Beiträge von yane

    Hi Kathrin,

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    Ist das normal? Gehört das dazu?

    ist doch jedem seine Sache, ob er seinen Hund pusht oder nicht.

    Und ich bezweifle mal, dass die Hunde an Kopf und Fang geschlagen wurden. Die meisten Hunde würden dann nämlich nicht mehr laufen. Das war wohl eher eine Art privates Spiel zwischen Hund und HF. Mit einer meiner Hündinnen mache ich das just for fun auch. Würde das allerdings nicht vor einem Agi-Start machen, da dann anschliessend die Gefahr bestünde, dass die Geräte nur noch ein Trümmerhaufen sind. Diese Hündin findet das allerdings toll und fängt mit dieser "Pfötelei" selbst auch Spielsequenzen an.
    Meine anderen beiden Hunde finden das nicht toll, also würde ich nie auf die Idee kommen, so was mit ihnen zu machen.

    Vielleicht wäre es sinnvoller, wenn Du den jeweiligen HF NACH seinem Lauf fragst, warum er was wie vor dem Lauf gemacht hat.

    Zitat

    überall da wo der eigene Eifer über dem Wohl des Hundes steht...

    hat noch nicht mal unbedingt damit was zu tun. Sondern ist nur zu häufig ein Mangel an Wissen, Fortbildung und dem Vertrauen darauf, dass es auch anders geht. Manchmal auch einfach eine Sache der eigenen Unsicherheit, so von wegen ausgelacht werden, wenn man mit "Softie"-Methoden usw. anfängt.

    Und nur zu häufig ist es auch ein "das haben wir schon immer so gemacht, warum soll das auf einmal schlecht sein?".

    Hi Shiera,

    das, was Du schreibst, ist so nicht korrekt.

    Im Agility gibt es eine extra Seniorenklasse, die allerdings KEINE Prüfungsklasse mehr ist. Meldet man einmal einen Hund in Senioren um, dann ist das für immer. Er kann dann nicht mehr in den regulären Prüfungsklassen starten. Senioren sind 10 cm niedriger als die "Standardhöhe". Also bei grossen Hunden 45-55 cm. Alle Hunde über 6 Jahre können in die Seniorenklasse umgeschrieben werden.

    Im Obedience kann man den Sprung niedriger setzen lassen. Altersunabhängig. Geht auch bei einem 2jährigen Hund. Kostet dann allerdings von vornherein 3 Punkte bei dieser Übung. Soll heissen, selbst wenn die Übung 100% perfekt ausgeführt wurde, gibt es maximal 7 Punkte, keine 10.

    Sollte es im VPG möglich sein, die Hürde runterzusetzen, müsste das in der PO drinstehen. Einfach mal die PO von vorn nach hinten durchlesen. Man sollte sowieso mindestens einmal die PO des Sports, den man ausübt, durchgelesen haben.

    Viele Grüße
    Cindy

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    Und Das es angblich nur mit dem Hütehund zu tuen hat, das diese angeblich grundsätzlich probleme haben. Muss ich hier eindeutig nach 4 Schäfferhunden verneinen !

    es geht hier aber nicht um Hütehunde, Schäferhunde und dergleichen, sondern um HERDENSCHUTZHUNDE - um Hunde also, die, im Gegensatz zu Hütehunden, dafür gezüchtet wurden, Viehherden in unwegsamen Regionen selbständig und ohne menschliche Hilfe und Anweisung vor Raubtieren zu schützen. Sämtliche Hütehunde (auch die Schäferhunde) sind dafür gezüchtet, MIT dem Menschen zu arbeiten. HSHs dagegen sind Hunde, die als äusserst selbständige, selbstbewusste Hunde gezüchtet wurden. Der Unterschied im Wesen ist enorm und in keinster Weise vergleichbar.


