacht???? :grinning_squinting_face:

    Das Thema "wie lange Gassi" kommt ja regelmäßig auf - mich interessiert jetzt mal, wie lange ein erwachsener Hund ruhen bzw. schlafen sollte.

    Luna geht eigentlich ziemlich bald nach ihrem Abendessen "ins Bett" - also gegen 19:00. Dann ist sie tatsächlich auch meistens nicht bei uns (ab und zu liegt sie beim Fernsehen mit auf der Couch, aber meistens ist sie allein im Bett und pennt). Morgens schläft sie bis ich aufstehe (im Moment zwischen 7 und 8). Zwischen 22 und 23:00 gehen wir nochmal ganz kurz raus. Unsere längsten Gassirunden sind die beiden ersten. Die beiden letzten (im Dunkeln) sind kurz bis sehr kurz. Im Durchschnitt kommen wir auf ca. drei Stunden am Tag, manchmal (eher selten) sind es über vier, manchmal nur 2 1/2. Einmal die Woche gehen wir auf die Hundewiese. Zuhause passiert meistens nicht viel (also nicht groß Training oder Spiele), Luna ist eben bei uns. Sie pendelt zwischen Couch, Körbchen, Küche, Fenster zum Rausgucken und "ihrem" Zimmer im oberen Stock. Ab und zu wird ein paar Minuten gespielt (mit uns oder allein). Hundetypisch liegt sie viel herum, aber "ruht" eher nur als dass sie richtig schläft. Einen Garten haben wir nicht. Besuche (machen oder bekommen) ca. einmal die Woche. Es ist also nicht sehr aufregend bei uns zuhause, eher ruhig. (Außer wenn Familie länger zu Besuch ist, dann ist vorübergehend sehr viel Action, auch mit Kindern und Enkelsheltie.)

    Ich habe den Eindruck, dass Luna schlafen geht sobald es dunkel wird. Ich finde eigentlich, dass sie relativ viel ruht oder schläft. Manchmal frage ich mich, ob ihr langweilig ist - sie soll ja nicht vor Langeweile depressiv werden!

    Ich bin außerdem gespannt, wie sich ihr Schlafrhythmus im Frühling und Sommer verändert.

    Wie ist es bei euren Hunden - und findet ihr, dass wir eine gute Balance haben? (Luna ist übrigens irgendwo zwischen zwei und drei Jahren alt, wobei unsere Schwiegertochter, die Tierärztin ist, sie sogar jünger schätzte.)

    Bei uns sieht es nicht ganz so perfekt aus, aber ich freue mich trotzdem. Luna hat ziemlich schnell kapiert, was ich von ihr möchte, und gibt auch nicht mehr so schnell auf wenn der Socken nicht sofort vom Fuß gleitet. Sie weiß auch, dass sie den Socken loslassen muss um das Leckerli zu kriegen.

    (Ich feuere sie ziemlich laut an und klinge etwas schrill, deshalb empfehle ich, den Ton leise zu machen:rolling_on_the_floor_laughing:)

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    Heute in meinem Lieblings-Gassi-Gebiet. Ein vollkommen entspannter Spaziergang mit Luna, obwohl wir lange Strecken im Wald unterwegs waren. Und sie war nicht nur für ihre Verhältnisse extrem entspannt, sondern hat auch zu 90% sofort auf mich reagiert bei Richtungs-Wechseln, oder wenn ich sie wieder zurück auf den Weg beorderte. Ein randalierender großer Hund, den seine Besitzerin auf eine Wiese gelotst hatte als sie uns sah, wurde komplett ignoriert, ebenso wie zwei große weiße Hunde, die heute morgen in einem Vorgarten randalierten, als wir vorbei kamen. Ich bin immer besonders stolz auf sie, wenn große Hunde ausrasten und sie ruhig bleibt, weil es ja dieses Vorurteil kleinen Hunden gegenüber gibt, dass SIE die biestigen wären.

