Beiträge von yane

    Kirsty

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    Seit knapp 4 Wochen habe ich nun eine knapp 5 Monate alte Hündin zu HAuse, die mit großer Freude und welpischen Verhalten andere Hunde vorsichtig begrüßt.

    ich bezog mich darauf. Und genau dieses Verhalten ist es, was bsp. meine ältere Hündin dazu bringt, einen Jungspund anzurüffeln.

    Dieses typische "hektische Rumgewusele mit submissiver Gestik, sprich halb auf dem Rücken liegend, und dabei anfangen den erwachsenen Hund um's Maul lecken".

    Und ja, es kann durchaus sein, dass meine alte Hündin zunächst mal bei so einer Begrüssung ruhig mit dem Schwanz wedelt. Und wenn Jungspund dann weitermacht, obwohl sie ihm vielleicht schon signalisiert "Du bist mir zu aufdringlich", dann knallt's mal kurz und heftig. Häufig zum Entsetzen der anderen Hundehalter. Und das war's dann.

    Und dreimal darfst Du raten, wessen Hund dann der Böse ist.


    Gilthoniel

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    wer seinen Hund ungeleint laufen lässt, hat erst einmal einen nichtbissigen Hund

    Nur weil ein Hund einen anderen anrüffelt, ist er nicht automatisch bissig.

    Welpenschutz gibt es NICHT! Und ein 5 Monate alter Hund ist kein Welpe mehr sondern ein Junghund.

    Wenn dein eigener alter Hund anders war, sei froh.

    Aber Fakt ist, dass man nicht erwarten kann, dass fremde Hunde ihnen fremde, nicht zum Rudel gehörenden Welpen und Junghunde freundlich begegnen. Und das hat NICHTS damit zu tun, ob die Hunde gut sozialisiert sind oder nicht. Sondern ist arttypisches Verhalten.

    Und ehrlich gesagt, ich würde Dir ganz schön was erzählen, wenn Du deinen 5 Monate alten Jungspund einfach so an meine Hunde ranlassen würdest ohne vorher zu fragen, ob das ok ist. Mal davon abgesehen, wenn dein Jungspund zu "welpiges" Verhalten meinen zwei Damen gegenüber zeigen würde, würde er zumindest von meiner alten Hündin einen ganz gewaltigen Rüffel bekommen. Sie kann das bei Jungspund-Hunden nämlich so rein gar nicht ab. Bei echten Welpen sieht es wieder anders aus. Also alles, was die 10 Wochen noch nicht überschritten hat. Darüber hinaus aber geht ihr dieses "welpenhafte Anbiedern" auf den Keks.

    BTW, meine Hündinnen sind grundsätzlich mit fast allen Hunden verträglich. Sofern sie nicht blöd angemacht werden.

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    Turniere kann ich mit einer läufigen Hündin komplett abhaken. Wie soll das gehen? Den Hund die ganze Zeit bei vielleicht 30 Grad im Auto lassen?!

    Hmmmmmm, also wir haben grosse Spaziergänge in der näheren Umgebung unternommen. BTW, übrigens u.a. mit unkastriertem Rüden dabei. Und so weiter.

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    Bei uns ist es stillschweigend so geregelt, dass mit läufigen Hündinnen nicht gestartet wird! Das wäre auch kaum möglich, so eng wie es auf manchen Plätzen ist.

    Natürlich ist es möglich. Rein eine Sache der Einstellung und Erziehung.


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    Und beim Training kann ich mit einer läufigen Hündin auch nicht teilnehmen. Da hätte sie dann sämtliche Rüden am Hintern hängen. An Training ist dann weder für sie noch für die Rüdenbesitzer dran zu denken.

    Funktioniert bei uns ganz gut. Liegt aber vielleicht auch an der Einstellung der Leute. Unsere Trainerin hat einen unkastrierten Rüden und sagt ganz klar "das muss der abkönnen".

    Womit sie vollkommen recht hat.

    Interessanterweise sind früher auf Agi-Turnieren, als es noch nicht erlaubt war, ziemlich sicher regelmässig läufige Hündinnen dabei gewesen. Sogar mit auf dem Platz. Und da hat sich keiner dran gestört.

    Das Getue tritt idR erst dann auf, wenn die Rüdenbesitzer wissen, dass ne läufige Hündin da ist .........