    Carla
    Du brauchst Dich nicht angegriffen zu fühlen.
    Fakt ist, ihr habt einen Hund, der eigentlich nicht in Anfängerhände gehört. HSHs sind nicht mal eben "Mami's Liebling". Sondern Hunde, die eine konsequente Führung brauchen - nicht gleichzusetzen mit Gewalt. Im Gegenteil, Gewalt bei einem ausgewachsenen HSH dürfte ganz schnell mit Gegengewalt von Seiten des Hundes enden. Und wie das dann ausgeht, da hast Du ja bereits einen Vorgeschmack bekommen. Obwohl ich bei einem Hund dieser Grösse einen "Biss" mit blauen Flecken und Schrammen durch die Jeans durch immer noch als Warnung ansehen würde und nicht als echten "Biss".

    Such Dir Hilfe bei HSH-erfahrenen Leuten, Links hast Du ja schon einige bekommen. Lass Dir von diesen Leuten Trainer nennen, die Erfahrung mit HSHs haben. Diese Erfahrung ist WICHTIG. Nicht jeder Trainer, nur weil er sich Hundetrainer nennt, hat auch Erfahrung mit HSHs. Nur weil jemand in der Lage ist, einen Deutschen Schäferhund, einen Border Collie usw. auszubilden heisst das noch lange nicht, dass er geeignet ist, euch bei eurem Problem zu helfen. Wie schon öfter geschrieben wurde - HSHs sind eine völlig andere Sache.

    Denise
    leider kennen sich auch viele Tierschutzleute mit HSHs nicht wirklich aus. Oder ignorieren einfach die Besonderheiten dieser Rassen rsp. ihrer Mischlinge.

    hi loona,

    na ja, jeder wie er will. Ich will nicht, dass mein Hund ein Ablage-Signal von sich aus auflöst. Also wird das entsprechend trainiert. Und damit heisst das auch, dass ich eben nicht "mal so, mal so" handle. Das ist das, was ich meinen Leuten immer mit "Konsequenz mit sich selbst" vorbete.

    Wie soll Hund bsp. wissen, dass er prinzipiell zwar selbständig auflösen darf, aber gerade heute vielleicht doch mal nicht, weil gerade äusserst ungeschickt?
    Eine wirklich sichere Ablage wirst Du auf diese Weise nie bekommen. Mit wirklich sicher meine ich, dass Hund liegenbleibt, selbst wenn direkt vor seiner Nase sein Spielkamerad ihn zu einem "Fang mich"-Spiel auffordert.

    Zitat

    aber ich machs mit ein bisschen strängerem Ton

    Hunde lernen nicht das Wort, sondern den Tonfall, die Tonmelodie. Wenn Du also in Zukunft nicht "Platz" immer im strengeren Ton sagen willst, solltest Du das bleiben lassen.

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    und wenn sie wieder in Platz position kommt streichel ich nochmal...

    die wenigsten Hunde empfinden streicheln in der Situation als Belohnung

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    Wenn ich sowieso was anderes mache und bisschen weiter weg bin, dann lass ich sie einfach

    und was lernt Hund daraus?


    Sugarlove
    Wenn Hund selbständig das Signal auflöst, ganz neutral zum Hund hin, Hund wieder mit auf den ursprünglichen Platz nehmen, dort nochmal ablegen und dann nach sehr kurzer Zeit bestätigen.

    Allerdings versuche ich, gerade die Ablage sehr langsam aufzubauen. Je weniger "Fehler" der Hund (eigentlich sind es ja Fehler des HF) dabei macht, desto besser. Mit dem LANGSAMEN rauszögern des Liegenbleibens fange ich idR frühestens mit 8-10 Monaten an. Und sowieso erst, wenn Hund auf das Signal "Platz" ohne weitere Hilfe sich sicher, schnell und richtig hinlegt. Genau so wie ich es möchte. Solange das "sich hinlegen" auf das Signal "Platz" hih nicht zu 99,9% sicher funktioniert wird auch nicht mit der Ablage angefangen.