    Ich habe am Aussichtspunkt bei uns, direkt am Wald, Böllerdreck gefunden. Ich gehe davon aus, dass das Jugendliche waren, die es vielleicht einfach nicht besser wissen - ich finde generell muss mehr Bewusstsein dafür her, dass der Wald den Tieren gehört. Aber wir nehmen ja auch eine horrende Anzahl von Wildunfällen in Kauf statt mal über Tempo 50 in Dunkelheit und Dämmerung in Waldgebieten nachzudenken.

    Unsere Gemeindeverwaltung hat ein Statement veröffentlicht. Da hat es wohl doch etwas gebracht, dass meine Bekannte und ich die Böller gemeldet haben. Es wurde die Gesetzeslage erklärt, und die Einwohner:innen dazu aufgefordert, Verstöße zu melden. "Jedes illegale Abfeuern von Feuerwerken wird zur Anzeige gebracht." Auch eine Einschränkung der erlaubten Zeiten in der Polizeiverordnung wird angedroht!! :smiling_face_with_sunglasses:

    Ich finde ja, ein Wald-Dorf wie unseres sollte vielleicht mit gutem Beispiel vorangehen. Mich stört immer ein wenig die Fokussierung auf Großstädte.

    Ich hätte von verschiedenen Orgas innerhalb weniger Tage einen Hund als Direkt-Adoption bekommen können... bei einigen hatte ich wirklich das Gefühl, dass es darum geht, Hunde so schnell wie möglich zu vermitteln (klar, sie brauchen den Platz). Leider sind viele Beschreibungen auch sehr blumig, und auf den Videos sehen die Hunde immer toll aus, wie sie sich die Leckerlis und eine Streicheleinheit abholen.

    Vielleicht könnte man irgendwo hier im Forum eine Liste mit empfehlenswerten, bewährten Orgas erstellen?

    Ich lese ja die Threads, in denen Leute über ihre Probleme mit Auslands-Hunden schreiben, und denke oft, was für großes Glück wir hatten. Klar, Luna hat ihre eine große Baustelle (der Jagdtrieb) aber ansonsten ist sie derart toll, dass selbst die TÄ überrascht war. (Sie kennt offenbar mehr ängstliche bzw. traumatisierte Auslandshunde als solche wie Luna, was ich komisch finde, da bei uns im Ort die Auslandshunde überwiegend total gechillt, verträglich und easy-going sind - mit wenigen Ausnahmen z.B. eine Hündin, bei der eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt, und eine, die allen Menschen gegenüber - auch ihren eigenen - sehr distanziert ist.)

    Luna mag erstmal ALLE Menschen. Sie ist das was man "zutraulich" nennt. Besonders Kinder liebt sie (leider sind unsere Enkelkinder wegen der Entfernung gar nicht so oft hier, was mir ein wenig leid für sie tut. Leih-Kinder kann ich hier leider keine auftreiben). Sie kommt mit allen anderen Hunden klar (außer wenn ihr einer "doof" kommt). Meine Vermutung war immer, dass sie ihre Welpenzeit in einer Familie verbracht haben muss, anders kann ich mir das nicht erklären. Sie hat auch von Anfang an mit uns gespielt.

    LucyLou schreibt in einem aktuellen Auslandshund-Strang:

    Zitat


    Hunde lernen das [Spielen] im jungen Alter (Welpe, junger Junghund). Sie lernen, wie man mit Menschen spielt und dass man mit ihnen spielen kann in der Phase, in der sie noch sehr verspielt-unbedarft sind.
    Es gibt sicher Ausnahmen, aber ich kenne das von vielen TS-Hunden, die mit über einem Jahr erst zu Menschen kamen, die das überhaupt erstmals im Leben dieses Hundes versucht haben: die Hunde sind entweder eh schon recht ernsthaft-erwachsen (und haben diesen Spiel-mach-trotzdem-Spaß-Kick mit Menschen nie erlebt / erlernt) oder sie verstehen das "menschliche" Spiel nicht. Das ist mit viel Vertrauen je nach Hundetyp noch nachholbar, aber es gibt genug erwachsen eingezogene TS-Hunde, die mit Menschen nicht spielen.

    Ebenso wie das Grundvertrauen in Menschen früh gebildet wird und ist das nicht passiert, wird es schwer. Das müssen nicht mal schlechte Erfahrungen sein, es können auch einfach fehlende sein.