    Bestes Beispiel bei uns auf dem Platz:

    Besitzerin eines nicht so hoch motivierten Rüden trainiert mit diesem etwas abseits Slalomeingänge. Ein Teilnehmer der nachfolgenden Gruppe ist etwas früher, kommt schon mal auf den Platz, der Rüde, den das Slalomtraining schon längst anödet, stiefelt ruhig und gelassen zu dem anderen Hund, schnuppert etwas und ist schon wieder dabei sich von der Hündin abzuwenden als die Besitzerin des Rüden hysterisch fragt "ist die läufig". Antwort des anderen Hundehalters "ja". Die Rüdenhalterin wird schon richtig zappelig, merkt man ihr völlig an. Versucht dann noch zweimal erfolglos ihren Rüden dazu zu bringen, durch den Slalom zu gehen und wird dann völlig hysterisch so von wegen "jetzt kann ich mein Training vergessen, weil Du mit deiner läufigen Hündin auf den Platz gekommen bist, weisst Du nicht dass das verboten ist, blablabla".
    Sie ist dann völlig hysterisch davongerannt, mit Rüde an der Leine versteht sich.
    Tja, die Hündin war kastriert :lachtot: .

    Der Rüde hatte nichts anderes gemacht als sich seiner HF entzogen, weil ihn die ganze Situation sprich Training angenervt hatte. Er war nun mal keiner von der Sorte "übermotiviert". So ein Hund hätte den Slalom nicht mehr als 3-4 x machen dürfen. Dass der irgendwann keine Lust mehr hat und geht, sollte jedem klar sein. Es dann aber auf die vermeintlich läufige Hündin schieben :???: :lachtot: :gott:

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    Genügt die Gründung eines Clubs und die
    Vermehrung innerhalb desselben um bei den Zuchtverbänden anerkannt
    zu werden, oder kochen die da ihr eigenes Süppchen?
    Gibt es einen Dachverband, dem alle Anderen nachgeordnet sind?
    Und wer legt die Regularien fest?

    Zunächst mal, es gibt verschiedene nationale und internationale Verbände.

    Die internationalen sind idR Dachverbände, denen als Mitglieder wiederum nationale Verbände angeschlossen sind.

    Der grösste internationale Dachverband für Hundezucht ist die FCI (die echte, nicht die F.C.I., die hier durch die Namensähnlichkeit eine Irreführung anstrebt). Dazu gibt es noch einige rein nationale Verbände, die keinem internationalen Verband angeschlossen sind. Wie bsp. der AKC (Amerikan Kennel Club), der rein von der Grösse her obwohl nationaler Zuchtverband die FCI mW "toppt". Dann wären da noch der CKC (Canadian Kennel Club, nicht der andere Verband, der sich mit diesem Kürzel "schmückt") und der UK (die Briten). Diese drei sind die wichtigsten nationalen Zuchtverbände, die keinem übergeordneten Dachverband angeschlossen sind.

    Welcher Verband welche Regeln aufstellt, bleibt ihm überlassen.


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    Und muss ich dann einen Balaka-Zuchtverband ins Leben rufen, oder ge-
    nügt die Mitgliedschaft im Dachverband der Rassehundezüchter?

    Im Prinzip musst Du schon sehen, dass Du zumindest eine Interessengemeinschaft oder etwas ähnliches auf die Beine stellst. Denn allein wirst Du zumindest die Anforderungen, die die FCI zur Rasseanerkennung (wurden ja schon aufgezählt) stellt, nicht erfüllen können. Soll heissen, Du brauchst zumindest Leute, die Dir helfen. Allein schaffst Du es wohl eher nicht, so viele Hunde zu halten und zu produzieren, die nötig sind, um die Anforderungen für eine Rasseanerkennung zu erfüllen.

    Wenn ich mir die beiden mir bekannten "Designer-Rassen" so ansehe, Eurasier und Kromfohrländer, die von der FCI anerkannt wurden, so ging da bei beiden das Ganze etwa in den 40/50er Jahren los. Nur hatten diese es damals mW noch deutlich einfacher mit der Anerkennung.

    Und dann musst Du immer noch bedenken, selbst wenn die Anforderungen erfüllt sind, heisst das noch lange nicht, dass eine Anerkennung auch tatsächlich erfolgt.

    Es ist nämlich nicht einfach so, dass man mal eben einen Container "Altpapier" so von wegen Zuchtbuch, Ahnentafeln, Rassestandard usw. einreicht.