    Wobei, wie war das? "Mein Hund darf Fehler machen" :D

    cosmix

    Zitat

    Wenn ich deine gesammelten Threads
    mal zusammen nehme,
    fällt mir auf, dass du deinem HUndi mit seinen 4 Monaten
    recht viel abverlangst... :???:

    ich kann hier Sabine nur zustimmen. ME machst Du viel zu viel mit dem jungen Hund. Klar, Klein Hundi macht im Moment noch gut mit. Aber ich kenne inzwischen einige dieser Hunde, die sehr früh extrem gepusht wurden und immer viel viel viel trainiert wurde.

    Mit 2-4 Jahren waren diese Hunde völlig platt und machten überhaupt nichts mehr. Schon gar nicht freiwillig.

    sara
    das hast Du sehr schön und treffend ausgedrückt.

    kleiner Fuchs
    ich bin mit intakten Hündinnen aufgewachsen. Wir hatten in nun 35 Jahren genau 2 (!!!!!!) kastrierte Hündinnen. Beide aufgrund medinizischer Indikation kastriert.
    Die eine wegen rezidivierender Gebärmutterentzündungen, die andere wegen einer Pyometra.

    Alle anderen Hündinnen waren intakt. Und das waren im Laufe der Jahre einige in der Familie. Teilweise bis zu 4 intakte Hündinnen auf einmal (wenn ich die Familie meines Onkels, bei dem ich quasi aufwuchs, da meine Eltern beide arbeiteten, mitrechne).
    Insgesamt hatten (haben) davon 2 Hündinnen Mammatumore und eben 2 Hündinnen Gebärmutterprobleme.

    So viel zum Gesundheitsrisiko.

    Zur Lebenserwartung: Alle unsere Hündinnen erreichten das durchschnittliche Lebensalter ihrer Rasse, teilweise lebten sie sogar deutlich länger - seien wir ehrlich, wie viele fast 14jährige Berner Sennenhunde kennt ihr?

    Probleme mit anderen Hündinnen hatten genau 2 Hündinnen darunter. Und die beiden hatten nur Probleme miteinander. Nicht mit fremden Hündinnen. Allerdings miteinander dann so richtig. Sprich, die beiden konnten nicht unbeaufsichtigt allein zusammen bleiben. Absolut unmöglich.

    Probleme mit Rüden haben wir hier bei uns eigentlich nicht. Ja, es gibt hier in der Gegend durchaus intakte Rüden. Und man begegnet denen auch beim Spazierengehen. Aber all die Horrorstories a la "von intakten Rüden belagert" usw. sind mir gänzlich unbekannt. Und wir gehen mit unseren läufigen Hündinnen die gleichen Wege wie sonst auch. Auch innerhalb des Ortes. Ich kann mich an genau EINE Situation erinnern, dass wir von einem Rüden "bedrängt" wurden. Und hatte seine Ursache NICHT in der Läufigkeit. Mit diesem Rüden und seiner Halterin bin ich früher viel spazierengegangen. Nahezu täglich. Er und meine alte Hündin waren fast gleich alt, 3 Wochen auseinander. Und in jungen Jahren Spielkameraden. Ich hatte bei Yanta's erster Läufigkeit angerufen und Bescheid gesagt, was Sache ist. Während eines Spaziergangs dann sahen wir uns von weitem und die Halterin besagten Rüdens sagte wohl was zu ihm a la "schau mal wer da vorne läuft". Sie hatte in dem Moment nicht dran gedacht, dass meine Hündin läufig ist. Na ja, ich stand dann da, in der einen Hand eine Grosspudelhündin, in der anderen ein überdimensionierter Riesenschnauzerrüde und wartete bis sein Frauchen ihn wieder abholte *gggg*. Mehr war da in den ganzen Jahren nicht :D .

    Da ich hundesportmässig aktiv bin, kenne ich allerdings genügend kastrierte Hunde, sowohl Hündinnen als auch Rüden. Was vielen Leuten nicht klar ist, auch kastrierte Rüden bsp. sind durchaus in der Lage, einen Deckakt komplett durchzuziehen. Auch Rüden, die recht früh kastriert wurden, sprich mit 8-12 Monaten.