    Das bestätigt meine Vermutung, dass Luna in einer Familie gelebt hat, bevor sie ausgesetzt wurde. Wir wissen nicht genau wie alt sie bei ihrem Auffinden war, der TA schätzte sie damals auf ca. ein Jahr. Danach lebte sie 6 Monate in einem Haushalt auf einer Pflegestelle in Rumänien, wo sie es sehr gut hatte (viel Liebe, Kuscheln, andere Hunde).

    Wir haben echt ein Wahnsinns-Glück gehabt. Als wir damals einen Hund "suchten", haben uns ja nur unsere Erfordernisse vor uns selbst und einer Direkt-Adoption bewahrt: wir brauchten einen mit "besonderen" Kindern verträglichen Hund und einen mit anderen Hunden verträglichen Hund (wegen des Enkelshelties). Ein besonders ängstlicher, scheuer oder traumatisierter Hund wäre absolut nicht gegangen. Zum Glück haben wir noch rechtzeitig die Kurve weg von einer Direkt-Adoption gekriegt. Es wäre für uns vermutlich nicht gut ausgegangen. Andererseits habe ich ja im Internet eine Hündin gefunden, der ich im Sommer 2022 im rumänischen Nirgendwo begegnet bin, und auch DIESE Hündin liebt Menschen und lebt jetzt ohne größere Probleme einen normalen deutschen Alltag nachdem sie vor einigen Wochen nach D kam. Nach Jahren in denen sie sich alleine durchschlagen musste.

    Meine schlichte Theorie ist, dass kleine, süße Hunde es unter Umständen etwas leichter haben als die etwas größeren, weil ihr Betteln eher von Erfolg gekrönt ist. Unsere Erlebnisse mit Straßenhunden in Rumänien spielten sich hauptsächlich in der Zivilisation ab, also nicht irgendwo in der karpatischen Wildnis mit total verwilderten Rudeln großer Hunde, und ich erinnere mich an einige Abende auf Restaurantterrassen, wo zahlreiche freundliche Hunde (und Katzen... die leider oft den kürzeren zogen) schwanzwedelnd um die Tische flanierten, und Streicheleinheiten und Essen abstaubten - von rumänischen Gästen (wir waren fast überall die einzigen Ausländer). Daher denke ich, dass manche Hunde schlicht gelernt haben, freundlich zu sein. Und dass manche Leute auch möglicherweise ein falsches Bild von rumänischen Straßenhunden haben. Das soll jetzt niemandem seine schlechten Erfahrungen absprechen!! Meine ist nur ganz anders, und ich habe auch dort viele liebenswerte, freundliche Hunde gesehen (deshalb war es ja so schlimm für mich!). (Wir waren mehrmals im westlichen Rumänien, das ist mit Sicherheit eine andere Geschichte als weiter östlich.)

    Einmal beim ersten Besuch, 2022, hat uns ein Hund während einer kleinen Bergwanderung von Baile Herculane aus verfolgt. Er lief immer mit ein wenig Abstand hinter uns her - mein Mann hatte ein wenig Bedenken. Er (also der Hund) wusste aber genau, dass auf dem Gipfel die Brotzeit ausgepackt wird! Leider hatte er bei uns Pech - wir hatten im Hotel gut gefrühstückt. Er ist dann einfach umgedreht und zurück gelaufen.

    Mir käme immer wieder nur eine Rumänin ins Haus.

    Das Thema kam im Nerv-Thread ja schon auf uns da hatte ich das Video von oben auch schon verlinkt. Dass in dem Statement davon gesprochen wird, dass es hier zu keinem Tierschutzverstoß kam, ist absolut dreist. 2,5 Stunden hat der Typ den Hund beobachtet, wie der da rum lag.

    Nun, zumindest einer seiner Sponsoren hat ja schon bekannt gemacht, dass die Kooperation eingestellt wurde (stand auch im Nerv-Thread, glaube ich). Bleibt zu hoffen, dass da noch mehr hinterherkommt.

    Aber nutzt das dem Hund? Wird er halt zuhause gequält und womöglich noch DAFÜR ^bestraft.