    Mal ein kleiner dezenter Bericht darüber, wie es war, nur einen Farbschlag innerhalb einer Rasse anerkennen zu lassen:
    http://redpoodlefcipetition.tripod.com/id2.html

    wohlgemerkt, die ganze Arbeit das Material für die Petition zusammenzustellen, die Kontaktaufnahme mit den Leuten vom französischen Pudelklub, französischen Dachverband und der FCI, bis es überhaupt dazu kam, dass sie ihr OK für die Einsendung des ganzen Materials im November 2005 gaben - ging schon Jahre zuvor los. Und wir reden hier NUR über einen Farbschlag innerhalb einer Rasse, der bereits im 19. Jahrhundert in Ahnentafeln auftauchte. Selten, aber immer mal wieder. UND man muss dazu sagen, dass der Präsident des französischen Pudelklubs der Anerkennung dieser Farbe gegenüber positiv eingestellt war. Trotzdem steckte da eine Arbeit von JAHREN dahinter und eine weltweite Koordination. Wobei wir uns letztendlich entschlossen, nur mit den Hunden zweier Züchter nach Paris zu fahren, da es für die skandinavischen und russischen Züchter ein sehr grosser finanzieller Aufwand gewesen wäre und die Leute von der Standardkommission meinten, ihnen würden 4-5 Hunde als "Anschauungsobjekte" ausreichen.

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    Yane bei den Straßenhunden gebe ich Dir Recht und zwar vollkommen. Aber landen denn wirklich nur Straßenhunde in den TH?

    das Ganze war jetzt eigentlich eher ironisch gemeint *gggg*. Deshalb auch der Bindestrich als stilistischer Absatz *gggg*

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    Was bringt denn da eine vorsorgliche Kastration im Bezug auf Welpenmenge, die hier ja immer wieder genannt wird? Jeder, der keine Welpen will, wird das auch ohne Kastration schaffen (naja meist). Und jeder der Wepen will, macht es eh, selbst wenn man Kastrationen als Pflicht festlegen würde..

    Da stimme ich dir völlig zu.


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    Übrigens wäre ich echt heilfroh, wenn diese Forderung der Tierärzteschaft durchkommen würde. DAS wäre dann endlich mal was gescheites.

    Das wird schon seit Mitte/Ende der 90er gefordert. Schätze mal, unser Staat sieht hier keinen Handlungsbedarf.

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    Sondern dass eine "Kastrationsklausel" in einem Tierschutzvertrag nicht unbedingt Bestand haben muss, wegen der von zwei Amtsgerichten bestätigten Auslegung der tierschutzrechtlichen Vorgaben einer Kastra.

    diese Kastrationsklauseln haben selbst ohne TSchG keinen Bestand. Zumindest nicht, wenn der Hund ins Eigentum des Halters übergegangen ist. Siehe Hinweis im Recht-Forum. Zumindest nicht, solange nicht explizit Vertragsstrafen vereinbart wurden. Soweit ich das in dem entsprechenden Thread im Recht-Forum verstehe, kann die Herausgabe des Hundes nicht eingeklagt werden, wenn dieser das Eigentum des neuen Halters ist und sich daran auch nichts ändert. Wurde allerdings eine Vertragsstrafe vereinbart, kann diese eingeklagt werden. Ob der jeweilige Tierschutzverein allerdings Recht bekommt, dürfte auch wieder Auslegungssache sein.

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    Ihr meint also kastrieren hilft gegen die Hundemenge? Und das ist euer Ernst?

    JA! ich denke durchaus, dass mit Kastrationen die Hundemenge verringert werden könnte - bei gezielten und flächendeckend durchgeführten Kastrationsaktionen bei Strassenhunden bsp. in den südlichen Ländern könnte man langfristig vielleicht tatsächlich was bewirken. Nur fehlt dazu leider das Geld.


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    Ihr denkt wirklich Frau Müller und Herr Schmidt lassen ihre Hunde nicht aufeinander, wenn andere Hunde kastriert werden? Leute die Welpen porduzieren WOLLEN, werden das immer tun!

    Ganz sicher nicht ..... wer mal eben Welpen produzieren will, wird dies auch tun. Derjenige wird sich ganz sicher nicht dadurch davon abhalten lassen, dass andere Leute ihre Hunde kastrieren lassen.

    Diese ganzen "uups"-Würfe könnte man höchstens dadurch verhindern, dass man endlich, wie bsp. von der Tierärzteschaft gefordert, ein Heimtierzuchtgesetz erlässt, darin explizit festlegt, wer Hunde züchten darf, welche Erlaubnis man dazu braucht, usw. Und ansonsten deutliche Geldstrafen verhängt. Logischerweise müsste das dann allerdings auch wieder kontrolliert werden, um eine Wirkung zu zeigen.

    Ansonsten hilft nur Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung. Wenn schon nicht bei den Welpenproduzenten, dann zumindest bei den Käufern.

    Massenkastrationen sind da garantiert kein Weg. Wir haben nun schon seit ewigen Zeiten intakte Hündinnen. Und interessanterweise ist bisher nie eine ungewollt trächtig geworden. Woran das wohl liegt :???:

    Vielleicht daran, dass wir als Hundehalter unsere Aufsichtspflicht und Verantworung ernst nehmen?

    Yvonne

    was hat die Tatsache, dass Du Agility machen möchtest, damit zu tun, deine Hündin kastrieren lassen zu wollen?