    Andererseits kenne ich auch viele kastrierte Hunde, Rüden wie Hündinnen, die massiv von intakten Rüden/Hündinnen gemobbt werden. Vermutlich weil letztere mit dem Geruchsmuster der Kastraten nicht allzuviel anfangen können.

    Und was Dominanz etc. angeht, einer der dominantesten Rüden, die ich je kennengelernt habe, ist kastriert. Ok, spät kastriert, mit etwa 3 Jahren.

    Für mich persönlich gäbe es keinen Grund, eine gesunde Hündin einfach so kastrieren zu lassen. Unsere Umweltsituation mit läufiger Hündin ist nicht so, dass ich mich genötigt fühlen würde, etwas zu unternehmen. Und selbst wenn, stellt sich mir die Frage, ob ich meine Hündin kastrieren lassen muss, weil andere ihre Rüden nicht im Griff haben?
    Hundesportmässig kann ich mit meinen läufigen Hündinnen genauso auf Turniere und Prüfungen gehen - und habe auch keine Probleme damit, dies zu tun.
    Gesundheitsmässig - Prophylaxe??? Wenn ich mir ansehe, was kastrierte Hündinnen gesundheitsmässig an Risiken so alles haben, sehe ich keinen Vorteil in der Kastration. Und wenn ich mir unsere eigenen Hündinnen so ansehe, woran die alle so gestorben sind:
    - "Altersschwäche" (wie gesagt, 14jähriger Berner, u.a.)
    - Autounfall (2x, wobei beim ersten Mal das Alter wohl die Hauptrolle spielte)
    - Hirntumor
    - ....
    Keiner unserer Hunde starb in direktem Zusammenhang mit Gebärmutterentzündungen/Gebärmuttervereiterungen/Mammatumoren

    Zitat


    Übrigens was hier wohl die meisten vergessen:

    - es ist verboten einen gesunden Hund ohne medizinische Indikation zu kastrieren. Das käme einer Amputation gleich. Über Ohren und Schwanz abschneiden regt sich jeder auf, aber das eine Kastration ohne medizinischen Hintergrund ein mindestens ebenso schwerwiegender Eingriff, wenn nicht sogar noch schlimmer ist, darüber macht sich scheinbar niemand Gedanken....

    so leid mir das tut, da widersprechen zu müssen, in unserem deutschen Tierschutzgesetz steht die Unfruchtbarmachung zum Zwecke der Unterbindung der Fortpflanzung oder zum besseren Halten des entsprechenden Tieres als explizite Ausnahme von Operationen ohne medizinische Indikation ausdrücklich im Tierschutzgesetz drin.

    Hi Jenny,

    nein, das ist kein anderes Thema. Du bringst hier ein Argument ins Spiel, das sehr interessant und ganz sicher NICHT falsch ist.

    Jeder Hund hat ein Recht auf seine Individualdistanz. Und es gibt sehr viele äusserst unhöfliche grosse Hunde, die sich völlig daneben benehmen - auf andere Hunde zurasen, Warnsignale missachten usw.

    Ein kleiner Hund muss sich sowas absolut nicht bieten lassen. Und wenn er dann mal zickig wird, wenn er bedrängt wird, dann ist das sein gutes Recht. Ein grosser Hund, der bedrängt wird, zeigt ja auch, dass ihm das nicht passt. Aber diese Beobachtung habe ich auch gemacht. Zeigt eine meiner Grossen mal die Zähne, weil ein anderer Hund aufdringlich wird, wird das häufig auch von den Besitzern des anderen Hundes als das akzeptiert, was es ist - eine Warnung/Drohung.
    Bin ich mit meiner Kleinen allein unterwegs, ein anderer Hund wird aufdringlich und sie zeigt die Zähne, kommen Bemerkungen wie "guck mal, ist die Kleine aber giftig".

    Viele Grüße
    Cindy