    Turniere darfst Du mit einer läufigen Hündin starten ..... wo also ist das Problem?

    Training? Ganz ehrlich .... bei uns trainieren teilweise auch läufige Hündinnen mit. Sogar auf dem gleichen Platz, auf dem auch Rüden trainieren. Wo ist das Problem?

    Gerade WEIL den Rüden auf Turnieren und Prüfungen immer wieder läufige Hündinnen begegnen können, ist es wichtig, dass sie lernen, damit umzugehen.

    Für mich ist das Thema "Sport" also absolut kein Argument, eine Hündin kastrieren zu lassen.

    Caro

    versteh mich bitte nicht falsch. Ich bin kein Freund der "Kastration um jeden Preis"-Einstellung. Derzeit ist eine meiner Hündinnen kastriert, weil es medizinisch notwendig war. Seit ihrer ersten Läufigkeit hatte sie Probleme von wegen Temperament. Sie war mal mehr, mal weniger "phlegmatisch" - für ihre Verhältnisse. Zurückzuführen auf nachgewiesene Scheidenentzündungen und Verdacht auf subklinisch verlaufende Gebärmutterentzündungen. Nachdem sie zum zweiten Mal auf Antibiotika-Gaben nach der Läufigkeit innerhalb von 1-2 Tagen vom Wesen her völlig anders wurde (wieder der durchgeknallte Flummy der sie vor der ersten Läufigkeit war) habe ich mich entschlossen, sie kastrieren zu lassen. Nicht aus BEquemlichkeit meinerseits, sondern weil ich davon ausging, dass ein Hund, der sich so offensichtlich vom Verhalten her ändert, eindeutig leidet. Und ich mir dachte und auch heute noch denke, dass eine einmalige Kastration einer mindestens 2x jährlichen Antibiose über 8-10 Tage vorzuziehen ist (mindestens 2x jährlich, da sie teilweise alle 3-4 Monate läufig wurde).

    Meine anderen Hündinnen sind intakt und auch meine zukünftigen Hündinnen bleiben intakt, solange es keine gesundheitlichen Gründe für eine Kastration gibt.

    ABER! ich glaube nicht, dass es Sinn macht, Leute, die kastrieren wollen, ständig unter die Nase zu reiben, dass sie damit gegen das Tierschutzgesetz verstossen. Wie gesagt, Gesetzestexte sind immer auch Auslegungssache.
    Wenn heute ein Amtsgericht anders entscheidet .... was dann?

    JA, inzwischen gibt es auch unter den Tierärzten genug, die sagen "Stoffwechsel und Hormonhaushalt des Körpers sind Feedback-Systeme, in die man nicht ohne sinnvollen Grund eingreifen sollte".
    Und JA, ich stimme da auch zu, dass eine Kastration ohne medizinische Notwendigkeit in Deutschland bei einem in einer Familie lebenden Hund nicht notwendig sein sollte. Denn eine ungewollte Fortpflanzung kann mE tatsächlich nur dann stattfinden, wenn die betreffenden Personen ihre Aufsichtspflicht vernachlässigen.
    Da ich Leute kenne, die intakte Hunde beiderlei Geschlechts problemlos in einem Haus halten, OHNE ungewollten Nachwuchs zu bekommen, muss das also tatsächlich möglich sein. Bei entsprechendem Pflichtbewusstsein und der entsprechenden Organisation.

    ABER! ME macht es keinen Sinn, jemandem zu erklären, dass er gegen das Tierschutzgesetz verstösst, "nur" weil er seinen Hund kastrieren lässt. Zumal, wie schon geschrieben, der Text auslegungsfähig ist und jederzeit ein Amtsgericht anders entscheiden kann. Ob es dazu in Zukunft noch kommen wird, stellt sich die Frage. Denn idR ist es doch so, dass sich Rechtsanwälte, Staatsanwälte, Richter usw. bei einem entsprechenden Fall umschauen ob es da nicht schon Verfahren gibt. Macht ja auch Sinn so von wegen "Rad nicht neu erfinden" und so.

    Jedoch, jemand, der sich von "vernünftigen" Argumenten, wie sie hier und in anderen Threads immer wieder gebracht werden, inkl. Studien, dass kastrierte Hunde teilweise ein deutlich höheres Risiko haben, an anderen Tumor/Krebsarten zu erkranken usw., nicht davon überzeugen lässt, dass es vielleicht auch keine gute Idee ist, seinen Hund kastrieren zu lassen, derjenige wird sich auch nicht von dem Argument "Gegen das Tierschutzgesetz" überzeugen lassen.

    Denn wenn dem so wäre, warum wird dann noch so viel kastriert?